Inflation

Null ist das neue Normal

Ökonomen haben Angst vor sinkenden Preisen, die EZB auch. Dabei ist es längst Zeit, sich an dauerhaft niedrige Inflationsraten zu gewöhnen.

Kommentar von Ulrich Schäfer

European Central Bank President Mario Draghi Announces Interest Rate Decision
Geldpolitik

Mini-Ölpreis bringt Draghi in Not

Die meisten Menschen freuen sich über fallende Ölpreise. Nur einer freut sich nicht: der EZB-Chef.

Analyse von Markus Zydra, Frankfurt

Verbraucherpreise in Deutschland - Lebensmittel
Konjunktur in der Euro-Zone

Verbraucher haben mehr Arbeit und ein billigeres Leben

Es klingt nach guten Nachrichten: Die Preise in der Euro-Zone sinken weiter, zugleich fällt die Arbeitslosenquote. Der Blick ins Detail zeigt aber, wie ungleich die Verhältnisse in Europa sind.

Analyse
Deflation in Deutschland

Leben wird billiger

Erstmals seit 2009 sinken in Deutschland die Preise. An eine gefährliche Deflation glauben viele Ökonomen trotzdem nicht. Der Grund: Die Verbraucher verhalten sich nicht so, wie sie es ökonomischen Modellen zufolge eigentlich sollten.

Von Harald Freiberger, Frankfurt

EZB 03:46
Videoanalyse
Anhaltender Preisverfall

Kein Grund zur Panik

Droht Europa eine Deflation? Erstmals seit fünf Jahren sind die Verbraucherpreise in der Eurozone gesunken. Das treibt einigen Finanzexperten den Angstschweiß auf die Stirn. Wie schlimm ist es wirklich?

Von Marc Beise

Billige Energie

Verbraucherpreise in der Euro-Zone sinken

Erstmals seit 2009 fallen die Verbraucherpreise in der Euro-Zone. Das liegt vor allem daran, dass Energie derzeit so billig ist. Die Angst vor einer dauerhaften Deflation ist dennoch groß.

European Central Bank President Mario Draghi News Conference As Economic Outlook Menaced By Russia's President Vladimir Putin
Gefahr einer Deflation

Draghi hält die Notenpresse warm

Die Inflationsrate in der Eurozone ist im Keller, auch das Wachstum in Europa stockt. Experten warnen vor einer Deflation. Bevor er in den Urlaub verschwindet, verweist EZB-Chef Mario Draghi deshalb nochmals auf seine mächtigen Werkzeuge.

Von Harald Freiberger

Mario Draghi
Maßnahmen der Europäischen Zentralbank

Geldverschenker ohne Weitblick

Ein Strafzins für Europas Finanzhäuser, Milliardenkredite für Banken. Werden die Währungshüter um EZB-Chef Mario Draghi die Probleme der Krisenstaaten damit lösen können? Die Ursachen für deren Leiden sind kaum heilbar - und das billige Geld richtet Schäden an, die immer mehr Menschen spüren.

Ein Kommentar von Alexander Hagelüken

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Historische Entscheidung

EZB beschließt Milliardenkredite und Strafzins für Banken

Mario Draghi hat seine Ankündigungen wahr gemacht: Der Leitzins in der Euro-Zone fällt von 0,25 auf ein Rekordtief von 0,15 Prozent, Banken müssen künftig zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank parken. Zudem bekommen Geldhäuser auch ein Kreditpaket in Höhe von 400 Milliarden Euro.

Von Bastian Brinkmann

Preissteigerung

Inflation sinkt auf Vierjahrestief

Benzin und Energie werden billiger - die Inflation in Deutschland fällt auf nur noch 0,9 Prozent. Das verschafft der Europäischen Zentralbank Spielraum.

Niedrige Zinsen gegen Deflation

Notfalls negativ

Die Waren könnten zu billig werden: Um die drohende Deflation zu bekämpfen, will die Europäische Zentralbank unter anderem noch einmal die Zinsen senken, das ist Insidern zufolge "mehr oder weniger sicher". Das Geld wird also noch billiger - auch negative Zinsen sind möglich.

Luthertomaten werden geerntet
Deflationsangst

Inflation im Euroraum zieht wieder an

Es geht nicht mehr Richtung Nullpunkt: Immer langsamer stiegen die Verbraucherpreise zuletzt an, jetzt legt die Inflation wieder zu - auch wegen der Preise für Lebensmittel. Wirklich gesund dürfte das in den Augen der EZB immer noch nicht sein.

