Die Knolle und ihre tausend Klischees: Sortenvielfalt, heißes Fett und Vorurteile – eine Hommage an die liebste Beilage der Deutschen.
Dialekt im Freistaat
:Wie fit sind Sie im Bairischen?
Zipfelbritschn? Breznsoiza? Keine besonders freundlichen Bezeichnungen für das Gegenüber – oder? Testen Sie, wie gut Sie Mundart verstehen.
Musikkabarettistin übersetzt Comic
:Asterix und Obelix sprechen jetzt Niederbairisch
Bei der Arbeit an „Da grouße Wadschndanz“, hochdeutsch: „Der Kampf der Häuptlinge“, hat die Autorin Andrea Limmer ihren eigenen Dialekt ganz neu kennengelernt.
Auszeichnung für Dialektsprecher
:Was die Landesbäuerin Hubert Aiwanger voraus hat
Der Bund Bairische Sprache verleiht seine Sprachwurzel an Personen, die öffentlich zu ihrem Dialekt stehen – wie die Europaparlamentarierin Christine Singer von den Freien Wählern. Ihr Parteichef dürfte den Preis hingegen wohl nie bekommen.
Bayerisch-Crashkurs für Mediziner
:Bloddan, Bleschl, weher Hax – wenn der Notarzt keinen Dialekt versteht
Der Dialekt schwindet allüberall, doch in einigen Gegenden hält er sich hartnäckig. Wenn medizinische Fachkräfte aus Norddeutschland oder Syrien kommen, wird das Arzt-Patienten- Gespräch zum Problem.
Filmpremiere „Bonnie – Eine Münchner Action-Komödie“
:Bombe in der Boazn
„Bonnie – Eine Münchner Action-Komödie“ ist ohne öffentliche Gelder entstanden – dafür mit viel Spaß und noch mehr Kinolust. Jetzt feiert der Independentfilm aus und über München Premiere.
Oberpfälzer Marketing-Gag
:Wou! Ein Underdog ermittelt – kann aber nicht bellen
Der Oberpfalz-Underdog, die Identifikationsfigur des regionalen Marketingvereins, soll in einer neuen Kinderserie den Jüngeren ihre Heimat näherbringen. Nur das mit dem Dialekt hat er noch nicht ganz raus.
Bayerisch-ungarische Parallelen
:Was den Schußreima Sepp mit Viktor Orbán verbindet
Die Stämme Bayern und Ungarn sind seit einem Jahrtausend eng verbandelt. Zu den vielen Gemeinsamkeiten zählen nicht zuletzt die Kuriositäten der Namensnennung.
Künstliche Intelligenz und Dialekt
:Die KI kann viel, aber kein Bairisch
Angeblich erleichtert künstliche Intelligenz Journalisten ihre Arbeit. Doch wehe, wenn sich drei Dialektsprecher zum Interview verabreden. Über Rührscheiße, Schwanzheit und den Schnupfer-Xare.
Tag der Muttersprache
:An der Grenze zum kulturellen Rassismus
Wer Dialekt spricht, wird im Zweifel immer noch für ein bisschen beschränkt gehalten. Das muss sich schleunigst ändern, sagt der Chef des Bunds Bairische Sprache – und er hat auch ein paar konkrete Ansätze dafür.
Sprache
:Bayern sucht dialektbegeisterte Jugendliche
Zum dritten Mal schreibt Bayerns Heimatministerium den „Dialektpreis Jugend“ aus. Bewerben kann man sich bis 17. April – wenn man ein bestimmtes Alter hat.
Wer spricht noch Bairisch?
:Ausgleichsbairisch statt echter Dialekt: Was Sprachforscher per App herausgefunden haben
Mit der App „DaBay“ versuchen Forscher herauszufinden, wie intensiv in Bayern noch Bairisch, Fränkisch und Schwäbisch gesprochen wird. Eine Erkenntnis: Der Dialekt stirbt nicht aus – aber er verändert sich.
