Deutscher Film

Alle Rezensionen zum Genre Deutscher Film

Kino
:Nastassja Kinski und Wim Wenders einigen sich

Er filmte sie als 13-jähriges Kind in einer Nacktszene, über die er lange nicht verhandeln wollte. Nun kündigt der 80-jährige Regisseur an, die strittige Szene in „Falsche Bewegung“ von 1974 herauszuschneiden.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

Kino
:Das sind die Höhepunkte der Filmkunstwochen München

Wenn es draußen mal wieder etwas heißer ist, geht man noch viel lieber ins Kino: Die 74. Filmkunstwochen München bieten ein buntes Programm aus Festivalhits, Filmerfolgen und Fundstücken. Der große Überblick.

Von Josef Grübl

Unterwegs auf dem Filmfest München
:Magische Momente der Filmbranche

Was ist los auf den vielen Feiern und Empfängen des Münchner Filmfestes? Über Bonsai-Ventilatoren, Paul McCartney als Partygast und überraschende Geständnisse von Josef Hader.

SZ PlusVon Philipp Crone, Josef Grübl und Susanne Hermanski

Film
:Wie fremd alles ist, was man so sagt

Eine verheiratete Frau lernt einen Mann kennen, dann ist er tot. Angela Schanelecs neuer Film „Meine Frau weint“ ist rigoros, streng, komplett anders als das gewohnte Kino – aber absolut ernst gemeint.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Debatte
:Zur Infamie von Wim Wenders

Der Regisseur, der die 13-jährige Nastassja Kinski nackt ausstellte, spielt der Schauspielerin die Verantwortung für Zensur im Kino zu. Dass es dafür Beifall gibt von der sich sonst so empfindsam gebenden Branche: Man fasst es nicht.

SZ PlusEssay von Claudia Tieschky

Nastassja  Kinski und Wim Wenders
:„Er hat mich nicht beschützt“

Nastassja Kinski spielt mit 13 Jahren halbnackt für eine Filmszene von Wim Wenders. Heute kämpft der Weltstar dafür, dass das nicht mehr zu sehen ist. Begegnung mit einer Frau, die nicht mehr das entblößte Mädchen des deutschen Autorenfilms sein will.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

Stimmen zum Tod von Mario Adorf
:Ein großer Kollege, herzensguter Mensch und wahrer Freund

Mario Adorf war ein Schauspieler, der seine Charaktere umarmte. Ein Mann voller Wärme, der allergisch war gegen Ungerechtigkeit. Wegbegleiter erinnern sich an ihn.

Mario Adorf
:Szenen für die Ewigkeit

„Winnetou“, „Kir Royal“, „Die Blechtrommel“: Mario Adorf prägte die Filmwelt in vielen Rollen und für gleich mehrere Generationen. Eine Erinnerung an besondere Momente.

SZ PlusVon SZ-Autoren

Was läuft an Vorträgen in München?
:Der Mann als Universalgelehrter und Auslaufmodell

Ein Historiendrama um Leibniz, ein Weltreisender auf zwei Rädern und Männer im Wandel – das sind die spannendsten Vorträge im März in München.

Von Barbara Hordych

Theater
:„Die Bühne ist ein gefährlicher Raum, und sie muss gefährlich bleiben“

Ersan Mondtag inszeniert am Münchner Residenztheater „Munich Machine“ von Albert Ostermaier. Ein Gespräch über die coole Uncoolness von München und darüber, warum das Theater kein sicherer Ort sein darf.

SZ PlusInterview von Christiane Lutz

Film
:Bitte einmal mit den Brustwarzen lächeln

Simon Verhoevens „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ nach Joachim Meyerhoff feiert die Schauspielkunst. Senta Berger brilliert darin als Diva – diese Literaturverfilmung muss man sehen.

SZ PlusVon Martina Knoben

Deutscher Filmball
:„Ich nehm’ alles, was ich kriege“

Endlich wieder Champagnerschmarrndrama: Der 50. Deutsche Filmball ist die gewünschte Achterbahn der Emotionen.

SZ PlusVon Christian Mayer

47. Bayerischer Filmpreis
:Die Preisträger

Leonie Benesch räumt als beste Darstellerin ab, der Film „Amrum“ als bester Film. In zwölf Kategorien wurden die Bayerischen Filmpreise vergeben.

