Ein neues Gesetz soll sicherstellen, dass Steuergeld vor allem europäischen Firmen zugutekommt. Nach langem Streit ist von der ursprünglichen Idee wenig übrig und das Regelwerk äußerst komplex. Es geht um E-Autos, Wärmepumpen und Solaranlagen.
Anschlag in Berlin
:„Sie treffen das Rückgrat unserer Wirtschaft“
Der tagelange Stromausfall in Berlin löst harte Kritik am mangelnden Schutz der kritischen Infrastruktur aus. Auch der größte Wirtschaftsverband BDI schlägt Alarm: Die Regierung nehme die Risiken noch immer nicht ernst genug.
MeinungLobbyismus
:Ein Schuss Zuversicht täte dem Land gut
Wirtschaftsverbände malen seit Jahren ein düsteres Bild von Deutschland, um ihre Interessen durchzusetzen. Aber es gibt viele gute Gründe, warum dieses Land funktioniert – schlechte Stimmung hingegen hilft niemandem.
MeinungWirtschaftskrise
:Wut allein bringt keinen Aufschwung
Viele Unternehmen beklagen, dass die Politik sich nicht zu Reformen aufrafft. Aber schimpfen allein hilft nicht. Zumal viele Manager Grund genug hätten, auch mit sich selbst kritisch ins Gericht zu gehen.
MeinungWirtschaft und Politik
:Harte Debatten müssen sein – aber immer auf dem Boden der Demokratie
Aus Angst vor der Kundschaft halten sich viele Unternehmer von politischen Debatten fern. Es war überfällig, dass der BDI-Chef in dieser Woche mit dieser Tradition gebrochen und Hilfe bei der Orientierung gegeben hat.
Rechtsextremismus
:„Es wird auch auf uns Unternehmer ankommen“
Zum Jubiläum der Stiftung EVZ, die NS-Zwangsarbeiter entschädigt hat, fordert Industrieverband-Chef Leibinger die Wirtschaft zu einer klaren Haltung auf. Es ist ein Debattenbeitrag zum Umgang mit der AfD.
MeinungUnternehmen
:Ausgerechnet in einer Wirtschaftskrise spielt Bärbel Bas Klassenkampf
Die Arbeitsministerin von der SPD greift die Arbeitgeber frontal an, weil sie beleidigt ist – und beschädigt damit ein Prinzip, das Deutschland stark gemacht hat.
ExklusivWirtschaft und AfD
:Wo verläuft die Brandmauer?
Der Verband der Familienunternehmen hat eine Debatte ausgelöst, wie mit der AfD umzugehen ist. Eine Umfrage der SZ bei Firmen ergibt ein ziemlich klares Bild.
Raumfahrt
:Ein Apollo-Moment in Berlin
Darauf hat die deutsche Raumfahrt lange gewartet: dass jemand kommt und viele Milliarden Euro mitbringt. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat genau das getan, nun steigen sogar die Chancen für einen deutschen Startplatz.
Wirtschaftspolitik
:Deutschland will Seltene Erden aus Kanada beziehen
Mit einem Abkommen will sich Deutschland Rohstoffe aus Kanada sichern. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Seltene Erden. Doch bis es so weit ist, braucht die Industrie vor allem eines: viel Geduld.
Abkommen mit den USA
:Deutsche Wirtschaft: Handelsdeal wird Wohlstand und Arbeitsplätze kosten
Industrie und Außenhandel bewerten die Einigung der EU mit den USA kritisch: Sie sei schmerzhaft und sende ein falsches Signal, ein Zollsatz von 15 Prozent sei zu hoch. Die Kommission in Brüssel müsse nun weiter verhandeln.
Regierungsbildung
:Wirtschaft warnt Union und SPD vor Abstieg Deutschlands
Noch liegen keine Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen vor, da verschicken 100 Firmenverbände schon einen Brandbrief. Ihre Forderungen gehen über das bekannte Lamento hinaus.
Grüne Transformation
:Wäre die Energiewende 300 Milliarden Euro billiger zu haben?
Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. In einer Studie, die der Bundesverband der Deutschen Industrie in Auftrag gegeben hat, heißt es nun, das sei wesentlich kostengünstiger möglich, als es die Regierung bisher plant.
Wirtschaftskrise
:Wenn alle zögern statt handeln
Industriepräsident Leibinger schlägt Alarm: Viele Unternehmen investieren nicht mehr und vertiefen damit die Wirtschaftskrise noch weiter.
