Olaf Scholz vor der Hamburgischen Bürgerschaft
Krawalle in Hamburg

Scholz bittet Hamburg um Entschuldigung

In einer Rede räumt der Bürgermeister Versäumnisse ein. Er sagt aber auch: Die Entscheidung für den Gipfel war richtig. Das Wort "Rücktritt" fällt nicht.

Von Julia Ley

Protesters March During The G20 Summit
G-20-Gipfel

Steine von Dach im Schanzenviertel geworfen: Verdächtige wieder frei

In der Nacht zum 8. Juli flogen am Hamburger Schulterblatt Steine von einem Hausdach auf Polizisten. Es gab 13 Festnahmen - doch nicht einen Haftbefehl. Die Justiz sagt, sie habe vor einer "praktisch nicht mehr zu lösenden Situation" gestanden.

Außenminister Gabriel
Koalitionsstreit

Gabriel attackiert Merkel

Nach den G-20-Krawallen überzieht der Außenminister die Kanzlerin mit schwerer Kritik. Der Union wirft er "ein bisher nicht gekanntes Maß an Verlogenheit" vor.

Von Stefan Braun, Berlin

G20-Gipfel · 1. Arbeitssitzung
jetzt
G-20-Gipfel

"Das kommt einem Berufsverbot gleich"

Björn Kietzmann und Chris Grodotzki wurde die G-20-Akkreditierung entzogen. Beide vermuten einen Zusammenhang mit ihrer kritischen Türkeiberichterstattung.

Protokolle von Eva Hoffmann

Medienzentrum beim G-20-Gipfel in Hamburg
Entzogene Akkreditierungen

Schwarze Liste bei G 20: Journalisten arbeiteten in türkischen Kurdengebieten

Beim G-20-Gipfel wurde 32 akkreditierten Journalisten unvermittelt der Zugang verwehrt. Die Begründung: Sie seien ein "Sicherheitsrisiko". Die Frage ist nur: für wen?

Von Ronen Steinke und Cerstin Gammelin

G-20-Gipfel

Mehr als gescheitert

Die politische Bilanz des G-20-Gipfels in Hamburg ist mager. Dafür gab es maximale Aufregung wegen der Krawalle und Plünderungen. Leserinnen und Leser bewerten den Gipfel insgesamt eher negativ. Gewalt ist für sie nicht tolerierbar.

G20 / Schwarze Liste Journalisten
G-20-Gipfel in Hamburg

Sperrbezirk

32 akkreditieren Journalisten wurde der Zugang verwehrt - weil sie ein "Sicherheitsrisiko" seien. Die Frage ist nur: Für wen? Merkels Sprecher Seibert hat die Entscheidung wohl mitgetragen.

Von Cerstin Gammelin und Ronen Steinke

Lokführerstreik
SZ Espresso

Der Tag kompakt

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Leila Al-Serori

Vor dem G20-Gipfel - Seibert und Schmidt
Entzogene G-20-Akkreditierungen

Seibert: G-20-Zugänge aufgrund deutscher Erkenntnisse verweigert

Journalisten wurde die Zulassung zum G-20-Gipfel entzogen - offenbar nicht nach Hinweisen aus der Türkei, wie ein Vorwurf lautet. Regierungssprecher Seibert beruft sich auf Sicherheitsbedenken.

Donald Trump, Vladimir Putin
Duell der Weltmächte

Warum Putin Trump überlegen ist

Der russische Präsident hat in seiner Geheimdienstausbildung gelernt, die Schwachstellen des Gegners zu nutzen. Das könnte dem US-Präsidenten zum Verhängnis werden.

Kommentar von Sacha Batthyany

Pk der Polizei zur Bilanz der G20-Tage
Nach G-20-Ausschreitungen

Scholz räumt ein: "Ja, ich schäme mich"

Hamburgs Erster Bürgermeister nennt die G-20-Ausschreitungen "schwer erträglich". Einen Rücktritt schließt er weiterhin aus.

G20-Gipfel - Schäden im Schanzenviertel
G-20-Gipfel in Hamburg

G-20-Gipfel hätte gegen Krawall-Schäden versichert werden können

Zum G-7-Gipfel in Elmau vor zwei Jahren hatte der Bund eine entsprechende Police abgeschlossen. Für Hamburg hielt man eine solche Versicherung wohl für unnötig.

Von Herbert Fromme

IhreSZ Flexi-Modul Header
Leserdiskussion

Linke Gewalt - ein unterschätztes Problem?

Europas Linke denken und leben heute überwiegend pazifistisch. Bei Linksradikalen jedoch ist die Militanz ein Teil der Identität geblieben - das zeigte sich erst wieder beim G-20-Gipfel in Hamburg. Kritiker werfen der linken Szene eine fehlende Distanzierung von der Gewalt vor.