Von Philipp Crone

Filmpreis für Florian David Fitz
:Wie man Menschen ins Kino lockt? „Mit einem trojanischen Pferd“

Florian David Fitz, mit 51 Jahren nahezu jugendlicher Ehrenpreisträger beim 47. Bayerischen Filmpreis, hat eine klare Vorstellung, wie man Menschen für Filme begeistern kann.

Von Philipp Crone

Krise hin, Reformstau her
:50 Jahre Deutscher Filmball: So feiert sich die Branche selbst

Der Deutsche Filmball feiert Jubiläum, das Schaulaufen der Stars im Bayerischen Hof findet zum 50. Mal statt. Doch hinter den Kulissen brodelt es, die Branche ringt um Reformen. Und warum fehlt in München eigentlich der wichtigste Mann des Abends?

SZ PlusVon Josef Grübl

Buch über die Krautrock-Pioniere Popol Vuh
:Der Glücksfall für Werner Herzog

Mit ihrer Filmmusik für Werner Herzog wurden „Popol Vuh“ weltweit bekannt. Nun gibt es das erste Buch über die Münchner Krautrock-Pioniere.

Von Jürgen Moises

Film
:Das Atelier als Schlachtfeld

Hans-Jürgen Syberberg wurde einst als Avantgarde-Filmer in den USA bestaunt, filmte seine kleinen Projekte vor allem im Studio. Es war immer zu wenig Geld da, das war vielleicht sein Glück. Nun wird der Regisseur 90 Jahre alt.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Premiere von „Das Leben der Wünsche“
:Der Teufel berlinert

Bei der Filmpremiere von „Das Leben der Wünsche“ im Münchner Mathäser-Kino zeigt Henry Hübchen seine Show-Qualität, Verena Altenberger ihr unbezwingbares Lächeln und Matthias Schweighöfer die Geduld einer Teflonpfanne.

SZ PlusVon Christian Mayer

Bavaria Filmstudios
:Die Magie der Kulissenmalerin

Simone Kellermann hat für den Kinofilm „Das Kanu des Manitu“ mit rund 600 Litern Farbe Felsen einer spanischen Tropfsteinhöhle in Grünwald realitätsgetreu nachgemalt. Zu Besuch bei der Künstlerin in den Filmstudios.

SZ PlusVon Lisa Marie Wimmer

Kino
:Glück ist keine Kassenleistung

Kann man Depressionen mit Musik heilen? Die Tragikomödie „No Hit Wonder“ mit Nora Tschirner und Florian David Fitz erzählt von einem Pop-Experiment in der Psychiatrie, verheddert sich aber leider in Nebensächlichkeiten.

SZ PlusVon Josef Grübl

Kino
:Ein Kobold spendet Trost

Die wenigsten Dinge, die mal schön waren, dürfen schön bleiben. Beim Münchner Phänomen Pumuckl gelingt das aber – jetzt sogar mit einem neuen Kinofilm. Ein Werkstattbesuch.

SZ PlusVon Johanna Adorján

Hark Bohm
:Auf der Seite all derer, die die Gesellschaft gern ignorierte

Fatih Akins neuer Film „Amrum“ zeigt die Kindheit des späteren Schauspielers und Filmemachers um das Ende des Zweiten Weltkriegs herum. Was in seinem echten Leben danach passierte.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Was läuft in den Münchner Kinos?
:Zugkräftiges aus Deutschland

Filme aus Deutschland ziehen derzeit die Menschen in die Kinos. In München gibt es darüber hinaus viele Filmgespräche, Premieren und Sonderveranstaltungen.

Von Josef Grübl

Interview mit Laura Tonke
:„Es fühlte sich an, als hätte ich im Hochsommer einen sehr kratzigen Wollmantel an“

Die Schauspielerin Laura Tonke über ihre Rolle als Nazi-Mutter in Fatih Akins Kinofilm „Amrum“, ihr Talent als Lügnerin und die Sehnsucht, mal eine Rächerin zu spielen.

SZ PlusInterview von Johanna Adorján

80 Jahre Film und Fernsehen rund um München
:Jenseits des Heimatfilms

Ein Streifzug durch die Region als Filmkulisse: Wie Bilder, Figuren und Drehorte in den vergangenen Jahrzehnten Wahrnehmung und Lebensgefühl des Münchner Umlands prägten – und welche Spuren sie im internationalen Kino hinterlassen haben.

