Bradley Manning - Aktuelles, Hintergründe, Analysen - SZ.de

Bradley Manning

Aktuelles, Hintergründe, Analysen

Bradley Mannings Enthüllungen brachten die USA in Bedrängnis, nun urteilt ein Militärgericht nahe Washington über den Wikileaks-Informanten. Präsident Obama ist von seiner Schuld überzeugt, doch der Angeklagte hat auch prominente Unterstützer.

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Der Fall Assange: "Journalismus ist kein Verbrechen"

Julian Assange droht die Auslieferung in die USA. Für Lisa Kretschmer von "Reporter ohne Grenzen" bedeutet das: Jeder Journalist müsse künftig befürchten, wegen Berichten zu Geheimdiensten, nationaler Sicherheit oder Kriegsverbrechen verfolgt zu werden.

Von Lars Langenau

Wikileaks-Informant
:Manning will als Frau leben

"Ich möchte, dass jeder mein richtiges Ich kennt": Der zu 35 Jahren Haft verurteilte Wikileaks-Informant Bradley Manning erklärt, dass er transsexuell ist. Er möchte so bald wie möglich mit einer Hormonbehandlung beginnen.

Wikileaks-Informant
:Manning ersucht Obama um Begnadigung

Spionage, Geheimnisverrat, Computerbetrug: Der Wikileaks-Informant Bradley Manning wird vom US-Militärgericht in Fort Meade zu 35 Jahren Haft verurteilt. Mittlerweile hat er US-Präsident Obama um Begnadigung gebeten.

35 Jahre Haft für Wikileaks-Informant
:Mannings Vermächtnis

Der Whistleblower Bradley Manning muss für Jahre ins Gefängnis, doch sein Fall hinterlässt der westlichen Demokratie zwei Aufgaben: Sie muss sich der Diskussion um die Grenze zwischen Geheimnisschutz und öffentlichem Interesse stellen - und sie muss aufpassen, eine wichtige Koordinate im freiheitlichen System nicht zu verschieben.

Von Johannes Kuhn

MeinungStrafmaß für Wikileaks-Informant Manning
:Erbarmungslos

Das Urteil gegen Manning zeigt: Wer in Amerika die Öffentlichkeit über Vergehen des Staates aufklären möchte, wird behandelt wie ein Mörder. Damit hat die US-Regierung von Obama von der Militärjustiz das ebenso eindeutige wie harte Signal bekommen, das sie wollte.

Ein Kommentar von Nicolas Richter, Washington

Strafmaß für Wikileaks-Informanten
:Anklage fordert 60 Jahre Haft für Manning

Hunderttausende Geheimdokumente des US-Militärs hatte der Soldat Manning an Wikileaks weitergeleitet - und wurde dafür bereits der Spionage und des Geheimnisverrats für schuldig befunden. Offen ist noch das Strafmaß.

Wikileaks-Informant
:Bradley Manning entschuldigt sich erstmals

"Es tut mir leid": Der Wikileaks-Informant Bradley Manning bedauert vor einem US-Militärgericht die Weitergabe Hunderttausender Geheimdokumente an die Enthüllungsplattform. Wikileaks-Gründer Assange glaubt jedoch an eine erzwungene Entschuldigung.

Barack Obama
:Treibjagd auf Whistleblower

Der US-Präsident lässt angebliche Staatsfeinde gnadenloser verfolgen als seine umstrittensten Vorgänger. Er hat mehr Verfahren gegen Enthüller initiiert als alle früheren Präsidenten zusammen - auf Grundlage eines Gesetzes von 1917.

Von Hans Leyendecker

Reaktionen auf Manning-Urteil
:Assange spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall

"Dies war niemals ein fairer Prozess": Wikileaks-Mitbegründer Assange kritisiert das Urteil gegen US-Whistleblower Manning. Bürgerrechtler zeigen sich erleichtert über den Freispruch im Hauptanklagepunkt, beklagen aber Einschüchterungsversuche der Obama-Regierung. Auch Mannings Familie bezieht Stellung.

