Weitere Briefe

Justiz und Recht

Abschiebungen von gut integrierten Asylbewerbern erregen immer wieder die Gemüter. Ein Leser hofft zur Problemlösung auf ein baldiges Einwanderungsgesetz. Ein anderer kritisiert die Strafjustiz der USA.

Chelsea Manning: Twitter-Screenshot
USA

Chelsea Manning meldet sich aus der Freiheit

Auf Twitter postet sie das erste Foto von sich nach sieben Jahren Haft. Die Whistleblowerin war am Mittwoch vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden.

15. Festival Dance

Queer, divers, diskriminiert

Politik und Tanz bei Dance 2017: Etliche Stücke hinterfragen überkommene Geschlechterrollen und ideologische Zuordnungen. Ohne offensiv anzuklagen, beziehen sie Stellung für das Bunte und Uneindeutige

Von Sabine Leucht

Kunst

Wir sind die Roboter

Mannequins und Menschmaschinen - die Kunst entdeckt die Puppe wieder. Das sagt viel über unsere Zeit und darüber, wie sich das Verhältnis der Menschen zu Androiden verändert hat.

Von Catrin Lorch

USA

Härtere Haft für Manning

Die verurteilte Whistleblowerin Chelsea Manning ist im Gefängnis mit zusätzlichen Auflagen belegt worden.

Schauspiel Köln

Digital sind wir alle nackt

"Supernerds" am Schauspiel Köln malt den Teufel geheimdienstlicher Datensammelwut multimedial an die Wand. Ein gelungenes Experiment - und ein Plädoyer für bewussteren Umgang mit Privatsphäre.

Von Till Briegleb

Greenwald testifies before a Brazilian Congressional committee on NSA's surveillance programs, in Brasilia
Greenwald-Buch über Snowden

Fürchtet euch doch!

Zwischen Agententhriller und Analyse: Dem US-Journalisten Glenn Greenwald ist ein furioses Buch über die NSA-Enthüllungen gelungen, die er für Edward Snowden aufschrieb - und das ganz ohne neue Sensationen. Dafür begreift man nun das ganze Ausmaß des Wahnsinns.

Von Andrian Kreye

Pressefreiheit 2014, Reporter ohne Grenzen
Rangliste der Pressefreiheit

"Sicherheitsreflexe wie Diktaturen"

Wenn Staaten investigative Journalisten "in die Nähe des Terrorismus" rücken: Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen sind Medien auch in Demokratien wie den USA und Großbritannien immer stärkeren Behinderungen und Verdächtigungen ausgesetzt.

Parallelwelt Big Data

Du kannst dir kein Bildnis machen

Merkels Handy ist ein Symbol aus der Welt der rasenden Daten-Pakete. Doch eigentlich liegt das digitale Grundrauschen der Ziviliation längst jenseits unserer Vorstellungskraft. Wenn aber die größten Storys der Gegenwart im unsichtbaren Big Data spielen, wie kann man sie dann erzählen?

Von Tobias Kniebe

Bradley Manning
Wikileaks-Informantin

Manning will keine Pazifistin sein

Am Freitag könnte Chelsea Manning für die Weitergabe von Geheimmaterial den Friedensnobelpreis erhalten. In einem öffentlichen Brief stellt Manning nun jedoch klar: Ein Akt von Pazifismus war die Offenlegung von geheimen US-Dokumenten nicht.

Günter Wallraff Asylrecht Snowden
Appell an SPD und Grüne

Wallraff plädiert für Snowden-Asylrecht im Koalitionsvertrag

Günter Wallfraff mischt sich in die Koalitionsverhandlungen in Berlin ein, bevor sie überhaupt begonnen haben: Grüne und SPD sollten ein Asylrecht für den NSA-Whistleblower Edward Snowden zur Bedingung machen, fordert der Enthüllungsjournalist - und fügt ein persönliches Angebot hinzu.

US-Geheimdienstimperium CIA von Snowden bloßgestellt
US-Geheimdienste

NSA überprüft Tausende Mitarbeiter auf Kontakte zu Terrorgruppen

Extremisten sollen mehrfach versucht haben, die Geheimdienste der USA zu unterwandern. Deshalb überprüft die NSA Tausende Geheimdienstmitarbeiter auf verdächtige Kontakte. Kritiker bemängeln, dass dabei Spione, Terroristen und Whistleblower gleichgesetzt werden.

Wikileaks-Informant

Manning will als Frau leben

"Ich möchte, dass jeder mein richtiges Ich kennt": Der zu 35 Jahren Haft verurteilte Wikileaks-Informant Bradley Manning erklärt, dass er transsexuell ist. Er möchte so bald wie möglich mit einer Hormonbehandlung beginnen.

Hosenträger
Protest gegen Anti-Schwulen-Gesetz

Zwei Minuten für die Wahrheit

Eigentlich sollte James Kirchick im Sender Russia Today über Bradley Manning reden. Doch der Journalist sprach stattdessen lieber über das Anti-Homosexuellen-Gesetz in Russland - und wurde abgesägt.