Bild-Chef Julian Reichelt
Mutmaßliche G-20-Täter am Pranger

Alle mal hersehen

Die "Bild"-Zeitung veröffentlicht auf der Titelseite Fotos von mutmaßlichen G-20-Tätern und erntet Kritik, weil man ohne Absprache mit den Behörden Menschen an den Pranger stelle. Beim Verlag ist man mit der Geschichte trotzdem zufrieden.

Von Karoline Meta Beisel und Katharina Riehl

G20-Gipfel - Auseinandersetzungen
Krawalle bei G-20-Gipfel

Maas bittet EU-Partner um schnelle Hilfe bei der Fahndung nach Gewalttätern

Rechtshilfeersuchen sollten zügig bearbeitet, Haftbefehle rasch vollstreckt werden, schrieb der Justizminister einem Medienbericht zufolge an die EU-Kollegen. Mehr als 50 Verdächtige sitzen bereits in U-Haft - viele davon kommen aus dem Ausland.

Welthandel und Protektionismus

Stahl-Streit mit Trump vertagt

Wenn die USA Strafzölle auf Stahl-Importe verhängen, droht ein weltweiter Handelskrieg, bei dem auch die EU mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren müsste. Die G-20-Einigung lässt hoffen, dass es nicht so weit kommt.

Von Nikolaus Piper

Bernd Bürger
Polizeieinsatz beim G-20-Gipfel

Noch einmal Hamburg? "Nee, danke"

Bernd Bürger war mit seinen 130 Bereitschaftspolizisten im Dauereinsatz beim G-20-Gipfel. Was dabei mit einem geschehe, sei völlig verrückt. Ein Gespräch über eine lebensgefährliche Aufgabe.

Interview von Jan Heidtmann

GERMANY - G20- SUMMIT - PROTEST
Autonome

Selbstverwirklichung - nur einen Steinwurf entfernt

Sie sind jung, irgendwie links und im Zweifel gegen alles. Warum schwarz vermummte Randalierer Gewalt als einen Akt der Befreiung verstehen.

Von Bernd Kastner

G-20-Proteste in Hamburg
jetzt
G-20-Gipfel in Hamburg

Wir haben diesen G-20-Gipfel verdient

Weil wir erst hinschauen, wenn es kracht. Fast scheinen wir froh, über sinnlose Gewalt und nicht über komplizierte Politik reden zu müssen.

Kommentar von Friedemann Karig

G20 Gipfel - Proteste
G-20-Gipfel

Man darf linke Gewalt nicht verharmlosen

Viele seriöse G-20-Gegner sind zu wenig auf Abstand zum linken Mob gegangen. Dessen Taten haben nichts mit gerechtem Zorn zu tun.

Kommentar von Matthias Drobinski

03:33
global betrachtet

Die Krawalle haben die Inhalte verdrängt

Die dröge Sprache der Politiker kann mit den Bildern der Proteste nicht mithalten. Doch was inhaltlich auf dem G-20-Gipfel passiert ist, ist durchaus bemerkenswert.

Videokommentar von Stefan Kornelius

G20-Gipfel Auseinandersetzungen
Ausschreitungen bei G-20-Gipfel

Die Polizei-Strategen müssen sich hinterfragen

Nach den schweren Ausschreitungen in Hamburg kann man der Polizei für ihren Einsatz danken und dennoch ihre Taktik kritisieren. Das ist auch im Sinne der Beamten notwendig.

Kommentar von Thomas Hummel

G-20-Gipfel

De Maizière: "Das waren keine Demonstranten, das waren kriminelle Chaoten"

Bundesinnenminister de Maizière kritisiert den Gewaltausbruch beim G-20-Gipfel heftig und stellt die Extremisten in eine Reihe mit Neonazis und Islamisten.

G20-Gipfel - Aktivisten
G-20-Ausschreitungen in Hamburg

Europäische Datei für Extremisten nach Krawallen in Hamburg gefordert

Politiker der Union und von der SPD halten eine solche Datenbank für "sehr sinnvoll und unterstützenswert". Auch die Zukunft von linken Zentren wie der Roten Flora soll geprüft werden.

IhreSZ Flexi-Modul Header
Leserdiskussion

G 20: Welche Konsequenzen sollten die Ausschreitungen nach sich ziehen?

Nach den gewalttätigen G-20-Protesten in Hamburg fordert die Opposition den Rücktritt von Bürgermeister Olaf Scholz. Daneben wird eine europaweite Datei für Linksextreme diskutiert - und ob Autonomen-Zentren wie die Rote Flora weiter geduldet werden können.