Föderalismus

„Dienstschluss“ von Uwe Schneidewind
:„Entmündigtes“ Wuppertal

Fünf Jahre lang amtierte Uwe Schneidewind als Oberbürgermeister. Deutlich frustriert legt er dar, warum in der Kommunalpolitik aus seiner Sicht kaum etwas vorangeht. Aber nicht alle Erkenntnisse lassen sich verallgemeinern.

SZ PlusRezension von Claudia Henzler

Wahljahr 2026
:Wozu braucht man eigentlich einen Landtag?

In diesem Jahr werden fünf Landesparlamente neu gewählt. Doch ihre Bedeutung sei „bedroht“, warnte gerade erst Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Stimmt das? Eine Spurensuche in Stuttgart.

SZ PlusVon Max Ferstl und Roland Muschel

Frustrierte Bürgermeister
:„Einer Kollegin wurde mal ein Galgen in den Garten betoniert“

Wer Kommunalpolitik macht, hat wenig zu lachen. Michael Salomo, Gründer eines Netzwerks junger Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sieht die Verantwortung dafür vor allem in Berlin.

Von Claudia Henzler

Finanznot der Kommunen
:Von schneller Hilfe ist keine Rede mehr

Viele Städte und Gemeinden schreiben rote Zahlen. Bund und Länder wollten im ersten Quartal weiter beraten, was man dagegen tun kann. Doch die Verhandlungen sind ins Stocken geraten. Welche Ideen gibt es bislang, und wie sind sie zu bewerten?

SZ PlusVon Claudia Henzler

Belgien
:Warum Brüssel 613 Tage lang keine Stadtregierung hatte

So lang hat wohl noch keine Stadt, kein Land gebraucht wie Belgiens Hauptstadt, um nach einer Wahl ein Regierungsbündnis zu bilden. Jetzt hat es endlich geklappt, es gab Tränen der Rührung.

SZ PlusVon Josef Kelnberger

Bayerische Schulpolitik
:Das „Mia san mia“ der Entnazifizierung

Wie soll man Unterricht machen, wenn man fast nur belastete Lehrer hat? Dieser Frage ist das Institut für Zeitgeschichte nachgegangen. Das Ergebnis: Der Bildungsneustart nach der NS-Zeit lief in Bayern nach sehr speziellen Maßstäben.

SZ PlusVon Johann Osel

Reaktionen auf Söders Föderalismus-Vorstoß
:„Es wird bei uns kein Bundesland Mitteldeutschland geben“

CSU-Chef Markus Söder würde kleine Bundesländer gerne mit anderen zusammenlegen. „Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine“, argumentiert er. Bei den Betroffenen widerspricht man deutlich.

MeinungVorschläge zur Föderalismusreform
:Söder lenkt von fehlenden Ideen für Bayern ab

Dem Gestalter Söder geht das Geld für neue Wohltaten aus. Da drängt sich der Verdacht auf, dass er mit dem Vorschlag von der Bundesländer-Streichung sein neues Verwalter-Dasein kaschiert.

SZ PlusKommentar von Johann Osel

Grundsatzrede des Ministerpräsidenten
:„Maximum Warp“ für Bayern

Markus Söder sieht seine CSU als „Schrittmacher“. Er will das „Behörden-Pingpong“ beenden und Bayern mit Überlichtgeschwindigkeit wirtschaftlich voranbringen – und auf den Mond.

Von Johann Osel

Aktuelles Lexikon
:Föderalismus

Im Grundgesetz festgelegte Aufteilung von Rechten und Pflichten zwischen Bund und Ländern.

Von Joachim Käppner

Hendrik Wüst
:Der Modernisierer bin ich

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident veranstaltet eine Konferenz zum Thema Digitalisierung und Bürokratie – aber nicht in seinem Bundesland, sondern in Berlin. Was will er damit sagen?

SZ PlusVon Christoph Koopmann und Vivien Timmler

Schuldenkrise
:Warum Belgiens Gewerkschaften Bart De Wever stürzen wollen

Der belgische Premierminister setzt ein radikales Sparprogramm durch. Anders lasse sich der hoch verschuldete Staat nicht retten, sagt er. Die Antwort ist die größte Streikwelle seit Jahrzehnten.

SZ PlusVon Josef Kelnberger

MeinungInfrastruktur
:Die Kommunen wissen selbst am besten, was sie wofür brauchen

Städte und Gemeinden fürchten, beim Verteilen des Sondervermögens wieder einmal den Kürzeren zu ziehen. Ein vorbildliches Modell sorgt in Sachsen-Anhalt dafür, dass dies hoffentlich nicht geschieht.