SZ PlusVon Udo Watter

Fünf-Seen-Filmfestival
:„Erst leise Intensität und dann immer größere Wucht“

Eine hochkarätige Jury wählt „Mother’s Baby“ der österreichischen Regisseurin und Drehbuchautorin Johanna Mader zum besten Film beim Hauptwettbewerb des Fünf-Seen-Filmfestivals. Den Dokumentarfilmpreis erhält eine deutsch-polnische Produktion eines indischen Regisseurs aus Warschau.

Von Katja Sebald

19. Fünf-Seen-Filmfestival
:Auftakt mit Liebeskomödie

Die Eröffnung des 19. Fünf-Seen-Filmfestivals in der Starnberger Schlossberghalle geht ohne Krisenstimmung oder Kontroversen über die Bühne. Die Feierlaune wird allenfalls vom herbstlichen Nieselregen getrübt.

Von Katja Sebald

Kino
:Ein Film, den man nicht vergisst

Oscar-Kandidat, Preis der Jury in Cannes: Kein deutscher Film in den vergangenen Jahren kommt mit mehr Vorabehrungen in die Kinos als Mascha Schilinskis Generationendrama „In die Sonne schauen“. Ist der Hype gerechtfertigt?

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Film
:Die Mauer muss weg

Im unterhaltsamen Netflix-Thriller „Brick“ ist ein Wohnhaus plötzlich komplett umhüllt von schwarzen Ziegeln, die Mieter sind eingesperrt. Matthias Schweighöfer und seine Lebensgefährtin Ruby O. Fee suchen einen Weg ans Licht.

SZ PlusVon Josef Grübl

Interview mit Aaron Altaras
:„Da habe ich mein Leben total an die Wand gefahren“

Der Schauspieler und DJ Aaron Altaras über seinen neuen Film „Rave On“, wilde Nächte im Berghain und eine fast schon filmreife Drogenerfahrung.

SZ PlusInterview von Johanna Adorján

Eröffnungsfeier zum 42. Filmfest München
:Wer rückt nach, wenn der größte Star nicht kommt?

Das Filmfest München 2025 startet ohne Carey Mulligan, die aus privaten Gründen absagt. Stattdessen feiern Stars wie Vicky Krieps und Helena Zengel mit – und für Emotionen sorgen an diesem Abend zwei Politiker.

Von Susanne Hermanski

Film
:Fahrradsattel-Orgasmus, Version 2025

Vor 24 Jahren wurde „Mädchen Mädchen“ zum Kinophänomen für Teenager. Weil jetzt ein Remake kommt: ein paar Gedanken über junge Frauen und Sex.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

SZ-Serie: Dahoam in ...
:„Heimat erfordert eine gewisse Bereitschaft zur Abhängigkeit“

Regisseur Christian Lerch lebt in Tulling, seine Heimat ist die Dichtlmühle, seine Filmkulissen sucht er sich oft in der Nähe. Dabei reichen seine Wurzeln auch in einen ganz anderen Teil der Welt.

SZ PlusVon Alexandra Leuthner

Kino
:Eine deutsche Newcomerin erobert Cannes

Die Zuschauer sind begeistert von Mascha Schilinskis Familienepos „In die Sonne schauen“. Eine Begegnung.

SZ PlusVon David Steinitz

Lola-Preisverleihung
:Ein bescheidener Gewinner und ein Moment tiefer Trauer

Bei der 75. Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin triumphiert Tim Fehlbaums „September 5“. Der neue Kulturstaatsminister versucht, seine Kritiker zu beschwichtigen. Und Pianist Igor Levit muss während der Gala den Tod Margot Friedländers verkünden.

SZ PlusVon Christian Mayer

Deutscher Filmpreis
:Goldene Lola geht an Thriller „September 5“

Der Film über das Münchner Olympia-Attentat 1972 ist der Favorit des Abends und räumt neun Preise ab.

Kino
:Exorzismus für ein ostdeutsches Dorf

Ein Weltkriegs-Filmdreh soll Touristen nach Brandenburg holen, fördert aber nur schlimme Geschichten zutage: Die Tragikomödie „Another German Tank Story“ ist Teil einer neuen Welle des deutschen Heimatfilms.