Kochbuch „Fei Guad“
:Soulfood aus dem Herzen Bayerns
Im Kochbuch „Fei Guad“ des Fotografen-Ehepaars Antonia und Alexander Feig finden Tradition, Mundart und gutes Essen aus der Oberpfalz und den benachbarten Regionen zueinander.
Leute
:Und jährlich grüßt Tom Cruise
Dakota Fanning bekommt immer das gleiche Geschenk, Jeff Bezos vollzieht einen Look-Wandel, und ein Südtiroler reagiert gelassen auf deutsche Dialekt-Häme.
Dialekt
:Das oberfränkische „Wort des Jahres“ ist gekürt
Es gibt Wörter, die außerhalb Oberfrankens kaum jemand versteht. Deshalb kürt der Bezirk alljährlich ein „Wort des Jahres“. Heuer geht es um einen praktischen Helfer auf dem Bau oder im Garten.
Historischer Verein Erding
:Bairisch für Kenner und Laien
Host mi? Gerald Huber, Sprachforscher und BR-Journalist, widmet sich in Erding der Entstehung und Zukunft des Bairischen und wirbt zugleich für den selbstbewussten Einsatz des Dialekts.
Unter Bayern
:Vom Wagnis, sein Gspusi Weibi zu nennen
In der Kernfrage, was man noch alles sagen darf, spielen die im Bairischen fantasievoll gestalteten und üppig vorhandenen Benennungen der Frauen eine Schlüsselrolle.
Mutter des „Bergdoktors“
:Monika Baumgartner – Botschafterin des Bairischen
Die Gröbenzeller Schauspielerin wird als Repräsentantin des Dialekts geehrt. Um diesen habe sie auf der Schauspielschule regelrecht kämpfen müssen, erzählt sie.
Bairische Sprache
:Wenn Mundart in Mode kommt
Spricht die Jugend noch Bairisch? Ja, auch in den sozialen Medien. Das ist gut so, denn der Dialekt sollte gepflegt werden, sagen der Veranstalter des Dialekt-Stammtisches Altomünster, Siegfried Bradl, und der Linguist Peter Kaspar.
MeinungSZ JetztDeutsche Eigenheiten
:Wieso imitieren Deutsche so gerne Dialekte?
Mundart, stellt unser Autor fest, löst in seinen Landsleuten viel aus, und sichert nicht nur ihm auf Partys zuverlässig Lacher. Von Schrippen und Semmeln – und Überheblichkeit.
MeinungÖsterreich
:Wie ein Wiener Kleinbürger zur Kultfigur wurde
Die ORF-Serie „Mundl“ über einen lauten, derben Wiener wird 50. Anfangs waren die Leute empört, aber bald war Mundl Kult. Warum eigentlich?
Leserbriefe
:Der verlorene Paradeiser
In Wien ist der Dialekt und damit eine Kultur in Gefahr, wie viele Zuschriften von Leserinnen und Lesern zeigen. „Der Genuss, der Charme und die Nonchalance“ gehen verloren, und natürlich der Schmäh.
MeinungÖsterreich
:Warum junge Wiener nicht mehr Dialekt sprechen
Die Oma sagt etwas, und die Enkelin versteht es nicht: Ist der Dialekt nur noch etwas für Touristen und für alte Wiener?
Heimatgefühl und Geografie
:„Rengschburg is Oberpfoiz“
Die Oberpfälzer haben "miechad" zu ihrem Wort des Jahres gewählt und damit indirekt die Frage aufgeworfen, welche Werte im Begriff Heimat stecken. Minister Füracker und Influencer Noah Hansen suchten jüngst bei einer Brotzeit nach Antworten - aber zuerst galt es, eine geografische Unsicherheit auszuräumen.
MeinungÖsterreich
:Wie Feministinnen Fußballfans überzeugen können
Die Wiener Sprachfärbung ist zum Sterben schön: ein U-Bahn-Gespräch zwischen Feministinnen und Fußballfans.