SZ PlusKommentar von Claudia Henzler

MeinungStädte
:Hinter den Mauern der Rathäuser regieren Frust und Wut

In ganz Deutschland beschweren sich die Bürgermeister, wie Bund und Länder mit den Kommunen umgehen. Ihre Kosten steigen, ihre Einnahmen halten nicht mit. Immerhin, nun gibt es erste Anzeichen für Fairness.

SZ PlusKommentar von Claudia Henzler

Exklusiv300 000 fehlende Betreuungsplätze
:Länder wollen für Kitas Geld und klare Ansagen vom Bund

Im Infrastruktur-Sondervermögen hat der Bund vier Milliarden Euro für den Kita-Ausbau eingeplant. Aber erst vom nächsten Jahr an. Wie und wofür genau das Geld fließen soll? Unklar. Die Länder fordern schnelle Antworten.

Von Christoph Koopmann

Schulferien in Bayern
:Wo die Letzten die Ersten sind

Der späte Ferienbeginn im Süden trifft alle Jahre wieder auf den Neid der anderen Bundesländer. Aber wer dieses Unrecht beseitigen will, unterschätzt die bayerische Lust am Exzeptionalismus.

SZ PlusVon Roman Deininger

MeinungStaatsreform
:Warme Worte gab’s genug. Jetzt kommt’s auf die Taten an

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhält die vielgelobten Empfehlungen einer Gruppe um den Ex-Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts. Hoffentlich versuppen sie nicht.

SZ PlusKommentar von Detlef Esslinger

Steuerausfälle
:Schwarz-Rot erkauft sich die Zustimmung zum „Investitionsbooster“

Nach einer Machtprobe kommt die neue Bundesregierung den Ministerpräsidenten weit entgegen. Die Länder bekommen acht Milliarden Euro und die ein oder andere Sporthalle. Auch die Kommunen können sich freuen.

Von Bastian Brinkmann

ExklusivGesundheitsämter
:600 Millionen Euro für Digitalisierung – und heraus kommt ein Durcheinander

Die Gesundheitsämter sollen endlich digital arbeiten. Doch statt dafür eine einheitliche Plattform zu bauen, entwickeln Länder für viel Geld parallel eigene Lösungen, die untereinander oft inkompatibel sind. Wie konnte das passieren?

SZ PlusVon Berit Uhlmann

Hohe Schulden und steigende Zinslast
:Geht Brüssel bald pleite?

Der extreme Föderalismus in Belgien hat einen hohen Preis. Die Quittung kommt nun von den Ratingagenturen. Wie das ganze Land zum Sanierungsfall wird.

Von Josef Kelnberger

Belgien
:„Wir fahren Brüssel gegen die Wand“

Die EU solle sich die belgische Kompromisskultur zum Vorbild nehmen, heißt es häufig. Das politische Chaos in der Hauptstadt zehn Monate nach der Regionalwahl zeigt: lieber nicht!

Von Josef Kelnberger

MeinungBelgien
:Jetzt bitte keine Kompromisse mehr

Schon wieder hat es acht Monate gedauert, bis Belgien eine neue Regierung hat. Ist das hoch verschuldete, gelähmte Land ein hoffnungsloser Fall? Warum das nicht so sein muss.

SZ PlusKommentar von Josef Kelnberger

Bart De Wever
:Ein einstiger Separatist will Belgien retten

Der Antwerpener Bürgermeister Bart De Wever hat vor der Parlamentswahl gegen den angeblich links-grünen Zeitgeist gekämpft. Jetzt wird er in Belgien Chef einer Regierungskoalition namens „Arizona“.  Sein Anspruch: das Land von Grund auf zu sanieren.

Von Josef Kelnberger

MeinungDemokratie
:Wir haben zwei Wünsche zur Bundestagswahl

Die heiße Phase der Kampagne beginnt an diesem Wochenende. Wählerinnen, Wähler und das politische Personal haben es in der Hand, mit Klarheit und Wahrheit die Stärke der Vernunft zu demonstrieren.

SZ PlusVon Stefan Kornelius

MeinungKlinikreform
:Doch was ist, wenn die Ärzte fehlen?

Karl Lauterbach hat sich durchgesetzt: Der Gedanke, die Krankenhäuser unabhängiger von wirtschaftlichen Motiven zu machen, ist gewiss richtig. Aber der Gesundheitsminister macht eine bedrohliche Ankündigung, die vieles wieder infrage stellt.

SZ PlusKommentar von Rainer Stadler

MeinungÖffentlich-Rechtliche
:Die Länder wollen ARD und ZDF ändern - aber sie kneifen

In eine aussichtslose Lage haben die Ministerpräsidenten den Rundfunk manövriert – statt ihn wirklich zu reformieren. Dann muss sich jetzt eben das Bundesverfassungsgericht der Sache annehmen.

SZ PlusKommentar von Claudia Tieschky

Serie: Wie habt ihr das gemacht?
:Wie Belgien Kompromisse zur Kunstform erhebt

Notfalls wird mal kurz der König beurlaubt: Der belgische Staat ist ein wahres Labyrinth, aber die Politik findet immer einen Ausweg. Europa kann davon einiges lernen.

SZ PlusVon Josef Kelnberger

MeinungBeitragsfinanzierter Rundfunk
:ARD und ZDF haben zu viele schlechte Freunde

Grundsätzlich, heißt es, sei man ja für die öffentlich-rechtlichen Sender, aber ... Was jetzt dringend zu tun wäre, um diese endlich zu reformieren.

SZ PlusKommentar von Claudia Tieschky

ExklusivReform der Öffentlich-Rechtlichen
:„Zehn Milliarden Euro pro Jahr – und das soll nicht reichen?“

Als Julia Jäkel und Roger de Weck mit dem Zukunftsrat die Pläne für eine Reform von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorlegten, gab es Applaus. Geändert hat sich wenig. Jetzt schlagen sie Alarm.

SZ PlusInterview von Claudia Tieschky

75 Jahre Grundgesetz
:Die Verfassungsinsel

Auf Herrenchiemsee hat eine kleine Gruppe von Fachleuten innerhalb von nicht einmal zwei Wochen einen Entwurf für das deutsche Grundgesetz entwickelt. Der Einfluss der bayerischen Gastgeber ist dem Ergebnis bis heute anzumerken.

SZ PlusVon Matthias Köpf

Schulen und Digitalisierung
:60 Tablets - und dann?

Der Digitalpakt sollte Schulen mit Wlan, Laptops und Smartboards ausstatten. Trotzdem ist der Overheadprojektor noch nicht aus allen Klassenzimmern verschwunden. Was das Programm gebracht hat - und wie es damit weitergehen könnte.

SZ PlusVon Kathrin Müller-Lancé

Klinikreform
:"Lauterbach ignoriert völlig die akuten Nöte der Krankenhäuser"

Der Bundesgesundheitsminister macht Vorschläge für eine Reform der Kliniken - doch Ingo Morell fragt sich, wie die in der Praxis funktionieren sollen. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft leitet selbst mehrere Kliniken.

SZ PlusInterview: Rainer Stadler

Migration
:Neuer Streit über Asylpolitik

Muss die Einführung der Bezahlkarten für Geflüchtete zentral vom Bund geregelt werden? Das war eigentlich anders gedacht - aber jetzt wird ein Machtwort des Bundeskanzlers gefordert.

Von Constanze von Bullion

MeinungPro und Contra
:Ist der Föderalismus am Ende?

Ob 49-Euro-Ticket, Wohnungsmangel, Schulsystem oder Energiewende: Bei vielen politischen Baustellen ist der Beziehungsstatus zwischen Bund und Ländern kompliziert. Zu kompliziert?

SZ PlusVon Henrike Roßbach und Wolfgang Janisch

Leistungen für Asylbewerber
:Berliner Druckausgleich

Die Länder haben der Bundesregierung zusätzlich eine halbe Milliarde für die Flüchtlingsversorgung abgerungen und die Zusage, bei Bedarf sogar noch nachzuschießen. Dabei stehen sie finanziell deutlich besser da als der Bund. Warum bekommen sie trotzdem mehr?

SZ PlusVon Tim Frehler und Henrike Roßbach

Asylpolitik
:Scholz nennt Einigung "historischen Moment"

Bund und Länder beschließen Reformen zum Bürokratieabbau und zur Begrenzung der Migration. Während der Kanzler die überparteiliche Kooperation lobt, will sie CDU-Chef Merz nicht fortsetzen.

Von Nicolas Richter

Bund-Länder-Gipfel
:Mit Ach und Krach

Solch chaotische Stunden erlebt auch das politische Berlin selten. Der Kanzler wird stundenlang zum Warten verdonnert, schluckt dann einen Asylplan der CDU-Seite - und kassiert Protestnoten der SPD.

