:Alle Geiseln sind zurück, doch Gazas Zukunft ist ungewiss
Der Fund des toten Ran Gvili, der letzten Geisel der Hamas, ist ein bewegender Moment für Israel – und könnte auch einen Fortschritt in Trumps Friedensplan bedeuten. Inwieweit dieser tatsächlich umgesetzt wird, ist unsicher.
MeinungNaher Osten
:Die Technokraten werden Gaza helfen, nicht Trumps seltsamer Friedensrat
Der amerikanische Präsident will eine Art Aufsichtsrat der Länder der Welt ins Leben rufen. Wer dauerhaft dabei sein möchte, soll eine Milliarde Dollar zahlen. Dabei ist ein anderes Gremium viel nützlicher.
Nahost
:Dauerhafter Sitz in Trumps „Friedensrat“ soll eine Milliarde Dollar kosten
Der Rat soll sich eigentlich mit dem Wiederaufbau Gazas beschäftigen, jetzt scheinen die Ziele doch breiter gestreut zu sein. Mehrere Staatschefs haben Einladungen erhalten. Die Besetzung eines untergeordneten Exekutiv-Gremiums verärgert Israels Premier Netanjahu.
Ukrainekrieg
:Schicksalstage in Berlin
Bei den Verhandlungen in Berlin steht Europa an der Seite der Ukraine. Denn Trumps Männer sind keine Verbündeten mehr. Es sind Leute, vor denen Merz den ukrainischen Präsidenten gern schützen würde.
Habermas-Gastbeitrag
:Was ist die Gefahr? Was die Antwort?
Der Philosoph Jürgen Habermas plädiert in der SZ für ein geeintes Europa als Antwort auf die Krisen der Weltpolitik. Die Leserinnen und Leser haben verschiedene Anmerkungen zu seinem Gastbeitrag.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Trumps Ukraine-Plan: Make money, not war
Geschäfte mit Russland sind der eigentliche Zweck der amerikanisch-russischen Gespräche über die Ukraine.
Ukraine
:„Das Land steht vor einem der schwersten Momente in seiner Geschichte“
Schon wieder wird die Ukraine von der US-Regierung zu einem Plan für einen Frieden gedrängt, der eher eine Kapitulation bedeutet. Ein Dilemma für Präsident Selenskij – wie viel Spielraum hat er? In einer dramatischen Videobotschaft wendet er sich an die Ukrainer.
Russland, Ukraine
:Welcher Frieden wäre realistisch?
Leserinnen- und Leserkommentare zu einer europäischen Friedensordnung jenseits des Ukraine-Krieges.
Museum in Berlin
:So sieht der Krieg aus
Seit 1925 versucht ein kleines Museum in Berlin, die Menschen vom Pazifismus zu überzeugen. Krieg ist entsetzlich. Aber was tun gegen einen Aggressor wie Putin?
Meinung„Friedensdenkschrift“
:Die evangelische Kirche macht Pazifisten zu Zaungästen
Natürlich wird man Putin nicht mit Liedern und Kerzen an seinem Aggressionskurs hindern können. Doch in diesem Text kommt einiges zu kurz.
MeinungNahost-Konflikt
:Wenn Frieden es hier schaffen kann, kann er es überall schaffen
Auch wenn die Kämpfe in Gaza nach den Ankündigungen von Benjamin Netanjahu wieder aufzuflammen drohen: Die Friedensverträge der Region sind besser als ihr Ruf. Die Entscheider von heute sollten sich daran erinnern.
Friedenspreis an Karl Schlögel
:„Von der Ukraine lernen, heißt furchtlos und tapfer sein“
Der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel erhält in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – und hält eine aufrüttelnde Rede über den Krieg.
MeinungFriedenshoffnung in Nahost
:Findet Netanjahu eine Exit-Strategie aus dem Krieg – und will er sie überhaupt?
Der Friedensplan der USA setzt Israel und die islamistische Hamas unter enormen Druck. Und womöglich kann es sich die Regierung in Jerusalem diesmal nicht leisten, die Amerikaner zu verärgern.
Right Livelihood Award
:Alternativer Nobelpreis für Aktivisten aus Asien und Afrika
Der Preis wird seit 1980 an Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise für Klima- und Umweltschutz, Menschenrechte, Gerechtigkeit und Frieden einsetzen.
MeinungKrieg in Gaza
:Trump besinnt sich auf die Rolle der USA als Ordnungsmacht im Nahen Osten – vielleicht
Der Friedensplan des US-Präsidenten dürfte nicht nach dem Geschmack des israelischen Regierungschefs Netanjahu sein. Doch das Vorhaben, das einen „der großartigsten Tage der Zivilisation“ (Trump) bringen soll, hat viele Tücken.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:BSW-Demo: Schwarz-rot-goldene Friedenstauben
Wer auf der Demonstration gegen den Gaza-Krieg in Berlin geredet hat, wer sie besucht hat und was die Teilnehmer bewegt.
