Kernkraftwerk Grohnde
Atomausstieg

Der Kampf um die Atomkraft hat gerade erst begonnen

Der Streit um den Atomausstieg ist beigelegt, schön und gut. Aber das Gift wirkt weiterhin und ein Endlager ist noch immer nicht gefunden. Jetzt erst beginnt der eigentliche Kraftakt.

Kommentar von Michael Bauchmüller

Erkundungsbergwerk Gorleben
Gorleben

Ballast im Schacht

Im kommenden Monat soll die Endlagerkommission ihren Schlussbericht vorlegen. Doch kurz vor dem Ende ihrer Arbeit holt sie eine alte Diskussion ein: Ist der Salzstock im Wendland als Atommüll-Lager tabu? Der Streit spaltet die Experten.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Stilllegungsphase im Atommüllendlager Morsleben dauert an
Atommüll

Müllkippen für die Ewigkeit

Weltweit haben sich gigantische Mengen Atommüll aufgetürmt - doch niemand will sie haben. Anders in Schweden: Dort konkurrierten zwei Städte darum, zur Endlagerstätte zu werden.

Von Christoph Behrens

Gorleben
Kampf einer Kommune

Freudestrahlen in Gorleben

Eine Gemeinde, die bundesweit vor allem für ein Atommüll-Lager, Castor-Transporte und Proteste bekannt ist, verkauft ihren Grund und Boden - zu erstaunlichen Preisen.

Von Peter Burghardt, Gorleben

Streit über Atommüll-Zwischenlagerung

Bayern droht mit dem Scheitern der gesamten Energiewende

Atommüll auch an der Isar: Bundesumweltministerin Hendricks legt ein Konzept vor, wo Castoren zwischengelagert werden sollen. Die bayerische Staatskanzlei nennt das "politisch unklug und dreist".

Atommüll-Endlagersuche
Atomkraft

Eon zieht wegen Gorleben-Aus vor das Verfassungsgericht

In Frankreich und Großbritannien warten 26 Behälter mit Atommüll auf ihren Transport nach Deutschland. Doch niemand weiß so recht, wohin damit, seit das Endlager in Gorleben dicht ist. Eon will für einen neuen Standort nicht zahlen.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Atomkraftwerk Grohnde
Atomausstieg

Tarnen und täuschen

Soll der Staat nun wirklich die Abwicklung der Atomkraftwerke übernehmen, mit denen die Energiekonzerne jahrzehntelang gute Geschäfte gemacht haben? Die Debatte darüber zeigt vor allem: Die Manager flüchten aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.

Ein Kommentar von Markus Balser

Anti-Atomkraftdemonstration vor dem Reichstag
Suche nach Endlager für Nuklearmüll

Atomarer Spaltpilz

Lange kämpften sie Seite an Seite: die Grünen und die Ökogruppen. Jetzt soll eine Kommission nach einer Alternative zum Endlager Gorleben suchen, doch Umweltverbände wie Greenpeace verweigern die Teilnahme. Für die Grünen ist das misslich.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Debatte um Atommüll-Endlager

Oettingers neue Tiefgarage

Das fehlte gerade noch: EU-Kommissar Günther Oettinger sagt, die Gesteine in Süddeutschland seien für ein Atommüll-Endlager tauglich - einfach so. Fachlich mag das stimmen, der Debatte tut das aber nicht gut.

Von Marlene Weiss

Atom-Endlager Morsleben
Atommüll

Kompromiss bei Endlagersuche

Kurz vor den entscheidenden Verhandlungen über die Suche nach einem atomaren Endlager gibt es einen Kompromissvorschlag aus dem Bundesumweltministerium, mit dem auch die Länder leben könnten. Die Entscheidung über die künftigen Castor-Zwischenlager würde demnach erst einmal vertagt - auf die Zeit nach der Bundestagswahl.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Lagerung von Atommüll

Zoff um Zwischenlager könnte Endlagergesetz kippen

SPD und Grüne sprechen von einer "Provokation", Union und Liberale mauern: Die Suche nach Zwischenlagern für Castor-Transporte wird immer schwieriger. Doch ohne eine Lösung droht der mühsam ausgehandelte Konsens zur Endlagersuche zu scheitern. Heute trifft sich Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Protest gegen Castor-Transport

Linke-Politiker Dehm wegen "Schotter"-Aufruf verurteilt

Der Bundestagsabgeordnete Dieter Dehm von der Linken hatte einen Aufruf zum massenhaften Herauswühlen von Schottersteinen entlang der Castor-Strecke unterzeichnet. Nun hat ihn das Amtsgericht Lüneburg deswegen zu einer Geldstrafe verurteilt. Dehm will bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen.

Atommüll-Endlagersuche
Endlagersuche

Stunde des Ungehorsams

Der Tag nach dem Endlagerkonsens sieht so aus: Die Kanzlerin ist beglückt, Experten gratulieren. Doch die Betroffenen formieren sich zum Widerstand. Und auch die Atomindustrie stellt sich quer.

Von Michael Bauchmüller und Christopher Schrader, Berlin

Zeitung: Bund erforscht Gorleben nicht weiter als Atom-Endlager
Alternativen zu Gorleben

Bund und Länder wollen bis 2031 neues Atommüll-Endlager finden

Alles auf neu: Mehr als 30 Jahre konzentrierte sich die Suche nach einem Endlager für radioaktiven Abfall auf den Salzstock Gorleben. Jetzt haben sich Bund und Länder nach quälend langen Verhandlungen darauf geeinigt, das Verfahren komplett neu zu starten.