SZ PlusVon Boris Herrmann und Georg Ismar

Bund-Länder-Verhandlungen
:Wie Hendrik Wüst für Misstöne sorgt

Die Länder lassen den Kanzler warten: Vor dem Gipfel zum Thema Migration präsentiert die Unionsseite überraschend einen neuen Plan. Ein prominenter Grüner unterstützt sie. Und die SPD ist sauer.

SZ PlusVon Boris Herrmann und Georg Ismar

Aktuelles Lexikon
:Ministerpräsidentenkonferenz

Ein regelmäßiger Termin zum Austausch zwischen den Ländern, der erst seit der Pandemie zum Gegenstand des Interesses wurde - und an diesem Montagabend wieder stattfindet.

Von Henrike Roßbach

Bundesregierung
:Warten auf den großen Wurf

Bund und Länder haben sich für ihr Gipfeltreffen am Montag viel vorgenommen. Im Kampf gegen irreguläre Migration sind sie sich schon weitgehend einig. Ein Thema aber könnte trotzdem noch für eine lange Nacht sorgen.

SZ PlusVon Boris Herrmann, Georg Ismar und Nicolas Richter

Bund-Länder-Gipfel
:Der Kanzler und eine unbequeme Debatte

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verlangt vom Bund, dass er sich stärker an den Kosten für Flüchtlinge beteiligt. Um deren Zahl zu begrenzen, wächst die Zahl der Befürworter von Asylverfahren in Afrika.

SZ PlusVon Georg Ismar

MeinungBundesregierung
:Trügerische Sehnsucht nach der großen Koalition

Der Kanzler will einen Deutschland-Pakt, die CDU lädt zum Schulterschluss. Offensichtlich wächst das Bedürfnis nach breitem Konsens. Das kann beim Kampf gegen Bürokratie und illegale Migration durchaus helfen - aber die Erfolgsaussichten sind ungewiss.

SZ PlusKommentar von Nicolas Richter

MeinungPlanungsbeschleunigung
:Vom Wert der Natur

Bund und Länder wollen schneller bauen und genehmigen. Dagegen ist gar nichts einzuwenden - wenn dabei nicht der Natur- und Umweltschutz unter die Räder kommt.

SZ PlusKommentar von Michael Bauchmüller

MeinungFöderalismus
:Kampf dem Bummeln

Es bewegt sich tatsächlich was beim Deutschlandpakt zur Modernisierung des Landes: Bund und Länder gehen aufeinander zu. Aber der Teufel steckt in den Details.

SZ PlusKommentar von Henrike Roßbach

Rheinland-Pfalz
:Freisbach probt den Aufstand

Die Gemeinde ist wie viele andere verschuldet. Als das Land Rheinland-Pfalz ihren Haushalt nicht genehmigte, traten Bürgermeister und Rat aus Protest zurück. Und wer gibt jetzt nach?

SZ PlusVon Gianna Niewel

MeinungFöderalismus
:Es ist etwas Grundsätzliches kaputt in diesem Land

Mit seinem "Deutschland-Pakt" will Kanzler Scholz die Verzagtheit in der Republik durchbrechen. Das wäre natürlich fein, aber es gibt da ein Problem: Ohne die Länder wird das nichts. Und deren Verhältnis zum Bund ist zerrüttet.

SZ PlusKommentar von Henrike Roßbach

MeinungEuropäische Union
:Grüße vom Schrumpfling

Die Bundesländer tragen ihre Sorgen in Brüssel vor. Sie zeigen damit, dass die deutschen Probleme nicht nur in Deutschland gelöst werden können.

SZ PlusKommentar von Stefan Kornelius

Weitere Briefe
:Satirische und digitale Grenzen

Warum die CDU nicht über Böhmermanns Attacke zu jammern braucht - und warum die Digitalisierung der Verwaltung es in Deutschland so schwer hat.

Bundeshaushalt
:Peanuts für die Digitalisierung

Die Ampel wollte die Verwaltung digital machen, das Bundesinnenministerium streicht aber nun den dafür geplanten Etat für 2024 deutlich zusammen. Wie geht das zusammen?

Von Tobias Bug und Carim Soliman

MeinungSchulen
:Geld ist der Schlüssel

Ausgerechnet ein Prestigeprojekt von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger kommt nicht voran: die Förderung sozial schwacher Schüler. Denn die Länder sperren sich.

SZ PlusKommentar von Kathrin Müller-Lancé

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