Urteil gegen Wikileaks-Informant Manning
:Dem Allerschlimmsten entkommen

Nachahmer unerwünscht: Das Urteil gegen Bradley Manning zeigt, wie ernst es die Vereinigten Staaten mit ihrem Kampf gegen Whistleblower meinen. Auch Prism-Enthüller Edward Snowden erhält eine klare Botschaft. Dennoch ist das Urteil das Beste, was für Amerikas Demokratie möglich war.

Eine Analyse von Matthias Kolb

Urteil im Wikileaks-Prozess
:Militärgericht spricht Manning vom schwersten Vorwurf frei

Nicht schuldig im Hauptanklagepunkt - und doch drohen ihm mehr als 100 Jahre Haft: Ein US-Militärgericht hat den Informanten Bradley Manning in 20 von 22 Punkten schuldig gesprochen. Vom Hauptvorwurf der "Feindesunterstützung" sprachen die Richter den Angeklagten aber frei.

Von Matthias Kolb

MeinungUrteil gegen Bradley Manning
:Warnung an alle Aufdecker

Das Urteil gegen den Wikileaks-Informanten Bradley Manning überrascht wenig: Auch wenn er sein Handeln moralisch begründet, ist er ein Geheimnisverräter.

Ein Kommentar von Hubert Wetzel

Prozess gegen Wikileaks-Informant
:Verteidiger präsentiert Manning als naiven Idealist

Für den Staatsanwalt ist Whistleblower Bradley Manning ein Verräter. Die Verteidigung zeigt ihn in ihrem Abschlussplädoyer als jungen Mann mit guten Absichten. Das Urteil wird mit Spannung erwartet - das Verfahren könnte zum Präzedenzfall werden.

Whistleblowing in den USA
:Der Manning-Effekt

Schon in wenigen Tagen fällt das Urteil gegen den Wikileaks-Whistleblower Bradley Manning. Dabei steht nicht nur die Freiheit des Soldaten auf dem Spiel, sondern es geht ums Prinzip: Kommt die US-Regierung damit durch, im Internet-Zeitalter die unerwünschte Veröffentlichung von Informationen zu kriminalisieren?

Von Johannes Kuhn

Schlussplädoyer der Staatsanwaltschaft
:Whistleblower Manning soll Feind unterstützt haben

Der Vorwurf könnte Wikileaks-Informant Bradley Manning lebenslang hinter Gitter bringen: In ihrem Abschlussplädoyer wirft ihm die Anklage Feindesunterstützung vor. Die Weitergabe von Daten räumt Whistleblower Manning zwar ein, doch den Hauptvorwurf bestreitet er.

Prozess gegen Whistleblower
:Wikileaks-Informant Manning droht lebenslange Haft

Die Militärrichterin bleibt hart: Wikileaks-Informant Manning muss mit sehr langer Haft rechnen. Das Militärgericht in Maryland wies am Donnerstag einen Antrag von Mannings Verteidigern für ein milderes Urteil ab. Amnesty kritisierte die Entscheidung als "irrsinnig".

Cyber-Attacken auf Iran
:US-General unter Whistleblowing-Verdacht

Er war der zweithöchste US-Offizier, nun ermittelt die Regierung gegen ihn: General James Cartwright soll Informationen über die "Stuxnet"-Attacken gegen iranische Atomanlagen an die Presse gegeben haben. Besonders delikat: Er selbst spielte bei dem Angriff eine wichtige Rolle.

SZ JetztRechte von Whistleblowern
:"Als Anwältin würde ich keinem raten, Whistleblowing zu betreiben"

Seit Edward Snowden den "Prism"-Skandal enthüllt hat, reden wieder alle über Whistleblowing. Die Juristin Diana Imbach hat darüber ihre Doktorarbeit geschrieben und erklärt im Interview, was die Geheimnislüfter zu befürchten haben, was internes Whistleblowing ist und was aus Plattformen wie Wikileaks geworden ist.

