Annette Schavan
Berufsbildungsbericht 2010

Im Land der Bildungsmuffel

Immer mehr jungen Menschen fehlt selbst das Basiswissen, das sie für den Berufseinstieg brauchen. Das ist eine nationale Katastrophe.

Ein Kommentar von Tanjev Schultz

Sylvie Rohrer als schöne Emmeline und Michael Maerten als König Arthur.
Salzburger Festspiele

Gib dem Affen Überzucker

Mit Purcells "King Arthur" eröffnen Jürgen Flimm und Nikolaus Harnoncourt die Salzburger Festspiele.

Von WOLFGANG SCHREIBER

Literatur

Nun schweigen an allen Fronten die Waffen

Ein Vierteljahrhundert sammelte er unermüdlich Tagebücher und Aufzeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Jetzt hat Walter Kempowski sein "Echolot" fertig gestellt. "Abgesang" ist der letzte Band eines in der deutschen Literaturgeschichte einzigartigen Werks.

Von Von Gustav Seibt

Liebespaar, dpa
Nachforschungen über Männer und Frauen

Die Sache mit der Leidenschaft

Der erste Blick, die Länge der Finger, das Fremdgehen und die MHC-Gene - wie ein Wiener Professor versucht, dem Spiel der Geschlechter auf die Schliche zu kommen.

Von Achim Zons

Seligsprechung des letzten Monarchen von Österreich

Der Streit um des Kaisers Art

Am Sonntag wird Karl I. in Rom geehrt - für Anhänger war er ein Muster-Christ, für Kritiker ein hilfloser Regent mit psychopathischen Zügen.

Von Von Michael Frank

Bücherregal, sprache, dpa
Sprache im Wandel

Genug gebellt

Anglizismen, Abkürzungen, Aussprache: Der Verfall der deutschen Sprache wird von allen Seiten kritisiert - neu ist das aber nicht.

Von Guy Deutscher

Tafelbild_ap
Wissensverfall

Geschichte fällt aus

Der Mauerbau jährt sich in diesen Tagen zum 47. Mal. Deutsche Schüler wissen erschreckend wenig über die DDR - und auch die Kenntnise über die Bundesrepublik sind dürftig.

Ein Kommentar von Tanjev Schultz

Hubertus Meyer-Burckhardt, ddp
Außenansicht zur TV-Debatte

Lass uns feiern!

Die Kritik am Fernsehen nutzt vor allem einem - dem Fernsehen: Das alte Medium ist wieder in aller Munde - nächstes Jahr sollte die Preisverweigerung gebührend gefeiert werden.

Von Hubertus Meyer-Burckhardt

Elfriede Jelinek, ddp
Literatur

Nobelpreis für Elfriede Jelinek

Die österreichische Schriftstellerin erhält die Auszeichnung für "den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen" in ihren Werken, mit dem sie "die Absurdität gesellschaftlicher Klischees und ihrer unterjochenden Macht" offen gelegt habe. Jelinek ist die zehnte Frau, die den Preis erhält.

Nike Wagner
Wagners Urenkelin im Interview

Kinder, schafft Neues!

Nike Wagner warnt vor geistloser Selbstvermarktung á la Paris Hilton, spricht über dynastische Ansprüche und die Zukunft der Bayreuther Festspiele.

Interview: Wolfgang Schreiber

SZ-Serie: Große Journalisten

Scharfschütze des Wortes

Siegfried Jacobsohn: Journalist, Verleger, Kämpfer gegen den Zeitgeist, Gründer der "Schaubühne" und "Weltbühne" / Serie, Teil III

Von MICHAEL JÜRGS

SZ-Serie: Große Journalisten (IX)

Der Kulturkonservative

SZ-Serie über große Journalisten (IX): Die deutsch-französische Geschichte des Victor Auburtin

Von HILMAR KLUTE

la times ap
Journalismus in der Krise

Ganz exklusiv

"Würden Sie bitte mit sofortiger Wirkung mein Abo kündigen?": Der Verlag der notleidenden L.A. Times hintergeht seine Redaktion mit einer als Artikel getarnten Anzeige.