Aus dem niedersächsischen Salzstock Gorleben könnte ein Atom-Endlager werden.
Atomausstieg

Endlagersuche, die dritte

Der Ausstieg ist beschlossen, aber das strahlende Erbe der Kernenergie bleibt: An diesem Dienstag wollen Bund und Länder den zermürbenden Streit um Gorleben hinter sich lassen - beginnen soll eine neue, einvernehmliche Suche nach einem Endlager. Aber wo soll gesucht werden? Wann gäbe es ein neues Endlager? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Niedersachsen Asse Räumung Stephan Weil Atommüll Gorleben
Ministerpräsident in Niedersachsen

Weil will Atommülllager Asse räumen lassen

Tausende Fässer Atommüll lagern dort, wo sie nie hätten sein dürfen: Nun will der neue niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil das marode Atommülllager im Bergwerk Asse II räumen lassen. Doch die Bergung ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Atommüll Endlager Gorleben
Erkundungsstopp in Gorleben

Wo das Gift der Geschichte lagert

Der Stopp der Erkundungsarbeiten in Gorleben ist nicht das Ende des Projekts. Aber es ist das Signal, das die stockenden Verhandlungen über eine neue Endlagersuche brauchten. Denn ohne ordentliches Suchverfahren wird es nie eine halbwegs akzeptierte Lösung geben.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Atommüll-Endlagersuche - Gorleben
Atommüll in Deutschland

Warum die Endlagersuche im Fiasko zu enden droht

Der Neustart bei der Suche nach einem Endlager für Atommüll war überfällig, doch er droht zu einem Fiasko historischen Ausmaßes zu werden: Eine größtmögliche Koalition aus Bund und Ländern, aus Regierung und Opposition ist gerade im Begriff, aus wahlkampftaktischen Gründen alles zu vermasseln.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Kanzlerin Merkel Gorleben-Untersuchungsausschuss
Gorleben-Untersuchungsausschuss

Kanzlerin verteidigt Umweltministerin Merkel

Sprachlich vielleicht "noch nicht so perfekt": Die Bundeskanzlerin wehrt sich vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss gegen den Vorwurf, gelogen zu haben, und rechtfertigt ihr Vorgehen als Kohls Umweltministerin. Die Opposition wirft ihr dagegen vor, jeden Zweifel gegen Gorleben ausgeräumt und sich einseitig auf den Standort festgelegt zu haben.

Zehn-Punkte-Programm des Umweltministers

Opposition wirft Altmaier Augenwischerei vor

Den Oppositionsparteien geht das Programm zur Energiewende von Bundesumweltminister Altmaier nicht weit genug. Die SPD sorgt sich um die Kosten für Privatleute, die Grünen verlangen ein deutlicheres Bekenntnis zum Klimaschutz. Auch bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager deutet sich neuer Streit an.

Aus dem niedersächsischen Salzstock Gorleben könnte ein Atom-Endlager werden.
Treffen zu Atom-Endlager Gorleben

Bodenlose Diskussion

Umweltminister Röttgen lädt zum Treffen über das strittige Atom-Endlager Gorleben - und schon vor der Runde ist deutlich, dass eine Einigung oder Annäherung eine Herkulesaufgabe ist. In der SPD jedenfalls wird mit einem Endlager im Jahr 2040 gerechnet - wenn alles gut läuft.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Atommuelllager Asse
Konzept für Atommüll

Grüne legen Plan für Endlagersuche vor

Bis 2016 wollen die Grünen vier potentielle Standorte zur Lagerung von Atommüll finden. Die Bundestagsfraktion nennt in einem neuen Konzept konkrete Schritte zur Endlagersuche - und will Gorleben dabei außen vor lassen.

Seit 2010 im Amt: Niedersachsens Ministerpraesident David McAllister (CDU)
Suche nach Atomlager

McAllister will Gorleben-Erkundung 2013 stoppen

Niedersachsens Ministerpräsident McAllister will den Weg für eine bundesweite Suche nach einem neuen Atommüllendlager ebnen. Atomgegner bereiten sich derweil auf den nächsten Castor-Transport vor.

Mutmaßlicher Anstifter vor Gericht
Politik kompakt

Neonazi muss nach Brandanschlag ins Gefängnis

Knapp zwei Jahre nach dem Brandanschlag auf das Haus der Demokratie in Zossen sind die Täter verurteilt. Der Anstifter - ein überzeugter Neonazi - muss ins Gefängnis. Doch er akzeptiert das Urteil nicht.

Kurzmeldungen im Überblick

Castor-Transport
Proteste gegen Atommüll-Transport

Castor-Transport in Gorleben angekommen

Die letzte Etappe ist geschafft: Der bisher längste und teuerste Castor-Transport ist in Gorleben angekommen. Bis zum Schluss haben Atomkraftgegner erbitterten Widerstand geleistet - zwei Demonstranten war es gelungen, die Behälter kurz vor ihrem Ziel nochmals aufzuhalten. Der Polizeieinsatz war massiv, Hunderte wurden verletzt.