Beobachtungen am Bildschirm: Holger Gertz verfolgt die Olympischen Spiele in Peking im Fernsehen.
Zum Abschluss der Spiele - und dieser Kolumne: Was die seltenen Einblicke hinter den Glitzer von Peking mit einem sehr alten Neil-Young-Song zu tun haben.
Von Holger Gertz
Eine halbe Milliarde Chinesen vorm TV, aber wie steht es um das Publikum in Tonga? Über die Einschaltquote als ewige Königin Olympias.
Wenn Olympia zu Ende geht, weinen die Leute davonfliegenden Träumen hinterher - manchmal sogar davonfliegenden Bären.
Wer will, der kann im Ersten und Zweiten einiges erfahren über Uiguren, Tibeter und das Elend hinter der olympischen Fassade.
Wer an die Liebe nicht mehr glauben mag, der kann immer noch an die Liebe der deutschen Bobreporter zu Francesco Friedrich glauben.
Beim Zappen und Scrollen lernt man Olympias Kompromissformel: Man genießt den Moment, wenn das Ganze schwer genießbar ist.
Wie quer alles liegt, bei Olympia in Peking: Wenn bei Winterspielen Schnee fällt, ist das eine TV-Sensation.
Die Eisläuferin Kamila Walijewa beim Training, ein flüchtiger TV-Moment. Aber dahinter die alte Geschichte von schutzlosen Sportlerinnen, die immer neu erzählt wird.
Man kann sich ziemlich schlecht fühlen gerade, auch bei diesen sogenannten Spielen. Dagegen kann sogar der ZDF-Drache wenig ausrichten.
Niemand simst dem Dalai Lama: Inzwischen haben sich viele Blasenbewohner in der Blase ganz muggelig eingerichtet.
Klassische Nachtmomente gab's noch nicht bei Olympia, dafür einen Morgendämmerungsaugenblick. Aber auch nur fast.
Wer den Curlern am Fernsehen ein Match lang zuhört, glaubt sie zu kennen. Denn Schweigen ist Silber, Reden ist Gold.
Olympia war immer ein Ort, an dem Menschen übers Ziel hinaus schossen. Diesmal ist das anders.
Womit hat Peking einen Song wie das ARD-Olympia-Lied von Helene Fischer verdient?
Der ARD-Skisprung-Experte Hannawald kramt vergessenes Zeug aus dem Sprachbaukasten.