Hannah Arendt

Literatur
:„Das Böse ist Teil des Menschlichen“

In Marco Balzanos neuem Roman läuft der Protagonist zu den faschistischen Schwarzhemden über. Genannt wird er allerdings „Bambino“. Ein Gespräch über Grenzen, das Böse und die Stadt Triest.

SZ PlusInterview von Carolin Gasteiger

Nachruf
:Er träumte vom vierten Weltkrieg

Norman Podhoretz verkrachte sich mit seinen linken Freunden und wurde zum Vordenker der Neocons, der den „Islamofaschismus“ bekämpfen wollte. Am Ende seines bewegten Lebens musste auch er sich mit Donald Trump abfinden.

SZ PlusVon Willi Winkler

50. Todestag
:Die jüdische Erscheinung Hannah Arendt

Wie helfen die Schriften der vor 50 Jahren verstorbenen Theoretikerin dabei, die heutigen Zeiten besser zu verstehen? Der Versuch einer Anleitung.

SZ PlusGastbeitrag von Natan Sznaider

Medizin
:Hitlers Blut und Hoden erklären nicht seine Verbrechen

Eine TV-Dokumentation deckt eine angebliche Hormonstörung bei Adolf Hitler auf – und zieht weitere fragwürdige Schlüsse, unter anderem über Genitalien und Psyche des Diktators. Warum es zu einfach ist, Tyrannen für krank zu erklären.

SZ PlusVon Werner Bartens

Theater
:Frauen in der Finsternis

Hannah Arendt und das Verbrechen an Gisèle Pelicot: Zwei Regisseurinnen gelingt am Deutschen Theater Berlin ein kluger Umgang mit schwierigen Stoffen.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Politische Beteiligung
:Die Politiker in Berlin nennen es den Herbst der Reformen. Wir einen Witz

Die Kinder der Postpolitik: Egal ob Rente oder Wehrpflicht, ältere Politiker entscheiden gerade über die Zukunft der Jungen. Dabei wollen die etwas viel Radikaleres als ein paar Reformen.

SZ PlusEssay von Jonas Junack

Theater
:Blöde Blödelei über das Böse

Ein katastrophaler Abend am Thalia-Theater in Hamburg mit Corinna Harfouch verhebt sich an der Philosophin Hannah Arendt und lässt den Holocaust aussehen wie eine Komödie.

SZ PlusVon Till Briegleb

Walhalla in Donaustauf
:Muss die Heimstatt deutscher Heldenhäupter moderner werden?

Seit jeher wird gestritten, welche Köpfe in die Walhalla dürfen – König Ludwig I. hatte die Ruhmeshalle bauen lassen, um der Bevölkerung Vorbilder zum Nacheifern vorzustellen. Doch ist das noch zeitgemäß? Oder müsste mal umsortiert werden?

SZ PlusVon Hans Kratzer

Donaustauf in der Oberpfalz
:Die letzten Plätze sind vergeben: Strauß und Arendt kommen in die Walhalla

Der  „Vater des modernen Bayern“ und die „unabhängige Denkerin“ sollen die beiden noch möglichen Büsten in der Ruhmeshalle bei Regensburg bekommen - mögliche weitere Prominente werden anders dargestellt.

Von Thomas Balbierer

Glosse
:Bayern hat die Superstars

Wie in aller Welt kam Markus Söder auf die Idee, Hannah Arendt neben Franz Josef Strauß in der Walhalla zu verewigen? Ein garantiert authentischer Einblick in die Entscheidungsfindung des bayerischen Ministerpräsidenten.

SZ PlusVon Willi Winkler

Winfried Kretschmann
:Die Frau an seiner Seite

Winfried Kretschmann hat ein Buch über seine Lieblingsphilosophin Hannah Arendt geschrieben, das tatsächlich den Bauplan seiner Politkarriere enthüllt: Wie man vom grünen Sonderling zum Weisen von der Alb und schwäbischen Landesvater wird.

SZ PlusVon Roman Deininger und Roland Muschel

Künstliche Intelligenz
:Lest, redet, bleibt menschlich!

Es heißt, KI werde Krankheiten heilen, Verbrechen verhindern oder die Demokratie perfektionieren. Was wir opfern, wenn wir uns ganz auf algorithmische Rationalität einlassen: die Fähigkeit zusammenzuleben.

SZ PlusGastbeitrag von Roger Berkowitz

Neue Sachlichkeit
:Menschlichkeit in finstren Zeiten

Vor 100 Jahren wurde der Kunstbegriff „Neue Sachlichkeit“ geprägt. Warum uns dieser Stil das unsentimentale Klarsehen lehrt, jenseits linker oder rechter Ideologisierung.

SZ PlusGastbeitrag von Natan Sznaider

Hannah Arendt und Martin Heidegger
:Perfide Farce

Für den Philosophie-Historiker Emmanuel Faye steht das gesamte Denken Hannah Arendts im dunklen Nazi-Schatten Martin Heideggers. Eine groteske Fehllektüre. Ist das noch Schlamperei oder schon blanke Infamie?

SZ PlusGastbeitrag von Thomas Meyer

„Dschinn“ im Rationaltheater
:Hannah Arendt rappt auf Schwäbisch

Zum ersten Mal setzt das Rationaltheater auf künstliche Intelligenz – und bittet Hannah Arendt, Albert Einstein und Rio Reiser zum Gespräch. Der Start gerät etwas holprig, zeigt aber die Grenzen und Möglichkeiten von KI.

Von Benedikt Karl

Hannah Arendt „Über Palästina“
:Hannah Arendt, extended version

Rund fünfzig Jahre nach ihrem Tod erscheint die deutsche Erstveröffentlichung eines Buches, in dem die große Publizistin das palästinensische Flüchtlingsproblem löst. Im Ernst? Na ja.

SZ PlusVon Nele Pollatschek

MeinungDiskriminierung
:"Man darf sich nicht ducken"

Muslime, Homosexuelle, Bürgergeldempfänger: Sie alle werden angegriffen und diffamiert. Wie soll man darauf reagieren? Auf der Suche nach einer Antwort bei der Philosophin Hannah Arendt.

SZ PlusKolumne von Carolin Emcke

Biografie
:Ein Leben in Gedanken

Thomas Meyer erzählt nicht einfach die Biografie Hannah Arendts, er macht sie zur exemplarischen Philosophin des 20. Jahrhunderts.

SZ PlusVon Eva von Redecker

Abbruch nach propalästinensischen Protesten
:"Beschimpft, bespuckt und beleidigt"

Eine Hannah-Arendt-Lesung der Performancekünstlerin Tania Bruguera im Hamburger Bahnhof in Berlin wird nach einem Eklat abgebrochen.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Favoriten der Woche
:Die derzeit wohl beste Rapperin der Welt

Ein Hannah-Arendt-Marathon in Berlin, "mooooood swings" mit Little Simz, die neuen Twin Towers, 20 Jahre "Nippelgate" und der perfekte Sänger: die Empfehlungen der Woche aus dem SZ-Feuilleton.

SZ PlusVon Moritz Baumstieger, Jakob Biazza, Reinhard J. Brembeck, Peter Richter und Sonja Zekri

Übernahmeangebot an Bertelsmann
:Ein aberwitziger Plan

Der Schocken-Verlag war einst das Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit. Heute gehört er zu Bertelsmann, einem Konzern, der während der NS-Zeit prächtig verdient hat. Jetzt versucht ein jüdisches Konsortium, den Verlag zurückzukaufen.

SZ PlusVon Felix Stephan

Showrunnerin Anna Winger im Porträt
:"I definitely have deep Wurzeln here jetzt"

Anna Winger ist verantwortlich für zahlreiche Serienkracher. Für Netflix verfilmt sie jetzt die Geschichte von Varian Fry, der auch Hannah Arendt und Max Ernst vor den Nazis rettete. Ein Treffen in Marseille.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

MeinungKlimapolitik
:Auf der Suche nach der Sprache der Krise

Keine Ausreden mehr: Die absichtsvolle Verunglimpfung derjenigen, die für unseren Planeten eintreten, ist falsch. Und auch die Klimabewegung selbst muss ihr demokratisches Vokabular pflegen und erweitern.

SZ PlusKolumne von Carolin Emcke

Hörbuch "Vertreibung des Geistes"
:Gebrochene Biografien

Die Edition "Vertreibung des Geistes" präsentiert drei Dutzend Gespräche mit Intellektuellen und Wissenschaftlerinnen, die vor den Nationalsozialisten aus Deutschland flohen.

SZ PlusRezension von Florian Welle

MeinungKollektive Verantwortung
:Wer trägt die Schuld?

Die EU hat entschieden, russischen Staatsbürgern die Einreise zu erschweren. Wird hier ein ganzes Volk für den Krieg seines Herrschers zu Unrecht in Haftung genommen? Über besonders deutsche Verantwortungsfragen.

SZ PlusKolumne von Norbert Frei

Antisemitismus-Debatten
:Kaum noch zu unterscheiden

Wo sich die Kritiker der kapitalistischen Moderne treffen: Über die Beziehung zwischen Antiamerikanismus und Antisemitismus.

SZ PlusGastbeitrag von Micha Brumlik

ExklusivHannah Arendt und die Verjährungsfrage
:Gegen den Schlussstrich

Kann die Schuld von NS-Verbrechern verjähren? Die Frage beantwortete die Philosophin Hannah Arendt 1965 eindeutig - in diesem bislang unveröffentlichten Brief.

SZ PlusVon Willi Winkler

Hannah Arendt
:Die Welt so eng

Warum hat die Liebe in der Politik nichts zu suchen? Ein Gespräch mit der Philosophin Juliane Rebentisch über die blinden Flecken Hannah Arendts - und ihre bleibende Bedeutung.

SZ PlusInterview von Miryam Schellbach

Tipps für München und Region
:Die Woche von Helmfried von Lüttichau

Eigentlich hatte sich der Schauspieler und Kabarettist auf seinen Auftritt im Lustspielhaus gefreut. Doch der wurde verschoben. Dafür stehen in der Woche 24. bis 30. Januar Filme, Kochen und viel Musik auf seiner Agenda.

NS-Prozesse
:Erfolgreiche Wundertüte

Hannah Arendts Prozessbericht "Eichmann in Jerusalem" löste 1963 einen Eklat aus. Werner Renz erklärt, wie der Bericht zustande kam und was die Überlebenden des Holocaust so sehr daran erzürnte.

Von Robert Probst

Enissa Amani und die AfD
:Sie gibt Rücken

Die Comedy-Künstlerin Enissa Amani geht lieber ins Gefängnis, als eine Strafe wegen Beleidigung eines AfD-Politikers zu zahlen. Ist das nur kalkulierte Aufmerksamkeitsstrategie?

SZ PlusVon Miryam Schellbach

Ausstellung
:Denken im Lichte der Öffentlichkeit

Eine sehenswerte Ausstellung zu Hannah Arendt im Literaturhaus München stellt nicht die Philosophin in den Vordergrund, sondern ihre Rolle als streitbare Intellektuelle.

Von Antje Weber

Ausstellung "Parapolitics"
:Danke, CIA

Mit dem "Kongress für kulturelle Freiheit" wollte der US-Geheimdienst einst Linke auf den rechten Weg bringen. Funfact: Dabei kam viel Gutes heraus.

Von Willi Winkler

Ostdeutsche Literatur
:Die Diktatur der anderen

In der ostdeutschen Literatur nach 1990 gibt es eine Leerstelle, wenn es um die Frage der persönlichen Verantwortung geht. Warum?

SZ PlusVon Felix Stephan

Hannah Arendts Buch über Rahel Varnhagen
:Keine Bleibe in der Wirklichkeit

Die Kritische Edition von Hannah Arendts Biographie über die Salonnière Rahel Varnhagen ist auch ein großes Lehrstück darüber, was es bedeutet, ein echtes Gespräch zu führen.