SZ PlusVon Sofia Glasl

KI-Synchronisation
:Wie Renée Zellweger, nur künstlich

Jeder hat die deutschen Stimmen von Leonardo DiCaprio oder Renée Zellweger im Ohr - doch gut möglich, dass sie bald nicht mehr von Menschen gesprochen, sondern von einer KI produziert werden. Die Synchronbranche wehrt sich.  Aber ist der Kampf noch zu gewinnen?

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand und David Steinitz

„Rosenthal“ im ZDF
:Als das Unterhaltungsfernsehen schwarz trug

Der Film „Rosenthal“ erzählt von der deutschen Geschichtsverdrängung – und von einem jüdischen Moderator, der sich subtil dagegen auflehnt.

SZ PlusVon Holger Gertz

Kultur- und Freizeittipps des Filmproduzenten Felix von Poser
:Abenteuer in München und im hohen Norden

Der Filmproduzent Felix von Poser freut sich in der Woche von 24. bis 30. März auf Wellenreiten, Tanzen im Club, die Berge und neue Filme in Kino und Fernsehen.

SZ Plus

Deutscher Filmpreis 2025
:Zehn Nominierungen für „September 5“

Tim Fehlbaums Thriller über das Münchner Olympiamassaker liegt beim Deutschen Filmpreis vorn. Aber auch Filme über kämpferische Frauen haben gute Chancen.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Berlinale-Retrospektive
:Freibeuterträume

„Wild, schräg, blutig. Deutsche Genrefilme der 70er“ heißt die Retrospektive der Berlinale 2025. Sie erinnert an ein starkes Kino jenseits der staatlichen Förderkultur.

SZ PlusVon Fritz Göttler

„Wunderschöner“ im Kino
:Wie frei ist eine Frau?

Karoline Herfurth lotet in ihrer Tragikomödie „Wunderschöner“ weibliche Handlungsspielräume aus – im Job, in Beziehungen und vor dem Kleiderschrank. Es ist – Überraschung! – kompliziert.

SZ PlusVon Martina Knoben

Deutsche Filmbranche
:Die fetten Jahre sind vorbei

Es gibt in Deutschland zu viele Filme ohne Relevanz, zu viel Durchschnitt, zu viel Sehnsucht nach mehr Subventionen. Dabei ist die Krise der Filmindustrie teils auch selbst verschuldet. Was die Branche tun muss, um sich zu retten.

SZ PlusGastbeitrag von Martin Moszkowicz

„Der Spitzname“ im Kino
:Nenn mich nicht Pupsi, Schatz

Verhandelt werden nur Harmlosigkeiten, aber die Komödienroutine sitzt: „Der Spitzname“ ist Teil drei von Sönke Wortmanns Namens-Trilogie.

SZ PlusVon Josef Grübl

Sexkomödie „Der Vierer“ im Kino
:Showdown im Schlafzimmer

Verheißt der Titel ein Swinger-Experiment mit Florian David Fitz? Aber ja! Die deutsche Komödie „Der Vierer“ bietet statt Sex aber vor allem Verwicklungen.

SZ PlusVon Josef Grübl

Sozialdrama „Vena“ im Kino
:Mein Körper, meine Drogen

In ihrem packenden Regiedebüt „Vena“ zeigt Chiara Fleischhacker eine Mutterschaft unter extremen Bedingungen.

SZ PlusVon Annett Scheffel

Filmdrama „Marianengraben“ im Kino
:Die Ausreißerin

„Marianengraben“ ist ein Glücksfall. Auch weil Regiedebütantin Eileen Byrne ihn verwirklichen konnte – trotz allem, was sie voriges Jahr im Appell „Angst essen Kino auf“ anprangerte.

SZ PlusVon Anna Steinbauer

Hollywood dreht in Bayern „Cliffhanger 2“
:Markus Söder trifft Pierce Brosnan

Der Ministerpräsident postet begeistert Fan-Fotos vom bisher geheimen Drehbeginn in den Penzinger Filmstudios. Nur ein Star ist offenbar doch nicht bei dem Projekt dabei.

Von Susanne Hermanski

„Alter weißer Mann“ im Kino
:Fühlt sich so real an

Simon Verhoeven schickt Jan Josef Liefers auf einen komödiantischen Wokeness-Parcours voller Fettnäpfchen. Merke: Als „Alter weißer Mann“ fühlt man sich nie selbst.

SZ PlusVon Josef Grübl

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: