:Der Mann als Universalgelehrter und Auslaufmodell
Ein Historiendrama um Leibniz, ein Weltreisender auf zwei Rädern und Männer im Wandel – das sind die spannendsten Vorträge im März in München.
Theater
:„Die Bühne ist ein gefährlicher Raum, und sie muss gefährlich bleiben“
Ersan Mondtag inszeniert am Münchner Residenztheater „Munich Machine“ von Albert Ostermaier. Ein Gespräch über die coole Uncoolness von München und darüber, warum das Theater kein sicherer Ort sein darf.
Film
:Bitte einmal mit den Brustwarzen lächeln
Simon Verhoevens „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ nach Joachim Meyerhoff feiert die Schauspielkunst. Senta Berger brilliert darin als Diva – diese Literaturverfilmung muss man sehen.
Deutscher Filmball
:„Ich nehm’ alles, was ich kriege“
Endlich wieder Champagnerschmarrndrama: Der 50. Deutsche Filmball ist die gewünschte Achterbahn der Emotionen.
47. Bayerischer Filmpreis
:Die Preisträger
Leonie Benesch räumt als beste Darstellerin ab, der Film „Amrum“ als bester Film. In zwölf Kategorien wurden die Bayerischen Filmpreise vergeben.
Filmpreis für Florian David Fitz
:Wie man Menschen ins Kino lockt? „Mit einem trojanischen Pferd“
Florian David Fitz, mit 51 Jahren nahezu jugendlicher Ehrenpreisträger beim 47. Bayerischen Filmpreis, hat eine klare Vorstellung, wie man Menschen für Filme begeistern kann.
Krise hin, Reformstau her
:50 Jahre Deutscher Filmball: So feiert sich die Branche selbst
Der Deutsche Filmball feiert Jubiläum, das Schaulaufen der Stars im Bayerischen Hof findet zum 50. Mal statt. Doch hinter den Kulissen brodelt es, die Branche ringt um Reformen. Und warum fehlt in München eigentlich der wichtigste Mann des Abends?
Buch über die Krautrock-Pioniere Popol Vuh
:Der Glücksfall für Werner Herzog
Mit ihrer Filmmusik für Werner Herzog wurden „Popol Vuh“ weltweit bekannt. Nun gibt es das erste Buch über die Münchner Krautrock-Pioniere.
Film
:Das Atelier als Schlachtfeld
Hans-Jürgen Syberberg wurde einst als Avantgarde-Filmer in den USA bestaunt, filmte seine kleinen Projekte vor allem im Studio. Es war immer zu wenig Geld da, das war vielleicht sein Glück. Nun wird der Regisseur 90 Jahre alt.
Premiere von „Das Leben der Wünsche“
:Der Teufel berlinert
Bei der Filmpremiere von „Das Leben der Wünsche“ im Münchner Mathäser-Kino zeigt Henry Hübchen seine Show-Qualität, Verena Altenberger ihr unbezwingbares Lächeln und Matthias Schweighöfer die Geduld einer Teflonpfanne.
Bavaria Filmstudios
:Die Magie der Kulissenmalerin
Simone Kellermann hat für den Kinofilm „Das Kanu des Manitu“ mit rund 600 Litern Farbe Felsen einer spanischen Tropfsteinhöhle in Grünwald realitätsgetreu nachgemalt. Zu Besuch bei der Künstlerin in den Filmstudios.
Kino
:Glück ist keine Kassenleistung
Kann man Depressionen mit Musik heilen? Die Tragikomödie „No Hit Wonder“ mit Nora Tschirner und Florian David Fitz erzählt von einem Pop-Experiment in der Psychiatrie, verheddert sich aber leider in Nebensächlichkeiten.
Kino
:Ein Kobold spendet Trost
Die wenigsten Dinge, die mal schön waren, dürfen schön bleiben. Beim Münchner Phänomen Pumuckl gelingt das aber – jetzt sogar mit einem neuen Kinofilm. Ein Werkstattbesuch.