Von Kathrin Hollmer

Prozess gegen Bradley Manning
:"Dem Feind Informationen in den Schoß gelegt"

Er war ein Verräter, der die amerikanische Bevölkerung in Gefahr brachte, sagt der Militärstaatsanwalt. Er war ein Idealist, der die Öffentlichkeit aufklären wollte, sagt der Verteidiger. Der Prozess gegen den Wikileaks-Informanten Manning ist eine Suche nach Motiven - von deren Bewertung hängt die Zukunft des Soldaten ab.

Prozess gegen Wikileaks-Informanten
:Vereinigte Staaten gegen Bradley Manning

Seine Enthüllungen brachten die USA in Bedrängnis, jetzt drohen ihm 20 Jahre Haft. Vor einem Militärgericht nahe Washington hat der Prozess gegen Wikileaks-Informant Bradley Manning begonnen. Präsident Obama ist von seiner Schuld überzeugt, doch der Angeklagte hat auch prominente Unterstützer.

Von Markus C. Schulte von Drach

Wikileaks-Affäre
:Manning gesteht Weitergabe geheimer Dokumente

Er habe eine "öffentliche Debatte" anstoßen wollen: Der wegen Veröffentlichung geheimer Dokumente angeklagte US-Soldat Bradley Manning hat sich vor Gericht geäußert - und sein Handeln verteidigt. Er will sich in einigen Anklagepunkten schuldig bekennen - nur nicht in jenen, die lebenslange Haft bedeuten könnten.

Angeblicher Wikileaks-Informant Manning
:"Meine Welt war zusammengebrochen"

US-Soldat Bradley Manning soll Tausende Geheimdokumente an die Internet-Plattform Wikileaks weitergereicht haben. Nun kam der 24-Jährige erstmals selbst zu Wort - und berichtete zitternd von seiner Verzweiflung.

Angeklagter im Wikileaks-Prozess
:US-Soldat Manning bietet Teilgeständnis an

Ihm droht lebenslängliche Haft, weil er Staatsgeheimnisse der USA an die Enthüllungsplatform Wikileaks weitergeleitet haben soll. Nun hat der US-Soldat Bradley Manning ein Teilgeständnis angeboten - und gibt damit zum ersten Mal einen Hinweis auf seine mögliche Verantwortung.

Prozess gegen Bradley Mannings
:US-Militär soll Hunderte Mails zurückgehalten haben

Es geht um 1300 zurückgehaltene Mails: Die Anwälte von Bradley Manning werfen der US-Armee vor, ihnen Informationen vorenthalten zu haben. In ihnen soll es um die Haftbedingungen des mutmaßlichen Wikileaks-Informanten gehen.

Wikileaks
:Manning-Verteidiger erhalten Zugang zu Beweismitteln

Nach monatelangen Versuchen bekommen die Anwälte des mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Manning Berichte der Staatsanwaltschaft.

Wikileaks-Informant
:US-Ankläger werfen Manning Unterstützung von al-Qaida vor

22 Anklagepunkte werden gegen Bradley Manning erhoben - einer davon ist die Unterstützung von al-Qaida. Der mutmaßliche Wikileaks-Informant soll mit der Weitergabe von Geheimdokumenten dem Terrornetzwerk in die Hände gespielt haben.

Mutmaßlicher Wikileaks-Informant
:Manning droht lebenslange Haftstrafe

Der US-Soldat Bradley Manning soll Hunderttausende Geheimdokumente an die Internet-Plattform Wikileaks weitergereicht haben. Jetzt steht er vor einem Militärgericht, ihm droht lebenslänglich.

Mutmaßlicher Wikileaks-Informant
:Manning muss vors Kriegsgericht

Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss sich vor einem US-Kriegsgericht verantworten. Dem erst 24 Jahre alten Obergefreiten wird der größte Geheimnisverrat in der US-Geschichte vorgeworfen.