Von Willi Winkler

Max Goldt, 2001, ddp
Kleist-Preis für Max Goldt

Der Seitlich-Vorbei-Geher

Lieber nicht in der U-Bahn lesen: Seine Werke sind klug und klar, unaufdringlich moralisch - und vor allem das Witzigste, was die deutsche Literatur zu bieten hat. Eine Lobrede auf Max Goldt.

Von Daniel Kehlmann

Weihnachtsfeier, iStock
Weihnachtsfeiern im Büro

"Lasst uns froh und munter sein!"

Wenn die Firma Glühwein ausschenkt, müssen die Kollegen mit dem Schlimmsten rechnen: Eine Betriebsanleitung für Weihnachtsfeiern von A bis Z.

Katastrophentourismus

Dem Tod auf den Fersen

Zwischen zwei Strandtagen ein bisschen Gänsehaut einschieben: Reisen zum Schauplatz von Katastrophen erfreuen sich guter Nachfrage.

Von Hans Gasser

Szene aus Roman Polanskis Film Tanz der Vampire
Künstlersozialkasse

Die ausgesaugte Klasse

Ein Kreativer verdient 1000 Euro im Monat und will auch noch eine Versicherung? Etwas viel verlangt, findet offenbar die Wirtschaft und ruft nach Abschaffung der Künstlersozialkasse.

Von Andreas Zielcke

SPD-Hoffnung Michael Naumann

Der Abenteurer

"Ich fühle mich wie ein Rennpferd am Start" - Michael Naumann über seine Wiederkehr in die Politik. Der Journalist (Spiegel , Münchner Merkur), der erster Kulturstaatsminister der Republik war und zuletzt als Zeit-Herausgeber wirkte, tritt als Spitzenkandidat der Hamburger SPD an - eine Herausforderung ganz nach seinem Geschmack.

Von Hans-Jürgen Jakobs

max goldt
Kleist-Preis geht an Max Goldt

Bis zur Kenntlichkeit entstellt

Endlich: "Titanic"-Autor Max Goldt erhält den Kleist-Preis 2008. Werke wie "Vom Zauber des seitlich dran vorbeigehens", "Wissenswertes über Erlangen" oder "Ä" warten schon lange auf Würdigung.

Cirque du Soleil in Las Vegas

Artisten in der Zirkuskuppel, drahtlos

Wie eine kalt glitzernde Weltraumkolonie: Der Cirque du Soleil repräsentiert das globalisierte Theater von morgen - Atem raubend, ruhelos, nie gesehen. Bericht von einer Science-Fiction Show aus der roten Wüste von Las Vegas.

Von Christopher Schmdt

Herbsttradition

Stilvoll wiederbelebt

Das Törggelen findet in seiner ursprünglichen Art immer mehr Liebhaber und Anhänger

Elias Canetti
Zum 100. Geburtstag

Von der Größe des Tierstimmenimitators

Gutmütig sah er nur auf den ersten Blick aus: Die Kraft seines Witzes war tödlich und seine Gegenwart erzwang Respekt. Heute vor 100 Jahren wurde Elias Canetti im bulgarischen Rustschuk geboren.

Von Von Burkhard Müller

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SZ-Serie: Aufmacher (XIV)

Der Einzig Wahre

Karl Kraus: Ironischer Meister, Idealist, Medienkritiker und einsamer Monomane / Von Roger Willemsen

Oscar A. H. Schmitz
Schwabinger Bohème

Wenn wir Dandys erwachen

In seinen Tagebuchaufzeichnungen von 1896 bis 1918 berichtet Oscar A. H. Schmitz aus seinem Leben in der Schwabinger Bohème.

Von Jens Malte Fischer

Deutscher Alltag, Wien
Kolumne: Deutscher Alltag

Großartig unglücklich

Ob Frankfurt, München oder Berlin - gerade da, wo man ist, ist man unglücklich. Wien dagegen ist fremd, aber schlichtweg wunderbar.

Von Kurt Kister