:Die Welt brennt, aber Deutschland spart an der Feuerwehr
ExklusivEntwicklungshilfe
:Globale Solidarität – offenbar passé
Mit Zusagen für die Entwicklungshilfe nahmen es Union und SPD schon im Koalitionsvertrag nicht so genau. Jetzt zeigen Berechnungen, wie sehr Deutschlands Unterstützung für die Welt abgesackt ist.
MeinungEntwicklungszusammenarbeit
:Das kann sich für Deutschland noch rächen
Die Bundesrepublik muss sparen – und tut dies unter anderem auf Kosten der Ärmsten der Welt. Welch eine verhängnisvolle Entwicklung.
Pop
:Hilfe für Kinder klang selten besser
Der Sampler „Help (2)“ sammelt wieder Geld für Opfer von Kriegsgräueln. Quasi alle relevanten Popstars machen mit. Die Musik ist fantastisch. Und die Aktion leider nötiger denn je.
Solidarität mit dem globalen Süden
:Olchinger gründen Stiftung für ihre Entwicklungshilfe-Projekte
Seit Jahren unterstützen Initiativen aus der Stadt Menschen in Afrika, Lateinamerika und Südostasien. Die Treuhandstiftung „Olching für die eine, unsere Welt“ soll diese Arbeit nun fördern.
Bundesentwicklungsministerium
:Wie Entwicklungshilfe künftig der deutschen Wirtschaft nützen soll
Weil sie mit weniger Geld auskommen muss, sortiert Reem Alabali Radovan die Arbeit ihres Ministeriums neu. Die Hilfen sollen stärker „wertegeleitet und interessengeleitet“ vergeben werden.
MeinungEntwicklungszusammenarbeit
:Die Ministerin ergreift die Flucht nach vorn
Weil ihr Etat schrumpft, setzt Ressortchefin Reem Alabali Radovan die Prioritäten neu. Wenn der Plan aufgeht, sichert das auch die Zukunft ihres Hauses.
Eine Million Brillen für die Welt
:Das Ein-Dollar-Wunder von Erlangen
Der Familienvater Martin Aufmuth war verbeamteter Lehrer, für eine Idee hat er das aufgegeben. Er sorgt dafür, dass Menschen in ärmeren Ländern günstige Brillen bekommen. Eine Weltgeschichte.
UN-Entwicklungsprogramm
:„Krieg ist immer Entwicklung rückwärts“
Belgiens Ex-Premier Alexander De Croo beginnt den Job als oberster Entwicklungshelfer der Vereinten Nationen in Zeiten massiver Umbrüche. Für Deutschland liege darin eine Chance, findet er.
Konflikte
:520 Millionen Kinder in Not
Jedes fünfte Kind ist 2024 in einem Konfliktgebiet aufgewachsen. Einer Analyse der Hilfsorganisation „Save the Children“ zufolge waren es etwa 520 Millionen Kinder, und damit 47 Millionen mehr als 2023 und so viele wie noch nie seit der erstmaligen ...
Thilo Bodes Plädoyer
:Mehr Krawall, bitte!
Ex-Greenpeace-Chef und Foodwatch-Gründer Thilo Bode, 78, hat seine Autobiografie geschrieben. Er gibt ein paar Fehler zu und übt scharfe Kritik an der westlichen Entwicklungshilfe. Für die heutige Umweltbewegung hat er Tipps.
Globales Milliardengeschäft
:Die Methoden der Müllmafia
Der Reporter Alexander Clapp hat sich auf die Spuren des Wohlstandsmülls aus reichen Industriestaaten begeben. Er erzählt eine gruselige Geschichte, die alle Verbraucher kennen sollten.
Globale Ernährung
:Die Welt versagt im Kampf gegen den Hunger
Unterernährte Kinder haben kaum Aussicht, ihrem Martyrium schnell zu entkommen. Berechnungen der Welthungerhilfe zeigen, wie nötig ein neuer Anlauf wäre, Not zu lindern. Stattdessen kürzen reiche Länder ihre Hilfsgelder.
