Dunkelgräfin ist nicht französische Prinzessin
DNA-Analyse

"Die Dunkelgräfin kann nicht die Prinzessin sein"

Sie lebte abgeschottet auf einem Schloss und zeigte sich stets verschleiert: Um die "Dunkelgräfin" von Hildburghausen ranken sich viele Legenden. Wissenschaftler haben nun das Grab der Unbekannten untersucht.

Genetik

Nur Bruchteil der DNA soll funktional sein

Lediglich 8,2 Prozent der menschlichen DNA sind für Form und Funktion des Körpers verantwortlich, sagen Genetiker. Zuvor hieß es noch 80 Prozent. Was stimmt? Die Antworten zeigen Unsicherheiten der modernen Biochemie.

Genetik

Freunde ähneln uns wie Cousinen

Wen wir mögen, darüber bestimmt auch die DNA. Denn Freunde ähneln uns genetisch stärker als andere Menschen. Die Erklärung erinnert an Erkenntnisse aus der Partnerwahl.

Von Sebastian Herrmann

Kunst aus dem Labor

Feuerwerk der Neuronen

Was haben der amerikanische Unabhängigkeitstag und psychische Störungen gemein? US-Neurologen haben im Labor zumindest eine optische Nähe hergestellt.

Von Kathrin Zinkant

Totenschädel aus spanischer Höhle
Paläoanthropologie

Im Gesicht fing es an

Anthropologen haben in einer Höhle im Norden Spaniens menschliche Knochen gefunden, die dort 430 000 Jahre lagerten. Als die Forscher die Teile zusammenfügten, erkannten sie: Die Schädel ähneln frühen Neandertalern. Vor allem die Kiefer erzählen ein weiteres Kapitel der menschlichen Evolution.

Von Hubert Filser

Das Alphabet der DNA hat zwei künstliche Buchstaben mehr
Künstliche DNA-Bausteine

Neue Buchstaben für den Code der Natur

Aus nur vier verschiedenen Bausteinen setzt sich das Erbgut aller Lebewesen zusammen. Jetzt haben Forscher den Code der Natur künstlich erweitert - der Durchbruch ruft nicht nur Euphorie hervor.

Von Laura Empl

Genetik

Harte Kindheit, schwaches Erbgut

Der Schutz schrumpft: Die sozialen Verhältnisse, in denen Kinder aufwachsen, wirken sich auf die Struktur der Chromosomen aus.

Wisente
Fortpflanzung im Tierreich

Die gute Seite der Geschwisterliebe

Inzucht macht Tiere nicht immer krank: Für viele Arten ist die Paarung mit nahen Blutsverwandten die einzige Möglichkeit, zu überleben. Ob sie zum Problem wird, hängt von ganz anderen Faktoren ab.

Von Birgit Herden

Massenaussterben vor 250 Millionen Jahren

Die Mikroben-Apokalypse

Vor 250 Millionen Jahren starben plötzlich 90 Prozent aller Arten aus. Bislang galten Vulkanausbrüche als Ursache des Massensterbens. Nun haben Forscher eine neue Vermutung.

Von Katrin Blawat

Saccharomyces cerevisiae (Bäckerhefe) unter dem Mikroskop
Synthetische Biologie

Alles muss raus

Forscher haben erstmals ein künstliches Chromosom in eine Hefezelle eingebaut. Jetzt wissen sie: Nicht jeder Abschnitt des Genoms ist notwendig. Eine "entrümpelte" DNA kann Zellen sogar zu effizienten Minifabriken machen.

Von Katrin Blawat

Künstliches Hefe-Chromosom
Synthetische Biologie

Biologen erschaffen Chromosom im Labor

Erstmals bauen Forscher einen komplexen Organismus mit künstlichen Erbgut-Teilen. Dieser soll helfen, Medikamente und Biotreibstoffe zu gewinnen. Fachleute sprechen von einem "Meilenstein".

Von Katrin Blawat

Ein Pithovirus in einer infizierten Zelle
30 000 Jahre alte Erreger

Riesenviren aus der Arktis erwachen

Forscher haben 30 000 Jahre alte Riesenviren aus dem ewigen Eis wieder aktiviert. Die merkwürdigen Erreger zeigen sich trotz langer Tiefkühlung höchst aktiv.

Von Katrin Blawat

Neandertaler
Evolution

Neandertaler-DNA erhöht Risiko für Krankheiten

Sex mit dem Neandertaler hat dem modernen Menschen zwar seine genetische Vielfalt beschert. Aber auch ein paar medizinische Probleme.