Wikileaks-Informant
:Mannings Verteidiger wirft Richter Befangenheit vor

Streng geheime US-Dokumente landeten massenhaft im Internet - und Bradley Manning soll schuld daran sein. Erstmals seit seiner Verhaftung im Mai 2010 hat sich der Obergefreite vor einem Gericht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Anwalt scheiterte zu Beginn der Anhörung mit einem Befangenheitsantrag gegen den ermittelnden Richter.

Mutmaßlicher Wikileaks-Informant vor Gericht
:Staatsfeinde sind schwer zu verteidigen

Der US-Soldat Bradley Manning soll vertrauliche Unterlagen der amerikanischen Regierung kopiert und veröffentlicht haben. Sein Anwalt will die psychischen Probleme des Angeklagten in den Vordergrund stellen und damit das Strafmaß mildern - doch die Regierung erschwert den Zugang zu Quellen und Zeugen.

John Goetz und Nicolas Richter

Wikileaks-Informant Bradley Manning
:Held hinter Gittern

Seit einem Jahr sitzt der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning in Untersuchungshaft, im Extremfall droht ihm die Todesstrafe. Doch die Zahl seiner Anhänger wächst - sie fordern nun, dass der Prozess gegen den "amerikanischen Helden" endlich beginnt.

Reymer Klüver, Washington

Enthüllungen zu Guantanamo
:Wikileaks: Das letzte Hurra?

Weil die Guantanamo-Akten bereits in Medienkreisen kursierten, zog Wikileaks die Veröffentlichung vor. Nun beschuldigt Julian Assange einmal mehr einen alten Mitstreiter, ihn verraten zu haben. Doch Indiskretionen sind nicht das einzige Problem der Plattform.

Johannes Kuhn

Angebliche Wikileaks-Quelle Bradley Manning
:"Illegal und verfassungswidrig"

Er sitzt in Einzelhaft, muss nackt schlafen und morgens unbekleidet zum Appell erscheinen - die Kritik an den Haftbedingungen von Bradley Manning reißt nicht ab. Nun zweifeln 250 Professoren in einem offenen Brief am Anstand von US-Präsident Obama.

Janek Schmidt

Wikileaks und die Whistleblower
:Sieben Quadratmeter Angst

Seit acht Monaten sitzt der US-Gefreite Bradley Manning in Haft, weil er Militärgeheimnisse an Julian Assanges Enthüllungsplattform verraten haben soll. Ist der Fall Manning ein Fall Wikileaks?

Janek Schmidt

Wikileaks-Informant Bradley Manning
:Anklage will nicht Todesstrafe fordern

"Kollaboration mit dem Feind": Die US-Justiz präsentiert 22 neue Anklagepunkte gegen den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning. Eine direkte Verbindung zu Wikileaks-Chef Assange kann bislang nicht nachgewiesen werden.

Bradley Manning
:Amnesty kritisiert "unmenschliche Behandlung"

Bradley Manning soll Hunderttausende Dokumente an Wikileaks übergeben haben. Nun wirft Amnesty International der US-Regierung vor, den Obergefreiten in seiner Haft zu quälen.

Netz-Depeschen
:Die Krux mit der Transparenz

In den Schützengräben des Bloggerkriegs: Entscheidend für eine mögliche Anklage des Wikileaks-Gründers Julian Assange ist eine Frage. Hat er seinen Informanten bei der Entwendung vertraulicher Daten unterstützt?

Niklas Hofmann

USA prüfen Anklage gegen Wikileaks-Gründer
:Assange und der Verschwörungsvorwurf

Die USA tüfteln an einer Anklage gegen Julian Assange. Jetzt wollen sie ihm Verschwörung nachweisen. Die Verteidiger des Wikileaks-Gründers sind unterdessen "geschockt" über eine Aussage schwedischer Behörden.

Wikileaks: Die Quelle
:Bradley Manning, der verratene Verräter

Wikileaks hat die veröffentlichten Geheimdaten offenbar von Bradley Manning erhalten. Der junge US-Soldat teilte sich einem bekannten Hacker mit - und der verriet den Verräter an die US-Behörden.

Oliver Das Gupta

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