Von Insa Wilke

Hannah Arendt
:Dem  Irrtum in die Augen schauen

Über die "Denkerin der Stunde" hat Richard J. Bernsteins ein grandioses Buch verfasst.

Von Thomas Meyer

Bücher des Monats
:Erlebnispark Europa

Ilja Leonard Pfeijffers "Grand Hotel Europa" lädt zum Verreisen im Kopf ein. Und der Politikberater Gerald Knaus schafft Abhilfe bei einem Thema, das verlässlich jedes gemütliche Abendessen sprengt. Das sind die Bücher des Monats.

Aus der SZ-Literaturredaktion

MeinungMeinung vs. Fakten
:Die Wahrheit ist unbequem

Globuli, Impfen oder Klimawandel: Wenn die eigene Wahrnehmung zur Wahrheit wird, erübrigt sich jedes Gespräch. Es ist Zeit, Meinungen wieder stärker von Tatsachen zu unterscheiden.

SZ PlusVon Meredith Haaf

Literatur
:Das sind die besten Bücher für den Sommer

Urlaub ohne Lektüre ist wie ein Meer ohne Salz, wie ein See ohne Wasser. Die SZ-Redaktion empfiehlt Bücher für Strand, Berg und Balkon.

Hannah Arendt
:Vom Standpunkt des anderen aus

Jeder hat seine Meinung, schreibt Hannah Arendt in ihrem Buch "Sokrates", aber keiner hat die Wahrheit. Die Verteidigung der Pluralität als Ursprung der Politik, das ist hochaktuell in Pegida-Zeiten.

Von Rainer Erlinger

Aufsatz von Hannah Arendt
:Wir Flüchtlinge

Sie haben ihren Alltag und ihre Sprache verloren: "Wir Flüchtlinge" von Hannah Arendt stammt von 1943, er lohnt die erneute Lektüre.

Von Volker Breidecker

Google-Doodle-Wissen
:Hannah Arendt und die falsche Rosa Luxemburg

Von Thomas Mann hielt Hannah Arendt ziemlich wenig - das legt ein abfälliges Zitat nahe. Rosa Luxemburg war der Publizistin, deren Berichte vom Eichmann-Prozess bei vielen Beobachtern auf Ablehnung stießen, da schon näher.

Von Tobias Dorfer

Darstellung von Hannah Arendt im Kino
:Wie ein Fels im Shitstorm

Margarethe von Trotta schlägt sich in ihrem Film "Hannah Arendt" konsequent auf die Seite der porträtierten Heldin. Zeitgenössische Kritik an der Intellektuellen und ihrer These von der "Banalität des Bösen" erfährt der Zuschauer als unzulässige Diffamierung. Wird dies dem Mythos gerecht?

Von Christoph David Piorkowski

"Hannah Arendt" im Kino
:Gedanken im Brennspiegel

Der Dialog ist die Action: Margarethe von Trottas neuer Film "Hannah Arendt" mit Barbara Sukowa ist wortlastig - und trotzdem dramatisch. Einwände, die man immer wieder vorbringen möchte, verflüchtigen sich.

Von Rainer Gansera

SZ Jetztjetzt.de-Wochenvorschau
:Hannah Arendt und die letzten Weihnachtsbäume

Die zweite Woche des Jahres bricht an und ist voller wichtiger Termine. Vom Kinofilm über die große Philosophin des 20. Jahrhunderts über die Oscarnominierungen bis hin zur Stationierung deutscher Soldaten in der Türkei - was in den kommenden Tagen wichtig wird, verrät die Wochenvorschau.

Von Charlotte Haunhorst

Deutsche Nominierungen für den Oscar 2013
:Mit der DDR Staat machen

Faszination Diktatur: Den letzten Auslandsoscar für Deutschland holte Florian Henckel von Donnersmarck mit dem Stasi-Film "Das Leben der Anderen". 2013 bewerben sich acht deutsche Filme und wieder ist die autoritäre Vergangenheit des Landes das vorrangige Thema. Welchen Film sollten die Experten für Los Angeles vorschlagen?

Kandidaten in Bildern

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