Hark Bohm
:Auf der Seite all derer, die die Gesellschaft gern ignorierte
Fatih Akins neuer Film „Amrum“ zeigt die Kindheit des späteren Schauspielers und Filmemachers um das Ende des Zweiten Weltkriegs herum. Was in seinem echten Leben danach passierte.
Was läuft in den Münchner Kinos?
:Zugkräftiges aus Deutschland
Filme aus Deutschland ziehen derzeit die Menschen in die Kinos. In München gibt es darüber hinaus viele Filmgespräche, Premieren und Sonderveranstaltungen.
Interview mit Laura Tonke
:„Es fühlte sich an, als hätte ich im Hochsommer einen sehr kratzigen Wollmantel an“
Die Schauspielerin Laura Tonke über ihre Rolle als Nazi-Mutter in Fatih Akins Kinofilm „Amrum“, ihr Talent als Lügnerin und die Sehnsucht, mal eine Rächerin zu spielen.
80 Jahre Film und Fernsehen rund um München
:Jenseits des Heimatfilms
Ein Streifzug durch die Region als Filmkulisse: Wie Bilder, Figuren und Drehorte in den vergangenen Jahrzehnten Wahrnehmung und Lebensgefühl des Münchner Umlands prägten – und welche Spuren sie im internationalen Kino hinterlassen haben.
Fünf-Seen-Filmfestival
:„Erst leise Intensität und dann immer größere Wucht“
Eine hochkarätige Jury wählt „Mother’s Baby“ der österreichischen Regisseurin und Drehbuchautorin Johanna Mader zum besten Film beim Hauptwettbewerb des Fünf-Seen-Filmfestivals. Den Dokumentarfilmpreis erhält eine deutsch-polnische Produktion eines indischen Regisseurs aus Warschau.
19. Fünf-Seen-Filmfestival
:Auftakt mit Liebeskomödie
Die Eröffnung des 19. Fünf-Seen-Filmfestivals in der Starnberger Schlossberghalle geht ohne Krisenstimmung oder Kontroversen über die Bühne. Die Feierlaune wird allenfalls vom herbstlichen Nieselregen getrübt.
Kino
:Ein Film, den man nicht vergisst
Oscar-Kandidat, Preis der Jury in Cannes: Kein deutscher Film in den vergangenen Jahren kommt mit mehr Vorabehrungen in die Kinos als Mascha Schilinskis Generationendrama „In die Sonne schauen“. Ist der Hype gerechtfertigt?
Film
:Die Mauer muss weg
Im unterhaltsamen Netflix-Thriller „Brick“ ist ein Wohnhaus plötzlich komplett umhüllt von schwarzen Ziegeln, die Mieter sind eingesperrt. Matthias Schweighöfer und seine Lebensgefährtin Ruby O. Fee suchen einen Weg ans Licht.
Interview mit Aaron Altaras
:„Da habe ich mein Leben total an die Wand gefahren“
Der Schauspieler und DJ Aaron Altaras über seinen neuen Film „Rave On“, wilde Nächte im Berghain und eine fast schon filmreife Drogenerfahrung.
Eröffnungsfeier zum 42. Filmfest München
:Wer rückt nach, wenn der größte Star nicht kommt?
Das Filmfest München 2025 startet ohne Carey Mulligan, die aus privaten Gründen absagt. Stattdessen feiern Stars wie Vicky Krieps und Helena Zengel mit – und für Emotionen sorgen an diesem Abend zwei Politiker.
Film
:Fahrradsattel-Orgasmus, Version 2025
Vor 24 Jahren wurde „Mädchen Mädchen“ zum Kinophänomen für Teenager. Weil jetzt ein Remake kommt: ein paar Gedanken über junge Frauen und Sex.
SZ-Serie: Dahoam in ...
:„Heimat erfordert eine gewisse Bereitschaft zur Abhängigkeit“
Regisseur Christian Lerch lebt in Tulling, seine Heimat ist die Dichtlmühle, seine Filmkulissen sucht er sich oft in der Nähe. Dabei reichen seine Wurzeln auch in einen ganz anderen Teil der Welt.