Rohstoffe
:Die Wirtschaft will bei der Entwicklungshilfe mitreden
Das Entwicklungsministerium möchte die Industrie enger einbinden und sich stärker um begehrte Rohstoffe kümmern. Doch Wirtschaftsverbände fordern mehr.
Entwicklungshilfe
:Wie sich die Entwicklungshilfe ändern muss
Die USA haben angefangen, andere folgen, auch Deutschland: Überall werden Entwicklungshilfe-Programme gekürzt. Wie soll es weitergehen? Die Ökonomin Rachel Glennerster fordert vor allem eines.
Entwicklungspolitik
:Die Ministerin, die dem Leid machtlos gegenübersteht
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ist eigentlich dafür zuständig, Hoffnung zu machen. Im Westjordanland aber stößt sie schnell an Grenzen. Es ist eine Reise, die schmerzhafter nicht sein könnte.
Humanitäre Hilfe
:„Wenn Gaza die Zukunft des Krieges ist, dann habe ich Angst um die Zukunft der Menschheit“
Wo gekämpft und gestorben wird, sind die Helfer vom Internationalen Roten Kreuz nicht fern. Doch nun fühlen sich die Helfer in der Klemme: Die Krisen nehmen weltweit zu, das Geld aber wird überall gestrichen. Und es droht ein Dammbruch.
Weniger Entwicklungshilfe
:„Das ist ein Flächenbrand. Und Deutschland macht mit“
Weltweite Notlagen nehmen zu – und die Hilfsgelder ab. Auch im geplanten Bundeshaushalt drohen hier die schärfsten Kürzungen. Die Leidtragenden sind die Ärmsten, warnen Hilfsorganisationen.
Entwicklungshilfe
:Erklärung von Sevilla ohne USA
Die Weltgemeinschaft hat in offenem Widerspruch zur Position von US-Präsident Donald Trump verstärkte Bemühungen bei der Armutsbekämpfung vereinbart. Die US-Regierung steht multilateraler Kooperation und den UN-Zielen für eine nachhaltige ...
Förderbank KfW
:„Wir sind ein Land der Erfinder. Aber wir könnten noch mehr ein Land der Unternehmer sein“
Stefan Wintels, Chef der staatlichen Förderbank KfW, über die wirtschaftlichen Chancen Deutschlands, die neue Rüstungsförderung und die Kritik an seinem Gehalt und Radwegen in Peru.
Bericht von Welthungerhilfe und Terre des Hommes
:Kritik an Kürzungen bei Entwicklungshilfe
Die Welthungerhilfe und die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes kritisieren die Kürzung der Mittel für humanitäre Hilfe und Bekämpfung von Armut und Hunger scharf. Im vergangenen Jahr habe Deutschland erstmals seit fünf Jahren das ...
Globaler Süden
:Schulden abbezahlen statt Schulen bauen
Viele Staaten haben kein Geld für die Krankenversicherung und Bildung ihrer Bürger, weil sie zu viele Kredite bedienen müssen. Experten fordern einen Schuldenerlass.
Wohltätigkeit
:Das Ende der Gates-Stiftung naht
Die größte private Stiftung der Welt will ihr Geld bis 2045 ausgeben. So gleicht sie einen Teil der Kürzungen in der US-Entwicklungshilfe aus. Initiator Bill Gates kritisiert Trump und Elon Musk deutlich.
Krise der Entwicklungshilfe
:„Die Welt schaut auf Deutschland“
Ziehen sich die USA dauerhaft aus der Entwicklungshilfe zurück, könnte Deutschland zum größten Geldgeber der Welt werden. Die Erwartungen sind hoch, doch Deutschland spart.
MeinungKoalitionsgespräche
:Deutschland muss sein Ministerium für Entwicklungspolitik unbedingt behalten
Die Union möchte das Ressort dem Außenamt eingliedern. Das klingt plausibel und nach weniger Bürokratie. Tatsächlich aber wäre es ein großer strategischer Fehler, gerade in dieser Zeit.
