Femizid

Steigende Opferzahlen
:Mehr Gewalt gegen Frauen in Bayern

In Partnerschaften und Ehen erleiden Frauen immer wieder Gewalt. Auch Mord und Totschlag sind traurige Realität in Bayern.

SZ am Abend
:Nachrichten vom 11. Mai 2026

Was heute wichtig war.

Von Tobias Bug und Franziska Peer

Femizide in Bayern
:„Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist“

Immer wieder machen Verbrechen an Frauen Schlagzeilen, die als sogenannte Femizide gelten. Doch konkrete Zahlen werden noch immer nicht erfasst.

Femizid in Krailling
:Mann wegen Mordes an seiner Frau angeklagt

Der Familienvater soll im Juni 2025 mit einem Küchenmesser und massiver Gewalt seine 29-jährige Partnerin umgebracht haben, weil sie sich von ihm trennen wollte.

Von Christian Deussing

Opferentschädigung
:Jede Nacht schleicht er sich in ihre Träume

Denise Carstens wurde von ihrem Ex-Partner brutal zusammengeschlagen. Unter den Folgen des Angriffs leidet sie bis heute. Auch, weil sie sich vom Staat, der sie eigentlich schützen sollte, erneut zum Opfer gemacht fühlt.

SZ PlusVon Kerstin Lottritz

MeinungStrafrecht
:Es ist Zeit, dass jeder Femizid als das bestraft wird, was er ist: Mord

Die SPD will im Gesetz klarstellen, wie die Tötung von Frauen aus sexistischen Motiven zu bestrafen ist. Das könnte den Blick der Gerichte für die wahren Hintergründe solcher Verbrechen schärfen.

SZ PlusKommentar von Wolfgang Janisch

Gewalt gegen Frauen
:Sollten Femizide immer als Mord bestraft werden?

SPD und Union wollen beide eine Reform des Mordparagrafen, allerdings auf verschiedene Art. Richter sehen noch ein ganz anderes Problem.

SZ PlusVon Robert Roßmann und Vivien Timmler

„One Billion Rising“
:Tanzen für ein Ende der Gewalt an Frauen

Etwa ein Drittel aller Frauen weltweit erlebt Übergriffe und schlimmen Missbrauch, häufig im häuslichen Umfeld. Wie Kerstin Hof in München mit einer Parade am Valentinstag dagegen ankämpft.

Interview von Sabine Buchwald

Theater
:Countdown zum Mord

Alle zehn Minuten wird irgendwo auf der Welt eine Frau vom Partner oder von Verwandten umgebracht. Am Theater Oberhausen untersucht Nele Schillo das Phänomen Femizid – stimmig und angemessen im Drama „Staubfrau“.

SZ PlusVon Alexander Menden

Gewalt gegen Frauen
:Sollte „Femizid“ ein Straftatbestand sein?

Die SPD-Fraktion im Bundestag will, dass Männer, die Frauen aus frauenfeindlichen Motiven töten, immer als Mörder verurteilt werden.  Was sagt die Union, was fordern Hilfsorganisationen?

SZ PlusVon Ronen Steinke

Mutmaßlicher Femizid
:Mann ersticht Ex-Partnerin in Ingolstadt

Ein Mann attackiert seine frühere Partnerin auf einer Straße mit einem Küchenmesser und verletzt sie tödlich. Die Ermittlungen laufen am Wochenende weiter.

Bluttat
:Gedenken an den Femizid in Krailling

Der Frauennotruf im Landkreis Starnberg erinnert am Totensonntag an den Mord im Juni, bei dem ein Mann seine Ehefrau mit etlichen Messerstichen umbrachte. Die Beratungsstelle hält die Überwachung mit elektronischen Fußfesseln in Hochrisikofällen für notwendig.

Von Christian Deussing

Kriminalität
:Frauenfeindliche Straftaten nehmen zu

Deutschland hat ein wachsendes Problem mit Gewalt gegen Frauen. Innenminister Dobrindt und Frauenministerin Prien versprechen mehr Präventionsarbeit.

