Private Flüchtlingsrettungsschiffe

"Plötzlich waren wir die Kriminellen"

Benedikt Funke war Kapitän auf dem privaten Flüchtlingsrettungsschiff "Iuventa". Er spricht über seinen Einsatz, das Leben an Bord und den Stimmungswandel in der Gesellschaft.

Interview von Philipp Bovermann

Privates deutsches Rettungsschiff
Seenotretter im Mittelmeer

Was Italien den Rettern im Mittelmeer vorwirft

Jugendliche Aktivisten, Rechtsextreme und italienische Staatsanwälte streiten über die Rettung von Flüchtlingen in Seenot. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Von Jana Anzlinger

Germany's Social Democratic Party candidate for chancellor Martin Schulz is welcomed as he arrives to visit an immigration centre for unaccompanied minors in Catania
Bundestagswahl

"Präsident Schulz" versucht es in Sizilien mit Hoffnung

Nachdem er die Flüchtlingspolitik zum Wahlkampfthema gemacht hat, reist Martin Schulz nach Italien. Die große Lösung präsentiert er nicht. Aber er hält das Thema auf der Agenda.

Von Christoph Hickmann, Catania

Armed Forces of Malta soldiers carry coffins with the bodies of migrants to an inter-faith burial service at Mater Dei Hospital in Tal-Qroqq
Italien

Mittelmeer-Schlepper wegen hundertfachen Totschlags verurteilt

Bei der schwersten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer kamen 900 Menschen ums Leben. Der Kapitän des havarierten Schiffs muss nun für 18 Jahre ins Gefängnis.

Gianfranco Rosi

"Die Menschen sterben wie die Ratten"

Für seine Doku "Seefeuer" über die Flüchtlingsinsel Lampedusa erhielt Gianfranco Rosi bei der Berlinale den Goldenen Bären. Rosi hat Grauenhaftes gesehen.

Interview von Paul Katzenberger

Marinemissionen vor Europa

Es wird voll im Mittelmeer

Das Mittelmeer ist hoch militarisiert: Acht große Operationen mit Dutzenden Schiffen kämpfen, retten und jagen momentan vor den südlichen Küsten Europas. Ein Überblick.

Von Timo Nicolas

Projekt 'Das Recht auf Widerstand'
jetzt
Kunstaktion

Gesucht: Flüchtlinge, die sich Tigern zum Fraß vorwerfen lassen

Mit einer Protestaktion will das "Zentrum für Politische Schönheit" ein Umdenken in der deutschen Flüchtlingspolitik erzwingen. Wahrscheinlich.

Von Liza Marie Niesmak

Italien

Rätsel über Schleuser-Boss: Ist er es, oder ist er es nicht?

Einer der meist gesuchten Menschenschmuggler der Welt wurde angeblich nach Italien ausgeliefert. Aber jetzt kommen Zweifel auf: Wurde ein Unschuldiger Opfer einer Verwechslung?

Von Oliver Meiler, Rom

66. Berlinale · Preisträger
"Fuocoammare"-Sieg bei der Berlinale

Nicht überraschend, trotzdem richtig

"Fuocoammare" bekommt den goldenen Bären. Die anderen Filme auf der Berlinale hatten gegen die Flüchtlings-Doku keine Chance.

Von Ruth Schneeberger, Berlin


Johannes Bayer ist 27 Jahre alt und rettet Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Er lebt und arbeitet seit fünf Monaten auf der Sea Watch. jetzt.de
jetzt.de
Mittelmeer

"Wir haben ein Boot gefunden"

Johannes Bayer ist 27 Jahre alt und rettet Flüchtlinge aus dem Mittelmeer - 587 alleine in den vergangenen Tagen. Er arbeitet seit fünf Monaten auf der Sea Watch, deren Besatzung dort auf der Suche nach Booten in Seenot ist.

Protokoll von Anke Lübbert

Flüchtlinge im Mittelmeer

98-jähriger Syrer von Fischerboot gerettet

Im Alter von fast 100 Jahren ist der Syrer Ahmad aus seiner Heimat geflohen. Trotz der Strapazen der Überfahrt ist der Mann in guter Verfassung.

Migrants from Sub-Saharian areas receive bottles of water on a rescue boat of Italy's Navy ship San Giorgio after being rescued in open international waters in the Mediterranean Sea between the Italian and the Libyan coasts
Interview
Asylpolitik

Wie die EU Schleusern in die Hände spielt

Mehrere Tausend Euro verdienen Schleuser an jedem Flüchtling. Doch sie sind nicht allein für den Tod der vielen Menschen im Mittelmeer verantwortlich, findet Buchautor Musumeci. Wir alle seien mitschuldig.