Teuerungsrate im April

Inflation steigt in Deutschland wieder

Teurere Nahrungsmittel, teurere Dienstleistungen: In Deutschland ist die Inflation im April wieder etwas gestiegen. Doch ein großer Ausgabenposten bremst die Preissteigerung.

EZB-Chef Mario Draghi
Europäische Zentralbank

Ankäufe von Staatsanleihen sollen unbegrenzt sein

Zur Bekämpfung der Deflation plant die Europäische Zentralbank ein Ankaufprogramm für Staatsanleihen. Das Volumen der Käufe soll prinzipiell unbegrenzt sein. Technisch gesehen käme es Geld drucken gleich.

Furcht vor Deflation

Inflation in Euro-Zone sackt weiter ab

So niedrig wie zuletzt mitten in der Weltwirtschaftskrise: Die Preise in der Euro-Zone sind dem Europäischem Statistikamt zufolge nur noch um 0,5 Prozent gestiegen. So eine niedrige Inflationsrate schürt Deflationsängste. Der EZB gehen allmählich die Mittel aus.

Aldi Preiskampf
Aldi, Netto, & Co.

Discounter verschärfen Preiskampf

Aldi wird billiger, Netto macht es nach. Während die Kunden glücklich sind, spricht die Konkurrenz von Wertvernichtung. Der harte Wettbewerb trägt zum Preisverfall bei. Manche Ökonomen sind besorgt.

Fallende Preise

Spanien rutscht in die Deflation

Einkaufen in Spanien wird billiger und das ist ein schlechtes Zeichen: Wegen seiner hohen Arbeitslosigkeit fällt das Land in die Deflation. Das könnte die Wirtschaft abwürgen.

Preisverfall

Wirtschaftsexperten warnen vor Deflation

Ist Europa von einer Abwärtsspirale mit sinkenden Preisen und schwacher Nachfrage bedroht? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hält diese Gefahr für real.

Von Thomas Öchsner, Berlin

Mineralölverband: Umstellung auf neuen Biosprit dauert noch
Währungsunion

Inflation in Euro-Zone fällt auf 0,7 Prozent

Droht Europa die Deflation? Weil Benzin und andere Produkte billiger werden, sinkt die Preissteigerung in der Euro-Zone. Das könnte im Kampf gegen die Krise gefährlich werden.

Griechenlands Deflation so hoch wie 1962

Ein ganzes Land wird billiger

Inflationssorgen plagen vor allem die Deutschen. In Griechenland dagegen erreicht die Deflation den höchsten Stand seit einem halben Jahrhundert. Die harten Lohnkürzungen schlagen voll auf die Preise durch. Ein gefährliches Spiel.

Wirtschaft in Japan

Japans Regierungschef verstört die Anleger

Japans Börsen brechen ein. Regierungschef Shinzo Abe hat zwar weitere Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft angekündigt - doch es war nicht das, was die Anleger erwartet hatten.

Geldpolitik und Wirtschaftswachstum

Japans Notenbanker bleiben locker

Die Wirtschaft des Landes wächst überraschend - die japanische Notenbank sieht sich in ihrer lockeren Geldpolitik bestätigt. Warnungen vor einer neuen Blase ignoriert sie.

Japans Kampf mit der Deflation

Geldschwemme gegen Staatsschulden

Binnen zwei Jahren will die japanische Zentralbank den Geldumlauf verdoppeln - und wagt damit das größte Experiment in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte. Schafft dieses riskante Manöver Wohlstand, oder brockt sich Japan damit eine galoppierende Inflation bei wirtschaftlicher Stagnation ein? Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Von Markus Zydra

A voter holds an election campaign leaflet of Japan's main opposition Liberal Democratic Party's leader Abe in Tokyo
Parlamentswahl in Japan

Neuanfang mit alter Kraft

Es ist die erste Wahl nach Fukushima - und Japan entscheidet sich für einen Atomkraftbefürworter. Nach Prognosen des Fernsehens können die LDP und der künftige Ministerpräsident Shinzo Abe mit etwa 300 der 480 Mandate rechnen.

Japan general election
Parlamentswahl

Japan vor Machtwechsel

Japan wählt ein neues Unterhaus. Dabei droht der Demokratischen Partei von Premier Noda drei Jahre nach ihrem historischen Wahlsieg eine Niederlage. Die LDP macht sich dagegen wieder Hoffnungen, die Macht zurückzuerobern.