Gazastreifen

Israel fordert Zivilisten zur sofortigen Flucht auf

Der Ruf nach einer Waffenruhe wird immer lauter, doch die Angriffe gehen weiter: Vier weitere Israelis sollen getötet worden sein, nun fordert die Armee die Zivilbevölkerung vor Gaza zur Flucht auf. Und Premierminister Netanjahu kündigt eine Fortsetzung der Kämpfe an.

Netanyahu listens to Elkin during a meeting at parliament in Jerusalem
Nach Vereidigung der Palästinenser-Regierung

Israel kritisiert USA als "naiv" und "doppelzüngig"

Israelische Minister und Botschafter haben die USA scharf kritisiert: "Zutiefst enttäuscht" zeigten sie sich nach der Ankündigung der Amerikaner, mit der neu vereidigten Übergangsregierung der Palästinenser zusammenzuarbeiten - dabei stellt die Hamas gar keine Minister.

U.S. Secretary of State John Kerry boards his plane at Ben Gurion International Airport in Tel Aviv
Nahost-Konflikt

Kerry zeigt sich nach Gesprächen optimistisch

Seit drei Tagen pendelt US-Außenminister Kerry als Vermittler zwischen den politischen Lagern im Nahen Osten. Er lobt die "schweren Entscheidungen", die Israelis wie Palästinenser getroffen hätten. Diese sehen seine Vorschläge aber weiter kritisch.

Politicker
Nahostkonflikt

Israel hebt Beschränkungen für Palästinenser auf

Israel will die Restriktionen für die Palästinenser lockern: 5000 erhalten eine Arbeitserlaubnis, der Import von Baumaterial wird erlaubt.

In israelischem Gefängnis möglicherweise älteste Kirche ausgegraben
Wiederaufnahme von Gesprächen im Nahost-Konflikt

Netanjahu bekräftigt Friedensprozess

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu begrüßt die Wiederaufnahme von Gesprächen mit den Palästinensern, ein binationaler Staat zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan müsse aber verhindert werden. Kurz nach der Ankündigung neuer Verhandlungen hat ein israelischer Minister Details der Vereinbarung verraten: Israel wird palästinensische Häftlinge freilassen.

Israels Premierminister Netanjahu zur Wahl in Iran
Nach Wahl in Iran

Israel zelebriert den Pessimismus

Die Iraner feiern die Wahl des moderaten Hassan Rohani, der Westen atmet auf - und Israel beobachtet das Ganze mit Angst und Argusaugen. An einen Kurswechsel Teherans glaubt die Regierung um Premierminister Netanjahu nicht. Stattdessen fürchtet sie, die Weltgemeinschaft könnte die Sanktionen gegen Iran lockern.

Von Peter Münch, Tel Aviv

Tod des palästinensischen Jungen al-Dura

Mohammed darf nicht ruhen

Ein Junge soll vor 13 Jahren von israelischen Soldaten erschossen worden sein. Mohammed al-Dura wurde zum Märtyrer stilisiert, die Bilder heizten die zweite Intifada an. An dieser Symbolkraft liegt es auch, dass Israel so spät und mit solcher Wucht die Geschichte neu schreiben will.

Von Peter Münch, Tel Aviv

Einseitige Aufkündigung eines Abkommens

Ägypten stoppt Gaslieferungen an Israel

Rein wirtschaftliche Entscheidung oder politischer Akt? Kairo hat seine Gaslieferungen an Israel eingestellt. Die ägyptische Gasgesellschaft spricht von der Nichteinhaltung von Verträgen, das Ölministerium verweist auf die häufigen Anschläge auf die Pipeline. In Israel schrillen die Alarmglocken.

Atomkraftwerk bei Buschehr
Israel diskutiert über angebliche Angriffspläne

"Bombardierung Irans wäre idiotisch"

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu bemüht sich angeblich um die Zustimmung seines Kabinetts zu einem Militärschlag gegen Irans Atomanlagen. Auch das britische und das amerikanische Millitär erwägen offenbar einen solchen Schritt. In Israel ist darüber nun ein heftiger Streit entbrannt.

Israel Benjamin Netanjahu Reuters
Israel grollt Schweden

Artikel des Anstoßes

Israels Premier Netanjahu fordert von Stockholm, einen dubiosen Artikel über den angeblichen Handel mit Organen getöteter Palästinenser zu verurteilen - Schwedens Regierung verweist auf die Pressefreiheit.

Von Thorsten Schmitz

Nahost

Hamas-Führer erklärt Bush zum Feind Gottes

In einer Rede vor Hamas Anhängern zum Gedenken an den vor einer Woche von Israel getöteten Scheich Jassin hat der neue Führer der Organisation, Abdel Asis Rantisi, weitere Anschläge angekündigt. Gott habe Bush, den USA und Israel "den Krieg erklärt", sagte Rantisi.

Uganda, Schutz vor LRA, Reuters
Politik kompakt

Grausames Massaker im Kongo aufgedeckt

Ugandische Rebellen haben im Nordosten Kongos mindestens 321 Menschen getötet. Das Massaker soll im Dezember verübt worden sein. Kurzmeldungen im Überblick.

Ehud Olmert; rtr
Atomwaffen-Äußerung

Olmerts Eigentor

Der israelische Ministerpräsident hat erstmals angedeutet, dass sein Land im Besitz von Nuklearwaffen ist - und sich damit in die Defensive manövriert. Erste Rücktrittsforderungen ließen nicht lange auf sich warten.