Von Karin Janker

Vor Sizilien

Mindestens zehn Flüchtlinge sterben im Mittelmeer

Mehr als sieben Mal rückte die italienische Küstenwache in 24 Stunden aus - zehn Menschen konnte sie nur tot vor der sizilianischen Küste bergen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

 EU-Kommissar Avramopoulos
Drama vor Lampedusa

EU-Flüchtlingskommissar kurz angebunden

Im Mittelmeer erfrieren Flüchtlinge, doch der zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos ist wenig engagiert. Vielleicht liegt es daran, dass er auf einen ganz anderen Posten schielt.

Von Christiane Schlötzer

Analyse
Mittelmeer-Mission von Frontex

Bewachen, nicht Leben retten

Vor Italiens Küste erfrieren 29 Flüchtlinge auf einem Boot. Sie hätten gerettet werden können, sagt die Internationale Organisation für Migration. Doch die Schiffe der EU-Operation Triton sind vor allem dazu da, Europas Grenzen vor illegalen Einwanderern zu schützen.

Von Javier Cáceres

Lampedusa

Mindestens 29 Flüchtlinge erfrieren bei Überfahrt

Mehr als hundert Flüchtlinge versuchen mit einem Boot von Libyen nach Italien zu gelangen. Als die Küstenwache zu Hilfe eilt, sind mindestens 29 von ihnen bereits an Unterkühlung gestorben.

Ezadeen Flüchtlinge
"Ezadeen"

Flüchtlinge zahlten bis zu 8000 Dollar für Überfahrt

Am Donnerstag trieben sie auf dem führerlosen Frachter "Ezadeen" auf Italiens Küste zu, heute haben die 360 Flüchtlinge das Schiff verlassen. Aus ihren Berichten geht hervor: Die Schlepper könnten unter ihnen sein.

Lampedusa
Analyse
Ein Jahr nach dem Flüchtlingsdrama von Lampedusa

Friedhof Mittelmeer

366 Menschen sterben am 3. Oktober 2013 vor der Küste von Lampedusa. Das Entsetzen ist groß; die internationale Politik gelobt, so etwas dürfe sich nicht wiederholen. Und heute? Hilfsorganisationen sprechen von einem grausamen "Überlebenstest" für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer.

Von Felicitas Kock und Barbara Galaktionow

Italian navy rescues migrants
EU-Politik

Amnesty beklagt "Überlebenstest" für Flüchtlinge

Weil es keinen sicheren Landweg gibt, fliehen die meisten Flüchtlinge übers Mittelmeer nach Europa. Doch für die Hoffnung auf Asyl oder Arbeit riskieren sie den Tod durch Ertrinken. Und die einzige Hilfsaktion, "Mare Nostrum", endet bald.

Ende von Mare Nostrum
Ende von "Mare Nostrum"

Kaum noch Hilfe für Flüchtlinge

Diese Woche jährt sich die Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa. Zehntausende hat die italienische Marine seitdem gerettet. Doch die Hilfsaktion läuft aus. Die EU will die Grenzschützer von Frontex beauftragen.

Von Heribert Prantl

Italienische Marine

18 Flüchtlinge sterben vor Lampedusa

73 Flüchtlinge überleben, für 18 kommt die Hilfe zu spät: Die italienische Marine hat südlich der Insel Lampedusa ein Schlauchboot in Seenot entdeckt. Das Schiff hatte einen Motorschaden.

Lampedusa

18 Tote von Flüchtlingsschiff geborgen

Täglich versuchen hunderte Flüchtlinge aus Afrika, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Vor der Küste Lampedusas entdecken italienische Einsatzkräfte auf einem Schiff mit 600 Menschen an Bord etliche Tote; sie sind offenbar erstickt.

Küste vor Südsizilien

Italien rettet Tausende Bootsflüchtlinge

Mehr als 2500 Flüchtlinge haben Italien erreicht - in 17 überfüllten Booten. Die Rettungsaktion dauert an.

Italy rescues 800 migrants off Libya
Flüchtlingsstrom übers Mittelmeer

Ein Meer wie ein Monster

Für viele Afrikaner ist das Mittelmeer im besten Fall ein Hindernis, im schlimmsten Fall ein Grab. Italien fühlt sich vom Flüchtlingsstrom überfordert, in der EU ist das Thema so umstritten wie kaum ein zweites. Dabei ließe sich das Dilemma mit einem Blick in die eigene Geschichte auflösen.

Ein Kommentar von Stefan Ulrich

Mittelmeer

Marine greift 4000 Flüchtlinge vor Lampedusa auf

Nachdem ein Helikopter die Boote entdeckte, startete die italienische Marine eine großangelegte Rettungsaktion vor der italienischen Insel Lampedusa. Innerhalb von 48 Stunden retteten Einsatzkräfte mehrere Tausend Flüchtlinge aus dem Mittelmeer.