MeinungVerteidigungspolitik
:Bombenstimmung: Europa sucht sein Heil in Atomwaffen
Ihr Zerstörungspotenzial ist apokalyptisch. Doch achtzig Jahre nach Hiroshima ist die Gefahr eines nuklearen Krieges nicht geschwunden, sondern gewachsen. Auf der Suche nach Friedensklugheit.
MeinungSicherheitspolitik
:Der Pazifismus ist nicht tot, sondern nötiger denn je
Hilft gegen Russlands Feldzug nichts anderes als Aufrüsten, gegen Irans nukleare Träume nur noch die Zerstörung der Atomanlagen? Hinter solchen Ratschlägen steht ein großes Missverständnis.
MeinungPrantls Blick
:Wie die SPD wieder eine kluge Partei werden könnte
Die SPD hat eine lange Tradition als Friedenspartei. Doch auch sie denkt allein in Abschreckungskategorien, lässt abweichende Meinungen kaum zu. Das Ringen darum, wie „Frieden schaffen“ geht, braucht Raum – zum Beispiel auf dem Parteitag am kommenden Wochenende.
Kinderbücher
:Politik mit und ohne Blabla
Hass und Vorurteile erleben oft schon Kinder. Ein paar Bücher für jedes Alter versuchen, mit wunderbaren Bildern und Ideen dagegen stark zu machen – ohne zu bevormunden.
MeinungPismestrovic
:Fachkräftemangel bei Friedenstauben
Aktuelles Lexikon
:Sipri
Abkürzung für ein Institut von Friedensforschern, die der Welt gerade wieder vorrechnen, wie viel Geld diese für Waffen ausgibt.
SZ MagazinFragebogen zur Zeitenwende
:Kennen Sie den Weg zum nächsten Bunker?
Frieden und Freiheit sind gefährdet wie lange nicht. Aber was heißt das für jede Einzelne und jeden Einzelnen? Wir haben 25 Fragen gesammelt, die Sie sich jetzt ehrlich beantworten sollten.
Russland
:Kommt der Kreml mit Frieden überhaupt zurecht?
Moskau reagiert verhalten auf die Initiative zur Waffenruhe. Ein Ende des Kriegs könnte negative Folgen haben für die Wirtschaft, und der Staat müsste die Repressionen aufrechterhalten, um seine Kontrolle nicht zu verlieren.
Kurden in Syrien
:„Ziehen die Amerikaner ab, fürchte ich Unruhen“
Mazloum Abdi befehligt die „Demokratischen Kräfte Syriens“, sie kontrollieren den Norden und Osten Syriens und waren maßgeblich im Kampf gegen den IS. Er spricht darüber, was ein Abzug der US-Truppen aus der Region bedeuten würde – und über die Friedensbotschaft des PKK-Führers Öcalan.
Kurden
:PKK-Anführer Öcalan fordert Ende des Kampfs gegen die Türkei
Der inhaftierte Gründer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei ruft deren Mitglieder dazu auf, die Waffen niederzulegen und alle Gruppen aufzulösen. Das wäre das Ende eines mehr als 40-jährigen blutigen Konflikts.
MeinungPrantls Blick
:Lovely Rita, lonely Rita
Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth wird am Montag 88 Jahre alt. Sie hat ihren Christdemokraten den Feminismus und ein Stück Liberalität beizubringen versucht. Aber der Merz-CDU fehlt der feine Geist der alten Dame.
Der Papst und sein Wirken
:Friede sei mit euch
Wofür steht Papst Franziskus? Wenn es nach ihm geht: vor allem für Pazifismus. Eindrücke von seiner praktischen Friedensmission.
MeinungBundestagswahlkampf
:In Umfragen wird Merz längst zum neuen Kanzler ausgerufen. Aber er sollte sich nicht zu früh freuen
Sicherheiten und Unsicherheiten: Über die Frage, wer zuletzt lachen wird bei der Bundestagswahl – Friedrich Merz oder Olaf Scholz.
Team Trump
:Der Sondergesandte mit dem Plan
Keith Kellogg soll für Donald Trump mit der Ukraine und Russland verhandeln. Was bedeutet die Nominierung des früheren Drei-Sterne-Generals für Europa?
SZ MagazinSagen Sie jetzt nichts
:Ihr Vater ist Ukrainer. Was haben Sie von ihm gelernt, Vassili Golod?
Der ARD-Korrespondent in Kyjiw im Interview ohne Worte über sein Gespräch mit Wolodymyr Selenskyj, seine Botschaft an Putin und seinen Rap-Podcast.
MeinungKrieg in Nahost
:Netanjahu feiert einen gefährlichen Triumph
Die Waffenruhe in Libanon ist ein erster Schritt, aber noch kein Frieden. Den gibt es nur, wenn ihn auch wirklich alle wollen. Und danach sieht es weiterhin nicht aus.
David Grossman im NS-Dokuzentrum in München
:Das denkende Herz
Voller Trauer und Empathie erzählt der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist David Grossman vom Leben nach dem 7. Oktober. Erst ein Jahr danach könne er wieder schreiben – und empfinde Freude daran.