SZ PlusVon Valerie Höhne

Italien
:Bloß nicht zu viel Sexualkunde

Angst vor „Indoktrinierung“ und „Gendertheorien“: An Schulen in Italien soll es Aufklärungsunterricht bald nur noch mit Einverständnis der Eltern geben.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier

Lettland
:Angriff auf Frauenrechte

Rechtspopulistische Parteien haben im lettischen Parlament den Austritt aus der Istanbul-Konvention durchgesetzt. Die Regierung wankt und der Präsident bangt um Lettlands internationales Ansehen.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Literatur
:Grüße an die Eltern

Italien diskutiert über patriarchale Gewalt, und Andrea Bajani bekommt den wichtigsten Literaturpreis für einen Roman über die Familie als Zwangssystem: Irgendwann, erzählt er, muss man einfach gehen.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Urteil in Münchner Cold Case
:„Wie eine Sklavin“ gehalten und heimtückisch ermordet

Seher Ö. reicht die Scheidung ein, kurz darauf ist sie tot. Nach 25 Jahren wird ihr Ehemann verurteilt. Der Prozess zeichnet ihr Martyrium nach – von der Zwangsheirat bis zum inszenierten Selbstmord.

SZ PlusVon Susi Wimmer

Kulmbach
:54-Jähriger wegen Mordes an seiner Ex-Partnerin verurteilt

Nach einem tödlichen Angriff auf seine frühere Lebensgefährtin mit einem Jagdmesser erhält ein Mann aus Kulmbach eine lebenslange Haftstrafe. Als Motiv sieht das Gericht Wut und Frust über die Trennung.

Prozess in Coburg
:Der grausame Tod einer Katastrophenhelferin

Sie lernten sich beim Technischen Hilfswerk kennen, dann verliebte sich Alexander G. offenbar in seine Kollegin Eva-Maria H. Als sie ihn zurückwies, soll er sie in eine tödliche Falle gelockt haben. Vor Gericht räumt der Angeklagte die Tat ein.

SZ PlusVon Olaf Przybilla

Versuchter Femizid
:In ihrer Brust steckten drei Armbrustpfeile – und sie überlebte

Nicole Dill wurde Opfer eines brutalen Mordversuchs durch ihren ehemaligen Partner. Was sie damals nicht wusste: Er hatte bereits eine Frau getötet. Doch die Behörden warnten sie nicht.

SZ PlusVon Bettina Weber

Femizide
:Eine universelle Anleitung zum Trauern

Ein verschmähter Liebhaber ermordete die Schwester der mexikanischen Schriftstellerin Cristina Rivera Garza. Ihre Antwort ist ein Buch über das gesellschaftliche Versagen hinter Femiziden.

SZ PlusVon Sebastian Schoepp

True-Crime-Podcast
:„Ich bin sogar für den Tatort zu zartbesaitet“

Die Moderatorin und Autorin Laura Karasek startet einen True-Crime-Podcast. Ein Gespräch über ihre Ängste, Grenzüberschreitung und darüber, wie es war, als Tochter berühmter Literaturkritiker Jungs zu daten.

Interview von Christiane Lutz

Alzenau in Unterfranken
:Mann bringt Ehefrau und Schwägerin um: Täter war für häusliche Gewalt bekannt

Der 66-jährige Mann war schon vor der Tat durch häusliche Gewalt aufgefallen. Die Polizei warnte ihn in Form einer Gefährderansprache vor weiterer Gewalt. Mittleweile sitzt er im Gefängnis.

Kenia
:Mutmaßlicher Mörder von 42 Frauen entkommt aus seiner Zelle

Der Fall eines mutmaßlichen Serientäters in Kenia nimmt eine neue Wendung. Wurde ihm bei seiner Flucht geholfen?

Von Arne Perras

Indien
:„Meine Tochter ist tot, aber Millionen Söhne und Töchter sind jetzt bei mir“

Nach der Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Medizinerin haben mehr als eine Million Ärzte die Arbeit niedergelegt. Der Fall beschäftigt von Dienstag an das Oberste Gericht in Delhi – und versetzt die indische Gesellschaft in Aufruhr.

Von David Pfeifer

Volkstheater München
:Ein Aufschrei gegen Gewalt an Frauen

In ihrer "Cadela Força Trilogy" nimmt Carolina Bianchi K.-o.-Tropfen auf der Bühne ein, wird bewusstlos. Um sie herum geht die aufwühlende Performance weiter.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Versuchter Femizid bei Regensburg
:"Sie hat so furchtbar geschrien"

Mehr als drei Liter heißes Öl soll Janos M. seiner Frau ins Gesicht geschüttet haben. Sie sollte nur ihm gehören, sagt die Staatsanwaltschaft und spricht von versuchtem Mord. Der Mann sagt, er sei gestolpert. Wirklich?