Kino
:Eine deutsche Newcomerin erobert Cannes
Die Zuschauer sind begeistert von Mascha Schilinskis Familienepos „In die Sonne schauen“. Eine Begegnung.
Lola-Preisverleihung
:Ein bescheidener Gewinner und ein Moment tiefer Trauer
Bei der 75. Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin triumphiert Tim Fehlbaums „September 5“. Der neue Kulturstaatsminister versucht, seine Kritiker zu beschwichtigen. Und Pianist Igor Levit muss während der Gala den Tod Margot Friedländers verkünden.
Deutscher Filmpreis
:Goldene Lola geht an Thriller „September 5“
Der Film über das Münchner Olympia-Attentat 1972 ist der Favorit des Abends und räumt neun Preise ab.
Kino
:Exorzismus für ein ostdeutsches Dorf
Ein Weltkriegs-Filmdreh soll Touristen nach Brandenburg holen, fördert aber nur schlimme Geschichten zutage: Die Tragikomödie „Another German Tank Story“ ist Teil einer neuen Welle des deutschen Heimatfilms.
KI-Synchronisation
:Wie Renée Zellweger, nur künstlich
Jeder hat die deutschen Stimmen von Leonardo DiCaprio oder Renée Zellweger im Ohr - doch gut möglich, dass sie bald nicht mehr von Menschen gesprochen, sondern von einer KI produziert werden. Die Synchronbranche wehrt sich. Aber ist der Kampf noch zu gewinnen?
„Rosenthal“ im ZDF
:Als das Unterhaltungsfernsehen schwarz trug
Der Film „Rosenthal“ erzählt von der deutschen Geschichtsverdrängung – und von einem jüdischen Moderator, der sich subtil dagegen auflehnt.
Kultur- und Freizeittipps des Filmproduzenten Felix von Poser
:Abenteuer in München und im hohen Norden
Der Filmproduzent Felix von Poser freut sich in der Woche von 24. bis 30. März auf Wellenreiten, Tanzen im Club, die Berge und neue Filme in Kino und Fernsehen.
Deutscher Filmpreis 2025
:Zehn Nominierungen für „September 5“
Tim Fehlbaums Thriller über das Münchner Olympiamassaker liegt beim Deutschen Filmpreis vorn. Aber auch Filme über kämpferische Frauen haben gute Chancen.
Berlinale-Retrospektive
:Freibeuterträume
„Wild, schräg, blutig. Deutsche Genrefilme der 70er“ heißt die Retrospektive der Berlinale 2025. Sie erinnert an ein starkes Kino jenseits der staatlichen Förderkultur.
„Wunderschöner“ im Kino
:Wie frei ist eine Frau?
Karoline Herfurth lotet in ihrer Tragikomödie „Wunderschöner“ weibliche Handlungsspielräume aus – im Job, in Beziehungen und vor dem Kleiderschrank. Es ist – Überraschung! – kompliziert.
Deutsche Filmbranche
:Die fetten Jahre sind vorbei
Es gibt in Deutschland zu viele Filme ohne Relevanz, zu viel Durchschnitt, zu viel Sehnsucht nach mehr Subventionen. Dabei ist die Krise der Filmindustrie teils auch selbst verschuldet. Was die Branche tun muss, um sich zu retten.
„Der Spitzname“ im Kino
:Nenn mich nicht Pupsi, Schatz
Verhandelt werden nur Harmlosigkeiten, aber die Komödienroutine sitzt: „Der Spitzname“ ist Teil drei von Sönke Wortmanns Namens-Trilogie.
Sexkomödie „Der Vierer“ im Kino
:Showdown im Schlafzimmer
Verheißt der Titel ein Swinger-Experiment mit Florian David Fitz? Aber ja! Die deutsche Komödie „Der Vierer“ bietet statt Sex aber vor allem Verwicklungen.