Das Bairische ist bedroht
:„Jetzt schnabeln sogar de oidn Weiber auf Englisch!“
Die deutsche Sprache wird malträtiert wie selten zuvor - und das Bairische droht ganz zu verschwinden. Und das, obwohl Dialekt besonders viele Emotionen weckt. Über die Wege zu seiner Rettung gibt es unterschiedliche Ansichten. Ein Essay zum Tag der Muttersprache.
Sängerin Anna Buchegger
:„Unser Vaterland wackelt auf der Bierbank“
Die österreichische Sängerin Anna Buchegger will sich den Begriff „Heimat“ von den Rechten zurückholen. Die wünschen ihr dafür Impfschäden. Über einen Kulturkampf mit Hackbrett und Dream-Pop-Beats.
Unfälle beim Urinieren
:Was beim Bieseln alles passieren kann
Im Wirtshaus unter den Stammtisch oder betrunken in den Hauseingang: Nicht immer bleibt das menschliche Grundbedürfnis so privat, wie es sein sollte.
Sprachgeschichte
:Der bayerische Grimm
Eine neue Biografie über den Gelehrten Johann Andreas Schmeller ermöglicht tiefe Einblicke in das Leben eines Genies im unruhigen 19. Jahrhundert. Einer großen Lebensleistung steht eine Ära gegenüber, in der selbst überragende Taten keinen Schutz vor sozialer Benachteiligung boten.
Himmelherrgottnoamoi
:Wie fit sind Sie im Bairischen?
Die bairische Sprache ist bunt und manchmal kurios. Wie vertraut sind Sie mit den Dialektwörtern, die überall im Freistaat zu hören sind? Machen Sie den Test!
Stilkritik „Heast“
:In Österreich reicht ein Wort für ausschweifende Konversationen
Das österreichische „Jugendwort des Jahres“ zeigt: Was heute cool ist, wurde schon von den Großeltern verstanden. Aber kann man es nicht auch übertreiben, mit der sprachlichen Brücke zwischen Jung und Alt?
Reden wir über Bayern mit Fitzgerald Kusz
:„In Franken ist der Blues zu Hause, die Melancholie“
Mit „Schweig Bub!“ hat Fitzgerald Kusz Theatergeschichte geschrieben. So groß war der Erfolg, dass er fortan nicht mehr als Lehrer arbeiten musste. Aber auch der Bayerische Rundfunk finanzierte Kusz – das allerdings unfreiwillig, nach einer Klage.
Sprache
:Leidenschaft für Dialekt – Sepp Obermeier gibt Vorsitz ab
Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich Sepp Obermeier für die Bewahrung der Mundart ein – getreu dem Motto: Blaukraut statt Rotkohl. Nun gibt er den Vorsitz beim Bund Bairische Sprache ab.
Streit um „lecker“
:Lecko mio!
Schon längst flutet das in Nord- und Westdeutschland sehr beliebte Wort „lecker“ auch den Sprachraum in Bayern und Österreich. Dort löst es aber immer noch Widerstand und Aversionen aus. Die Frage ist: warum?
Kontaktanzeigen
:„Richtig greisslicher Bursch“ sucht Frau
Kleinanzeigen sind eine Fundgrube für Kuriositäten jeglicher Art. Ein liebeshungriger Jüngling hat zuletzt mit dem Argument, er sei schiach, für sich geworben.
Oberfränkisches Wort des Jahres
:Warum der „Schnerbfl“ nicht dasselbe wie der „Zipfe“ ist
Im Dialekt lässt sich wunderbar schimpfen. Doch es gibt Mundarten, die sich offenbar besser eignen als andere.
Sprachwissenschaft
:Ist Bairisch eine Sprache oder ein Dialekt?
Zwei Sprachvereine kämpfen gegen den drohenden Verlust des Bairischen an. Die einen wollen es als eigene Regionalsprache unter Schutz stellen. Andere halten das für schlimmstenfalls kontraproduktiv.
Dialekt
:Allmächd, die Bibl!
Sabberlodd: Endlich gibt’s das Neue Testament auch auf Fränkisch, auf beinahe 600 Seiten. Fei wärgli!
Deutsche Sprache
:Jetzt ist der Radi auch im Duden rass
Der Regensburger Orthografie-Experte Christian Stang hat als einziger Bayer an der neuen Auflage des Duden mitgewirkt. Davon profitieren nicht zuletzt süddeutsche Begriffe.
Christine Nöstlinger, ein Klangbuch
:Zum Schunkeln und Speibn
Denen, die über ihre Sehnsüchte und Hoffnungen nicht sprechen mögen, gab Christine Nöstlinger Worte mit ihrem Lyrikzyklus „Iba de gaunz oamen Leit“. Der kommt jetzt neu vertont zu kristallklarer Größe.
Deutsche Sprache
:Die Butter? Der Butter!
„Dialektfluencer“ und Politiker versuchen sich an der Rettung regionaler Mundarten – und trotzdem gibt es immer weniger Menschen, die Dialekt sprechen. Für die deutsche Sprache ist das ein großer Verlust.
Bayerischer Dialektpreis
:„Und i bin da Schorsch“
Der Freistaat vergibt seine diesjährigen Dialektpreise, erstmals auch in einer speziellen Jugendkategorie. Bei der Ehrung lernt man, warum der Fuaß im Allgäu bis zum Hintern reicht.
Wortschatz der Oberpfalz
:Ou legg!
Für Sprachliebhaber ist die Oberpfalz ein Paradies. Schließlich ist sie ein Brennpunkt der ou-Laute, die weltweit populär und sogar in der Hochliteratur geschätzt sind. In Bayern jedoch geht es mehr um die Frage, was bedeutsamer ist: Freibier oder Shakespeare?
Preisverleihung
:Markus Wasmeier erhält Bairische Sprachwurzel
Die Auszeichnung geht an den einst erfolgreichen Skirennläufer, weil er sich bis heute erfolgreich weigert, sich sprachlich einnorden zu lassen.
Regensburg
:Dialektpreis „Sprachwurzel“ geht an Markus Wasmeier
Für ihn sei es selbstverständlich gewesen, „dass i so red' wie i red'“, sagte der Ski-Olympiasieger bei der Verleihung. Der Bund Bairische Sprache ehrt mit dem Preis Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit an ihrem Dialekt festhalten.
Immer Ärger mit dem Dialekt
:Wie KI die Dialekt-Problematik lösen könnte
Künstliche Intelligenz kann bestimmt schon bald Schafkopf spielen. Oder bei Vernehmungen Bairisch verschriftlichen. In einem aktuellen Gerichtsfall aus München hätte das wohl geholfen.
„Dicht & Ergreifend“, jetzt ohne Dialekt
:„Man muss sich immer wieder neu erfinden“
Im neuesten Video der Hip-Hop-Crew „Dicht & Ergreifend“ spielt Miroslav Nemec einen Waffenhändler. Wie kommt der Fernsehstar in dieses Video? Und warum machen George Urkwell und Lef Dutti in „Highlife“ plötzlich Musik auf Hochdeutsch?
Brauchtum und Tradition
:Vereine fordern Schutzstatus für Dialekt
Eine entsprechende Petition haben jetzt der Bayerische Landesverein für Heimatpflege und der Bund Bairische Sprache an den Landtag gerichtet.
Gesellschaft
:Leben auf dem Land
Deutschland, das ist nicht nur Berlin, Hamburg oder München, sondern auch alles dazwischen. Elf Geschichten über Menschen, die auf dem Dorf leben, lieben und arbeiten.
Sprache im Wandel
:„Man kann modern sein und trotzdem Dialekt sprechen“
Wer heute noch in Deutschland babbelt, schwätzt oder ratscht, behält sich ein Stück eigene Geschichte. Acht junge Dialektsprecher aus verschiedenen Regionen Deutschlands antworten auf die Frage, welche Rolle ihre Mundart für sie spielt.