Dr. Thomas Tuschl / Roche
Bioanalytik

Die Nadel im RNA-Haufen

Während der Eröffnungsfeier zur Internationalen Fachmesse Analytica in München am 24. April hat die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie den renommierten Wissenschaftspreis Molecular Bioanalytics 2006 zum 18. Mal verliehen.

Schnabeltier-Erbgut entschlüsselt

Säuger, Vogel und Reptil

Schnabeltiere gehören zu den ungewöhnlichsten Tieren überhaupt: Sie sind Säugetiere, legen jedoch Eier, können elektrisch orten, und wehren sich mit Gift. Wissenschaftler haben nun das Erbgut der Tiere entschlüsselt.

Hintergrund

DNA-Analyse

Das Erbgut jedes Menschen ist einzigartig. Mit dem Vergleich von Mustern der DNA (Desoxyribonukleinsäure) lässt sich deshalb jede Person eindeutig identifizieren.

Erbgut-Analyse

Zellen, die in die Zelle führen

Das Ziel neuester wissenschaftlicher Untersuchungen ist, unter den tausenden Erbgut-Partikeln am Tatort diejenigen des Täters zu finden.

Von Hanno Charisius

Bio-Moleküle als Bauarbeiter

Das Auf- und Abladen müssen sie noch lernen

Umleitung in den Kreisverkehr: Die Dresdener Forscher ersinnen Möglichkeiten, wie man winzige Lasten mit molekularen Motoren transportieren und steuern kann. Der Blick durchs Mikroskop links zeigt, wie ein orange leuchtender Mikrotubulus auf eine Kreisbahn gelenkt wird.

Von Uta Bilow

Hammerhai zur Jungfernzeugung fähig
Ganz ohne Vater

Hammerhai zur Jungfernzeugung fähig

Für Haie hatte man bislang angenommen, dass beide Geschlechter an der Fortpflanzung beteiligt sein müssen. Ein Hammerhai-Weibchen in einem amerikanischen Zoo hat nun das Gegenteil bewiesen.

Maus, dpa
Studie

Maus hat mehr Gene als der Mensch

Ein internationales Forscherteam hat noch einmal nachgezählt und entdeckt, dass die Maus 1000 Gene mehr als der Mensch besitzt.

Risiko Rinderwahn

Unsicherheits-Faktoren

Warum ist es so schwierig, abzuschätzen, wieviele Menschen noch an der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sterben werden?

Von Markus C. Schulte

Großbritannien

Unterhaus lässt Mensch-Tier-Chimären zu

Das britische Parlament hat ein Gesetz gebilligt, nach dem Wissenschaftler Tier-Mensch-Embryonen und "Rettungsgeschwister" produzieren dürfen.

Kommentar

Die Angst vor der Chimäre

Der Plan, menschliches Erbgut in die Eizellen von Kühen einzupflanzen, ist unter Stammzellenforschern umstritten. Doch der wissenschaftliche Fortschritt macht auch einen öffentlichen Diskurs notwendig.

Von Patrick Illinger

Stammzellforschung

Mensch-Tier-Chimäre erschaffen

Britische Forscher haben zum ersten Mal Embryonen aus menschlicher DNA und Eizellen von Kühen geschaffen. Die Mischwesen sollen der Grundlagenforschung dienen.

Das Spiel mit dem Erbgut

Von der DNS zum Gen zum Protei

Auch wenn die Wissenschaftler nun die Reihenfolge der vier Basen in unserer DNS, den Buchstaben, aus denen das Alphabet des Lebens besteht, kennen - die Funktion der über 30 000 Gene, die darin versteckt sind, haben sie dann noch lange nicht verstanden.

Das Spiel mit dem Erbgut

Die Genforscher: HUGO und Celera

Seit über zehn Jahren analysieren Wissenschaftler das menschliche Erbgut - die Motive sind allerdings nicht immer die gleichen.

Hintergrund

Gezieltes Ausknipsen von Genen

Werden Gene von Tieren ausgeschaltet, können Forscher bei deren Nachkommen die Folgen studieren. Sie erfahren so etwas über die Funktionen der Gene.

Hintergrund

Das Erbgut alter Knochen

Unter sterilen Bedingungen entnehmen Forscher für die Erbgutanalyse Proben aus Knochen oder Zähnen. Das zerbröselte Material reinigen die Forscher dann chemisch und isolieren daraus die DNS eines Menschen oder eines im menschlichen Gewebe enthaltenen Erregers (wie Malaria oder Tuberkulose).

Das Spiel mit dem Erbgut

Die Methoden der Genforscher

Seit über zehn Jahren analysieren Wissenschaftler das menschliche Erbgut. Mit fortschreitender technischer Entwicklung geht auch die Sequenzierung immer schneller voran.

Mitochondrien Sandia National Laboratories
Gentechnik

Embryo mit drei Eltern

Britische Wissenschaftler haben einen Embryo mit Erbmaterial von zwei Frauen und einem Mann geschaffen. Ihr Ziel: Der Austausch defekter Mitchondrien.

dpa 11 Bilder
Zehn Dinge über ...

Würmer

Wollten Sie schon immer wissen, warum wir beim Trinken des Agaven-Schnaps Mescal fremde DNA aufnehmen und was Worm Charming ist? Zehn Dinge über Würmer.

Von S. Herrmann

Fingerabdruck, Symbolfoto, AP
Verbrecherjagd

Auf der Keimspur

Verbrecher könnten künftig anhand ihrer bakteriellen Fingerabdrücke überführt werden. Denn die Keime der Handflächen sind sehr individuell und haften lange am Tatort.

Foto: dpa
Zweiter Weltkrieg

Hitlers Schädel gehört einer Frau

Der vermeintliche Totenschädel Adolf Hitlers soll der einer Frau sein. Der in Russland gelagerte Kopf mit Einschussloch galt bislang als Beweis für dessen Selbstmord.

Der Fremde Wille
Von SZ-Autoren

Der Fluch der Tat

Jeder geistig gesunde Mensch kann sich gegen einen Mord entscheiden - sagt die Justiz. In seinem Wissenschaftsthriller "Der fremde Wille" stellt Markus C. Schulte von Drach diese Behauptung in Frage. Ein Buch über Willensfreiheit, Justiz, Serienmörder, Profiling, Psychologie - und Parasiten.

Fire und Mello
Schweden

Medizin-Nobelpreis für zwei Amerikaner

Die Auszeichnung geht an Andrew Z. Fire und Craig C. Mello für ein Verfahren, mit dem man Gene gezielt abschalten kann. Auf diese Weise lässt sich die Funktion einzelner Erbinformationen studieren. Mediziner hoffen auch auf neue Therapiemöglichkeiten.

Krallenaffen
Ungewöhnliche Verwandtschaften

Eigene Kinder vom Bruder

Krallenaffen sind besonders soziale Tiere. Das kommt daher, weil sie auch die Gene ihrer Geschwister vererben können.

Von Katrin Blawat

Klonforschung

Böses Erwachen aus einem schönen Traum

Die Experimente des Tierarztes hatten große Hoffnungen auf die Heilung Schwerkranker geweckt.

Von Tina Baier

Harz, Bronzezeit, DNA, Hummel, Göttingen, Verwandtschaft, Generationen, Anthropologie
Anthropologie

3000 Jahre alte Familien-Bande

Bewohner des Sösetals könnten direkte Nachfahren von Menschen der Bronzezeit sein, deren Skelette man im Harz gefunden hat. Ihr DNA-Muster spricht dafür, so Göttinger Forscher.