Sozialdrama „Vena“ im Kino
:Mein Körper, meine Drogen
In ihrem packenden Regiedebüt „Vena“ zeigt Chiara Fleischhacker eine Mutterschaft unter extremen Bedingungen.
Filmdrama „Marianengraben“ im Kino
:Die Ausreißerin
„Marianengraben“ ist ein Glücksfall. Auch weil Regiedebütantin Eileen Byrne ihn verwirklichen konnte – trotz allem, was sie voriges Jahr im Appell „Angst essen Kino auf“ anprangerte.
Hollywood dreht in Bayern „Cliffhanger 2“
:Markus Söder trifft Pierce Brosnan
Der Ministerpräsident postet begeistert Fan-Fotos vom bisher geheimen Drehbeginn in den Penzinger Filmstudios. Nur ein Star ist offenbar doch nicht bei dem Projekt dabei.
„Alter weißer Mann“ im Kino
:Fühlt sich so real an
Simon Verhoeven schickt Jan Josef Liefers auf einen komödiantischen Wokeness-Parcours voller Fettnäpfchen. Merke: Als „Alter weißer Mann“ fühlt man sich nie selbst.
Nachruf auf Filmemacher Eckhart Schmidt
:Münchner Romantiker
Das Kino war ihm eine Traumwelt, in der man sich bedingungslos verlieren muss: zum Tod von Eckhart Schmidt, Regisseur von „Jet Generation“ und „Der Fan“.
Familien-Newsletter
:Großes Kino
In jeder Familie gibt es Vorgeschichten, alte Verletzungen und falsche Erwartungen. Bei Familienessen kommen sie häufig zum Vorschein - so wie in dem neuen Film „Alter weißer Mann“.
Filmpremiere „Hagen – im Tal der Nibelungen“
:Wenn ADHS-Siegfried wieder um sich haut
Bei der Premiere von „Hagen“, eine der teuersten und aufwendigsten deutschen Produktionen überhaupt, passt der Abend zum Film: Er ist anders als erwartet. Am Ende wird der Königssohn aus Xanten nicht einmal vom Richtigen ermordet.
Kinder- und Jugendbuchautorin Franziska Gehm
:„Typisch deutsch ist diese schubladenartige Klassifizierung in U- und E-Kultur“
Zwischen Büchern mit ernsten Themen, Glitzersternchen-Bestsellern und Blockbustern: Die Münchner Schriftstellerin Franziska Gehm ist enorm vielseitig. Jetzt hat sie einen Roman zum Thema KI veröffentlicht.
„In Liebe, Eure Hilde“ im Kino
:Der letzte Sommer
Tanzen, sich verlieben – und gegen die Nazis kämpfen: Liv Lisa Fries spielt die Widerstandskämpferin Hilde Coppi, die 1943 hingerichtet wurde. Was bedeutet ihr Schicksal für die Gegenwart?
Emanzipations-Drama „Samia“ im Kino
:Lauf, Mädchen, lauf
Die junge Samia aus dem kriegszerstörten Somalia träumt davon, bei Olympia die Schnellste zu sein – gegen alle Widerstände. Toll erzählt im gleichnamigen Film von Yasemin Samdereli.
Kultur in Starnberg und Region
:Was das Fünf-Seen-Filmfestival 2024 zu bieten hat
Das renommierte Sommerfestival zeigt in seiner 18. Ausgabe mehr als 100 neue Filme. Als Ehrengäste werden Andreas Dresen, Hans Steinbichler und Corinna Harfouch erwartet, die in Starnberg mit einem besonderen Preis geehrt wird.
Kein ganz normaler Job
:Die Stuntfrau, die auch Männer doubelt
Katja Jerabek springt nicht nur für Anke Engelke oder Nora Tschirner von Dächern und lässt sich in Brand setzen – sie hält auch für Schauspieler wie Tom Schilling die Knochen hin. Ein Besuch an ihrem aktuellen Filmset.