Koalitionsverhandlungen
:Braucht es ein Entwicklungsministerium?
Warum die Union die Entwicklungshilfe im Auswärtigen Amt ansiedeln will, während die SPD dagegen ist – und die Hilfsorganisationen alarmiert sind.
ExklusivNachhaltigkeitsziele
:Ehemalige Staats- und Regierungschefs appellieren an künftige Koalitionäre
In Berlin verhandeln Union und SPD nun auch über die künftige Entwicklungspolitik. Weil die in vielen Ländern zurückgefahren wird, wächst die Verantwortung Deutschlands – findet eine Gruppe einstiger Spitzenpolitiker.
Krieg im Ostkongo
:Entwicklungsministerium fährt Hilfe für Ruanda zurück
Als Reaktion auf die Rolle Ruandas im Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo fährt Deutschland die Entwicklungshilfe für das zentralafrikanische Land zurück. „In Abstimmung mit Partnern wird Deutschland die bilaterale Zusammenarbeit mit ...
Globaler Süden
:Wie die hohe Schuldenlast Entwicklungsländer in den Abgrund reißt
Fachleute sprechen von einem perfekten Sturm: Seitdem die Niedrigzins-Phase vorbei ist, sind Entwicklungsländer in einem Strudel aus Krediten zu immer schlechteren Konditionen gefangen. Eine Datenanalyse der SZ zeigt: Das bringt einige Länder an den Kollaps.
Entwicklungspolitik
:Ärzte für Syrien
Nicht nur wegen Donald Trump ist die Entwicklungshilfe in der Defensive – auch im deutschen Wahlkampf spielt sie kaum eine Rolle. Wie wichtig sie ist, zeigt eine deutsch-syrische Klinikpartnerschaft.
Aktuelles Lexikon
:Entwicklungshilfe
Einst ein gebräuchlicher Begriff, der allerdings nur in eine Richtung weist – vom großzügigen Geber zum bedürftigen Nehmer – und deshalb einem anderen weichen musste.
MeinungEntwicklungshilfe
:Hier hat Donald Trump einen Punkt, wieder einmal
Wenn der amerikanische Präsident die Behörde USAID quasi schließt, dann ist das schlimm für Millionen arme Menschen in der Welt. Und zugleich ist die Frage erlaubt: Was passierte eigentlich mit dem Geld?
SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Schließung von USAID: Ganz Reiche gegen ganz Arme
US-Präsident Donald Trump schafft die Behörde für Entwicklungshilfe ab. Welche Auswirkungen hat das in den USA und weltweit?
MeinungMigration
:Wahre Hilfe kennt keine Bedingungen
Der FDP-Chef möchte Entwicklungshilfe an die Bereitschaft zu Rückführungsabkommen knüpfen. Das träfe garantiert die Falschen – und würde das Problem nicht lösen, sondern nur vergrößern.
Schwellenländer
:Weltbank erwartet weniger Wachstum
Die Schwellen- und Entwicklungsländer haben über Jahrzehnte das globale Wachstum angefeuert – doch nun mehren sich dort ungünstige Rahmenbedingungen.
MeinungArmut
:Die G 20 gründen eine Allianz gegen den Hunger. Hört sich gut an
Aber ist es auch ernst gemeint? An brauchbaren Ideen hat es beim Gipfel in Rio de Janeiro jedenfalls nicht gemangelt. Die Frage ist, wofür die Länder ihr Geld ausgeben wollen.
Cop29
:Arme Länder fordern Billionen fürs Klima
Bei der Weltklimakonferenz in Aserbaidschan wollen die Entwicklungsländer 1300 Milliarden US-Dollar, „um den Planeten zu retten“. Und das jedes Jahr. Woher soll so viel Geld kommen?
ExklusivEntwicklungshilfe
:Mehr Exporte, mehr Arbeitsplätze
Wenn Deutschland andere Länder unterstützt, stärkt das auch die heimische Wirtschaft, zeigt eine Studie. Doch die Deutsche Entwicklungshilfe steht vor einem Einschnitt.