Oslo
:Friedensnobelpreis geht an japanische Anti-Atomwaffen-Organisation Nihon Hidankyo
Die Organisation wird damit für ihren Einsatz für eine Welt frei von Atomwaffen geehrt. Das teilt das norwegische Nobelkomitee in Oslo mit.
MeinungPrantls Blick
:Weil Sisyphos erschossen wurde
Wie die Hoffnung aus dem Nahen Osten verschwand und wie an ihre Stelle die Eskalation der Gewalt trat. Wo sind die Knotenlöser?
Linkes Plädoyer „Worte statt Waffen“
:Der Friedenspfad, der an Russlands Grenze endet
Der Linkenpolitiker Jan van Aken weiß viel über internationale Konflikte. Aber über den Imperator im Kreml weiß er zu wenig, als dass seine Skizzen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine realistisch sein könnten.
Austausch mit Benjamin Idriz
:„Der Frieden ist heilig“
Der Tag der offenen Moschee in Penzberg steht unter dem Motto „Life Matters: Jedes Leben zählt“. Bei den Begegnungen kommt es zu Gesprächen über den Islam, die Situation in Nahost und den brennenden Wunsch nach Waffenruhe.
Meinungstoleranz statt Spaltung
:Respekt und Aufklärung als Rezept gegen Dogmatiker
Für einen friedvollen und gelingenden gesellschaftlichen Diskurs kann man von der griechischen Antike lernen. Ein Auftrag für Schulen und Universitäten.
Prantls Blick
:Krieg, Terror und wächserne Nasen
Religion soll Frieden stiften, nicht Gewalt säen – in der Ukraine und im Nahen Osten. Eine Hoffnung wider den Augenschein.
MeinungUkraine
:Selenskij bringt vor der Welt den letzten Mut der Verzweiflung auf
Der ukrainische Präsident wirbt für eine Siegesstrategie. Allein: Glaubt Joe Biden daran? Ist der Ukraine noch zu helfen? Zur Frage, ab wann es für Russland nichts mehr zu gewinnen gibt.
MeinungParteien
:Das BSW könnte eine Bereicherung sein. Doch die Partei folgt ihrer Chefin blindlings in jede Sackgasse
Sahra Wagenknecht erklärt, wie sie in der Ukraine Frieden schaffen will. Ihre Pläne sind verstörend – und Ausdruck einer vergebenen Chance.
Wahl in Sachsen und Thüringen
:Migration, Frieden. Und sonst so?
Was erwarten die Bürger von der Landespolitik in Dresden und Erfurt? Im Wahlkampf hat das nur am Rande eine Rolle gespielt.
Nahost
:Jordaniens Außenminister sucht den Frieden – und ist der Mann zwischen allen Stühlen
Ayman Safadi fordert eine Waffenruhe in Gaza, andernfalls drohe „der Abgrund des Krieges“. Über einen, der Israel scharf kritisiert – und dessen Land den jüdischen Staat erst im April verteidigt hat.
Raketendebatte in der SPD
:Die Entfremdung
Olaf Scholz und Rolf Mützenich kämpften früher gegen US-Raketen in Deutschland. Nun macht diese Frage den Kanzler und den SPD-Fraktionschef zu Gegenspielern. Besuch bei einem einstigen Weggefährten, der sich wundert.
BSW und Linke
:Man kennt und schätzte sich
Vor den Wahlen im Osten kämpft die Linke mit dem Bedeutungsverlust, während das Bündnis Sahra Wagenknecht in Umfragen triumphiert. Die Gemeinsamkeiten sind groß, und genau da wird es kompliziert.
MeinungUkraine-Konferenz
:Das wichtigste Ergebnis: ein Foto
Auf dem Bürgenstock zeigen 90 Staaten, dass sie für einen russischen Diktatfrieden nicht zur Verfügung stehen. Die große Frage ist, wie lange das so bleibt.
Vor der Ukraine-Konferenz
:Wie Moskau Zwietracht sät
Präsident Selenskij will in der Schweiz über einen Friedensplan sprechen. Mehr als 160 Länder waren eingeladen, doch der Kreml tut alles, um möglichst viele von der Konferenz fernzuhalten. Das zeigt, wie wichtig das Treffen ist.
MeinungEuropawahl
:Die Ampel muss sich Sorgen machen
Der Bundeskanzler hat dem Wahlkampf der SPD dezidiert sein Gesicht gegeben, deswegen ist der historische Misserfolg der Partei auch sein eigener. Auch die Regierungskoalition als Ganzes hat schwer verloren. Das lässt Schlüsse zu für die Bundestagswahl 2025.
SZ MagazinDas Beste aus aller Welt
:Ein Sprung über die Schatten der Vergangenheit
Könnte es sein, dass in Europa auch deshalb relativer Friede herrscht, weil es hier früher so viele Kriege gab? Warum sich Erinnerungen und ein Bewusstsein dafür lohnen, dass nichts selbstverständlich ist.
Premiere in der Schauburg
:Menschheitsfragen auf kleinstem Raum
Der clownesken Parabel „Robinson & Crusoe“ gelingt es, große Themen wie Feindschaft und Gemeinsamkeit auf einer Dachschräge zu verhandeln.