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Wikileaks-Informant

Manning ersucht Obama um Begnadigung

Spionage, Geheimnisverrat, Computerbetrug: Der Wikileaks-Informant Bradley Manning wird vom US-Militärgericht in Fort Meade zu 35 Jahren Haft verurteilt. Mittlerweile hat er US-Präsident Obama um Begnadigung gebeten.

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35 Jahre Haft für Wikileaks-Informant

Mannings Vermächtnis

Der Whistleblower Bradley Manning muss für Jahre ins Gefängnis, doch sein Fall hinterlässt der westlichen Demokratie zwei Aufgaben: Sie muss sich der Diskussion um die Grenze zwischen Geheimnisschutz und öffentlichem Interesse stellen - und sie muss aufpassen, eine wichtige Koordinate im freiheitlichen System nicht zu verschieben.

Von Johannes Kuhn

Manning sentenced to 35 years jail
Strafmaß für Wikileaks-Informant Manning

Erbarmungslos

Das Urteil gegen Manning zeigt: Wer in Amerika die Öffentlichkeit über Vergehen des Staates aufklären möchte, wird behandelt wie ein Mörder. Damit hat die US-Regierung von Obama von der Militärjustiz das ebenso eindeutige wie harte Signal bekommen, das sie wollte.

Ein Kommentar von Nicolas Richter, Washington

Strafmaß für Wikileaks-Informanten

Anklage fordert 60 Jahre Haft für Manning

Hunderttausende Geheimdokumente des US-Militärs hatte der Soldat Manning an Wikileaks weitergeleitet - und wurde dafür bereits der Spionage und des Geheimnisverrats für schuldig befunden. Offen ist noch das Strafmaß.

Wikileaks-Informant

Bradley Manning entschuldigt sich erstmals

"Es tut mir leid": Der Wikileaks-Informant Bradley Manning bedauert vor einem US-Militärgericht die Weitergabe Hunderttausender Geheimdokumente an die Enthüllungsplattform. Wikileaks-Gründer Assange glaubt jedoch an eine erzwungene Entschuldigung.

U.S. President Obama listens during a meeting with his Yemeni counterpart Hadi in Washington
Barack Obama

Treibjagd auf Whistleblower

Der US-Präsident lässt angebliche Staatsfeinde gnadenloser verfolgen als seine umstrittensten Vorgänger. Er hat mehr Verfahren gegen Enthüller initiiert als alle früheren Präsidenten zusammen - auf Grundlage eines Gesetzes von 1917.

Von Hans Leyendecker

US-Geheimdienste

Bundesanwaltschaft prüft Ermittlungen zu Spähaffäre

Die Bundesanwaltschaft hat mehrere Bundesministerien und Geheimdienste um Informationen zur NSA-Spähaffäre gebeten. Sollte es zu einem Ermittlungsverfahren kommen, könnte möglicherweise auch NSA-Enthüller Snowden vernommen werden.

Julian Assange Wikileaks, Bradley Manning
Reaktionen auf Manning-Urteil

Assange spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall

"Dies war niemals ein fairer Prozess": Wikileaks-Mitbegründer Assange kritisiert das Urteil gegen US-Whistleblower Manning. Bürgerrechtler zeigen sich erleichtert über den Freispruch im Hauptanklagepunkt, beklagen aber Einschüchterungsversuche der Obama-Regierung. Auch Mannings Familie bezieht Stellung.

A supporter of US Army Private First Class Manning protests outside the main gate before the reading of the verdict in Manning's military trial at Fort Meade, Maryland
Urteil gegen Wikileaks-Informant Manning

Dem Allerschlimmsten entkommen

Nachahmer unerwünscht: Das Urteil gegen Bradley Manning zeigt, wie ernst es die Vereinigten Staaten mit ihrem Kampf gegen Whistleblower meinen. Auch Prism-Enthüller Edward Snowden erhält eine klare Botschaft. Dennoch ist das Urteil das Beste, was für Amerikas Demokratie möglich war.

Eine Analyse von Matthias Kolb

U.S. Army Private First Class Manning departs the courthouse at Fort Meade, Maryland
Urteil im Wikileaks-Prozess

Militärgericht spricht Manning vom schwersten Vorwurf frei

Nicht schuldig im Hauptanklagepunkt - und doch drohen ihm mehr als 100 Jahre Haft: Ein US-Militärgericht hat den Informanten Bradley Manning in 20 von 22 Punkten schuldig gesprochen. Vom Hauptvorwurf der "Feindesunterstützung" sprachen die Richter den Angeklagten aber frei.

Von Matthias Kolb

Verdict Delivered In The Court Martial Of Bradley Manning
Urteil gegen Bradley Manning

Warnung an alle Aufdecker

Das Urteil gegen den Wikileaks-Informanten Bradley Manning überrascht wenig: Auch wenn er sein Handeln moralisch begründet, ist er ein Geheimnisverräter.

Ein Kommentar von Hubert Wetzel