Von Hubert Filser

7000 Jahre alte Fossilien eines Steinzeitmenschen deuten auf blaue Augen hin
Evolution des Menschen

Blaue Augen und dunkle Haut bei Europas Steinzeitmenschen

Etwa 7000 Jahre lagen seine Knochen in einer Höhle im Norden Spaniens. Nun haben Wissenschaftler das gut erhaltene Genom des Urzeitmenschen analysiert und einiges über sein Aussehen herausgefunden.

Von Hubert Filser

Saola
Blutegel

Vampire für die Artenvielfalt

Im Dschungel Vietnams ist die Suche nach seltenen Tierarten abenteuerlich und fordernd. Jetzt bekommen die Forscher Hilfe von unerwarteter Seite: Blutegel geben gute Arten-Detektive ab.

Von Kai Althoetmar

Plakat der Mordkommission am Tatort an der Isar
Unaufgeklärte Morde

Was die Ermittlungen so schwierig macht

Morde werden in Deutschland fast immer aufgeklärt. Doch zu manchem Mörder fehlt jede heiße Spur. Wieso das so ist, lässt sich am Beispiel des "Isar-Mords" in München aufzeigen.

Von Markus C. Schulte von Drach

Seuchen

Tuberkulose quälte Menschen schon vor 7000 Jahren

Ungarische Wissenschaftler haben in 7000 Jahre alten Knochenresten starke Hinweise auf eine Infektion mit der Lungenkrankheit gefunden. Sowohl krankhafte Veränderungen an der Knochensubstanz als auch eine DNA-Analyse sprechen dafür.

Von Katrin Blawat

New York

Kartierung der Schaben

New York ist voller Kakerlaken, doch die Wissenschaft hat die Krabbeltiere lange Zeit missachtet. Erstmals untersucht nun ein Forscher die Populationen der ungeliebten Insekten anhand ihrer Gene.

Von Kathrin Werner

Bewusstseinsforschung

Im Spiegelkabinett

"Wie wurde ich zu der Person, die ich bin?" In der Leopoldina-Jahresversammlung wagten sich Wissenschaftler an eine der ganz großen Fragen. Ein Ergebnis: Wir ändern uns ständig, ob gewollt oder nicht.

Von Christian Weber

SCHWEINEMAST
Landwirtschaft

Mastbetriebe als Infektionsrisiko mit MRSA

Fördert die Massentierhaltung die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen, die für Menschen gefährlich sind? Immerhin ist das Infektionsrisiko mit multiresistenten Bakterien vom Typ MRSA in der Nachbarschaft von Schweinemastbetrieben erhöht.

Von Katrin Blawat

Steven Spielberg bei den Dreharbeiten zu Lost World - Jurassic Park
Dinosaurier

Keine Chance für Jurassic Park

Buch und Film "Jurassic Park" gingen von der Idee aus, Mücken in Bernstein könnten DNA von Dinosauriern enthalten - und daraus ließen sich Urzeit-Reptilien klonen. Jetzt haben Wissenschaftler das noch einmal überprüft.

Workers harvest soy on a farm in Correntina, Bahia
Grüne Gentechnik

Schluss mit der Scheindebatte

Elektroschocks, gekaperte Mikroben und Genkanonen: Methoden der Grünen Gentechnik klingen unnatürlich, irrsinnig und selbstredend schlecht. Doch das Arsenal konventioneller Züchter enthält nicht minder verstörende Mittel. Warum es Unsinn ist, über die Grüne Gentechnik zu streiten.

Von Katrin Blawat

Rosalind Franklin
Unnützes Google-Doodle-Wissen

Rosalind Franklin und die Chauvis vom King's College

Rosalind Franklin zeigte mit einer Aufnahme die Doppelhelix-Stuktur der DNA. Für diese Erkenntnis gab es später sogar einen Nobelpreis - doch der ging an drei Männer.

Von Tobias Dorfer

Menschenaffen haben sehr verschiede Persönlichkeiten
DNA-Analysen

Kein Affe wie der andere

Innerhalb der Arten von Menschenaffen sind völlig verschiedene Persönlichkeiten zu finden. Aber auch ihr Erbgut unterscheidet sich von Individuum zu Individuum sehr stark. Das zeigt eine Analyse der Genome von Schimpansen, Bonobos, Gorillas, Orang-Utans und Menschen.

Von Katrin Blawat

JVA Bautzen
Justizfehler mit System

Was eine Zeugenaussage wert ist

Das Risiko für Fehlurteile ist in Deutschland höher als man meint. Denn ob ein Zeuge glaubwürdig ist oder vielleicht suggestiv beeinflusst wurde, können die Richter nicht seriös entscheiden. Das Fazit aus dem Buch des Journalisten Thomas Darnstädt ist eine massive Kritik an der deutschen Strafprozessordnung.

Von Ronen Steinke