SZ PlusVon Lisa Schnell

Rosenheim
:Mann sticht auf Ehefrau ein

Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Zwischen dem 33-Jährigen und der 30-Jährigen war zuvor in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete Streit ausgebrochen.

Nürnberg
:Ehefrau mit Küchenmesser getötet - Mann muss lebenslang in Haft

Ein 34-Jähriger wurde vom Landgericht Nürnberg wegen heimtückischen Mordes verurteilt. Er hatte seine Partnerin im Streit angegriffen.

Femizide
:"Auch Mütter haben ihren Anteil, die kleine Prinzen erziehen"

In Österreich werden mehr Frauen getötet als Männer, dieses Jahr sind es schon 25 Femizide. Die Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner über narzisstische Täter, die Rolle der Kindheit - und was sich ändern müsste.

SZ PlusInterview von Leila Al-Serori

Schüsse in Supermarkt
:Motiv: Trennung

Es ist ein ungewöhnlicher Tatort: Im hessischen Schwalmstadt hat ein Mann eine Frau erschossen und dann sich selbst, mitten in einem Supermarkt. Täter und Opfer führten früher offenbar eine Beziehung.

Gewalt gegen Frauen
:Zu oft herrscht zu Hause die Angst

Seit mehr als hundert Jahren gibt es den Internationalen Frauentag. Doch noch immer ist das weibliche Geschlecht männlicher Gewalt ausgesetzt - auch Zahlen aus dem Landkreis zeigen das.

Von Peter Bierl und Ingrid Hügenell

Studie zu Femiziden
:"Eine entscheidende Ursache von Frauentötungen bleibt unerkannt"

In Berlin beginnt der Prozess um einen sogenannten Ehrenmord. Ist das ein Femizid? Und wie oft wird in Deutschland eine Frau getötet, weil sie eine Frau ist? Das wollen Kriminologen jetzt herausfinden.

SZ PlusInterview von Anna Fischhaber

MeinungÖsterreich-Kolumne
:Trauriger Spitzenreiter

In Österreich wurden dieses Jahr schon elf Frauen getötet. EU-weit ein Rekord. Dabei galt das Land sehr lange als fortschrittlich, was den Schutz von Frauen betrifft.

Von Verena Mayer

Österreich
:"Bierwirt" soll Ex-Freundin erschossen haben

In Wien wurde eine 35-Jährige erschossen - es ist bereits der neunte Femizid in Österreich in diesem Jahr. Verdächtigt wird ein Mann, der der Grünen-Politikerin Sigrid Maurer Hassnachrichten auf Facebook geschrieben haben soll.

Von Verena Mayer

Femizide
:Getötet für die maximale Macht

Frauen werden umgebracht, weil sie Frauen sind. Warum fällt es so schwer, das auch nur einzuräumen?

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Österreich
:"Ich sehe jeden Tag das Gesicht von den Menschen, die ich erschossen habe"

Andreas E. hat aus Frust über die Trennung seine Ex-Freundin und vier weitere Menschen umgebracht. Jetzt ist er zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Von Marija Barišić

Gewalt
:Warum so wenig über Femizide bekannt ist

Deutschland erfasst kaum Daten zu Tötungen in Partnerschaften - dabei könnten die helfen, Frauen besser zu schützen.

Von Martina Schories und Benedict Witzenberger

Kriminalität
:Alle drei Tage

stirbt eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner. Ein Muster wiederholt sich dabei immer wieder: Die Frau verlässt den Mann - und dann tötet er sie. Fünf Schicksale.

SZ PlusText: Pia RatzesbergerFotos: Natalie Neomi Isser

Duisburg
:Frauenleiche gefunden - Ehemann festgenommen

Die 26-Jährige galt seit drei Monaten als vermisst, nun wurde ihre Leiche in einem Wald entdeckt. Der Ehemann hat gestanden, seine Frau getötet und in einem Koffer versteckt zu haben.

Femizid
:"Tötungen von Frauen, weil sie Frauen sind"

Alle zwei bis drei Tage stirbt in Deutschland eine Frau infolge häuslicher Gewalt. Feminis-tische Gruppen und Die Linke fordern den Straftatbestand "Femizid". Juristin Leonie Steinl sieht das anders.

Interview von Natascha Holstein

Femizide in Frankreich
:Woher kommt die Gewalt?

Niemand ist für eine Frau so gefährlich wie der eigene Partner - Männer werden zu Mördern und eine Gesellschaft schaut weg. Die französische Regierung will dagegen etwas unternehmen.

SZ PlusVon Nadia Pantel

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