ExklusivEntwicklungshilfe
:Fördergeld gegen die Gleichstellung
In vielen Ländern Afrikas wendet sich die katholische Kirche offensiv gegen Schwangerschaftsabbrüche, Aufklärungsunterricht an Schulen und Homosexuelle. Finanzielle Unterstützung für ihre Lobbyarbeit kommt auch von der Bundesregierung. Die steht vor einem Dilemma.
Unterernährung
:Nur noch 136 Jahre hungern
Zahlen der Welthungerhilfe zeigen: Die Lage verbessert sich kaum noch. Das Ziel der UN, die Welt bis 2030 vom Hunger zu befreien, rückt in sehr weite Ferne. Und jetzt kürzt die Bundesregierung auch noch die Gelder für humanitäre Hilfe.
MeinungDeutschland
:Wer hier spart, spart an der eigenen Sicherheit
Na klar, bei der Entwicklungshilfe könnte vieles besser laufen - zu viele Zuständige, zu wenig Koordination, dafür ohne langfristigen Plan. Alles verzichtbar also in Zeiten leerer Kassen? Ganz im Gegenteil.
Melinda French Gates
:Die zweite Trennung
Bill Gates und Melinda French Gates hatten sich 2021 scheiden lassen. Jetzt steigt die 59-Jährige aus der gemeinsamen Stiftung aus - und bekommt 12,5 Milliarden Dollar.
MeinungEntwicklungshilfe
:Germany First - das ist keine kluge Politik
Der knappen Mittel wegen stellt der Finanzminister die deutsche Hilfe für das Ausland infrage. Damit bedient er eine gefährliche Stimmung. Aber über die Ziele des Engagements nachzudenken, schadet trotzdem nicht.
Bundeshaushalt
:Ministerien widersetzen sich Lindners Sparvorgaben
Annalena Baerbock von den Grünen meldet für den Haushalt 2025 gut zwei Milliarden mehr an, als ihr der Finanzminister zugestehen will. Auch SPD-Häuser gehen über dessen Vorgaben hinaus.
Entwicklungsbank
:KfW zieht sich weitgehend aus China zurück
Nach 40 Jahren und Milliarden Euro an Krediten will die Bundesregierung China nicht mehr finanziell unterstützen. Damit reagiert sie auch auf Kritik aus den eigenen Reihen.
MeinungEntwicklungspolitik
:Nichts tun ist teurer
Finanzminister wollen sparen, sparen, sparen. Ärmeren Ländern zu helfen, ist allerdings strategisch weitsichtig.
UN
:Eine Milliarde Mahlzeiten landen am Tag im Müll
Haushalte in aller Welt werfen laut einer neuen Studie der Vereinten Nationen täglich Lebensmittel weg, die mehr als einer Milliarde Mahlzeiten entsprechen. Gleichzeitig seien mehr als 780 Millionen Menschen auf der Welt von Hunger betroffen, ein ...
ExklusivBundesregierung
:Lindner will Mittel für Entwicklungspolitik drastisch kürzen
Die Sparvorgaben des Finanzministers fallen noch strenger aus als bislang bekannt. Hilfsorganisationen äußern sich entsetzt, die zuständige Ministerin Svenja Schulze wehrt sich. In der Ampel droht erneut Streit.
Außenpolitik
:Humanitäre Hilfe in der Krise
Ukraine, Gazastreifen, Jemen, die Not wächst vielerorts, doch die Mittel sinken: Die humanitäre Krisenhilfe steht vor enormen Herausforderungen. Wie geht es weiter, wenn die Finanzierungslücke wächst?
Indigene Völker
:„Kommt nicht in die Nähe unserer Hügel“
Auf der Insel Groß Nikobar soll das „Hongkong Indiens“ entstehen, so plant es die Regierung. Doch dort wohnt bereits jemand: die Shompen. Über brachiale Entwicklungspläne im Regenwald und die Gefahr, ein Volk von Jägern und Sammlern zu zerstören, das niemand wirklich kennt.