Industrie
:Drama und Ampelschelte bei Thyssenkrupp
Der Krisenkonzern lädt zur Hauptversammlung. In ihren Reden beschwören Firmenchef und Aufsichtsrat den Ernst der Lage – und geißeln die zerbrochene Regierungskoalition.
Wirtschaftspolitik
:„Dieses Raumschiff Berlin ist manchmal schon ganz schön weit weg vom echten Leben“
Vier Jahre hat Siegfried Russwurm den BDI geführt, jetzt scheidet er aus dem Amt. Sein Fazit: Die Politik weiß oft wenig von der Lebenswirklichkeit der Menschen in Deutschland. Immerhin: Er hat Tipps für die Zukunft.
ExklusivDeutsche Wirtschaft
:„Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit ist im freien Fall“
Der Industrieverband BDI warnt in einem Grundsatzpapier vor einer „schleichenden Deindustrialisierung“ Deutschlands und fordert eine radikale Reform. Was die Wirtschaft von der nächsten Bundesregierung verlangt.
Industrie
:Leibinger zum BDI-Präsidenten gewählt
Die Wirtschaft steckt in der Krise, nun bekommt eine zentrale Branche einen neuen Spitzen-Mann: Der Unternehmer Peter Leibinger repräsentiert ab Januar die Industrie.
Wirtschaftskrise
:Hilferuf aus der Wirtschaft
Der Abwärtstrend hierzulande nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an, warnt der Bundesverband der Deutschen Industrie in einem Schreckensreport. Er hofft auf eine neue, schlagkräftigere Bundesregierung.
Wirtschaftspolitik
:Hat hier jemand Lust auf Klimaschutz?
Das Wirtschaftsministerium verteilt Fördermittel, ein Thinktank rechnet die nächsten Schritte vor – es wird konkreter mit dem Klimaschutz. Hätte doch bloß die Industrie weniger Sorgen.
Bundesverband der Deutschen Industrie
:Der Mann, der künftig in Berlin die Interessen der Industrie vertritt
Peter Leibinger soll neuer Präsident des mächtigen Industrieverbands BDI werden – und damit höchster Wirtschaftslobbyist des Landes. Die Zeiten, in denen er sein Amt antritt, könnten schwieriger kaum sein.
Industrieverband
:Trumpf-Manager Peter Leibinger soll neuer BDI-Präsident werden
Der Aufsichtsratsvorsitzende des Technologiekonzerns Trumpf soll Siegfried Russwurm nachfolgen. Leibinger, 57, betont die Bedeutung der Industrie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Standort Deutschland
:Wie sehr leidet die Wirtschaft tatsächlich unter den Strompreisen?
Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass die Energiepreise massiv stiegen – danach fielen sie wieder. Doch die Klagen der Industrie verstummen nicht.
Standort Deutschland
:Wachse oder weiche
Die Lage ist schlecht, die Stimmung ist schlechter: Beim Tag der Industrie wirbt der Kanzler um neue Zuversicht. Doch dann stiehlt ihm ein anderer die Schau.
BDI
:Deutsche Industrie bringt milliardenschweres Sondervermögen ins Spiel
Um den Standort Deutschland zu stärken, seien bis zu 400 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren nötig. Finanzminister Lindner erteilt dem Vorstoß eine Absage.
Schuldenbremse
:Lindner gehen die Unterstützer aus
400 Milliarden Euro staatliche Investitionen fordert der Bundesverband der Deutschen Industrie – finanziert durch Kredite. Der Finanzminister verliert damit einen wichtigen Verbündeten.
Industrie
:IG Metall warnt vor Aus für Stahlkonzern
Thyssenkrupp will bei der kriselnden Stahltochter Tausende Jobs streichen und holt einen Investor an Bord. Die Gewerkschaft befürchtet üble Folgen.
Hannover Messe
:Scholz reagiert auf Kritik von BDI-Chef: "Zwei Turnaround-Jahre"
Siegfried Russwurm hatte dem Kanzler und seiner Koalition im Interview mit der SZ "zwei verlorene Jahre" vorgeworfen. Scholz betont die Stärke des Standorts Deutschland, räumt aber auch Probleme ein.
Olaf Scholz
:Wirtschaftsverwaister Kanzler
Im Interview übt der BDI-Präsident Siegfried Russwurm Kritik an der Wirtschaftspolitik der Ampel: Ist der Kanzler ein Genosse ohne Bosse? Die Leserinnen und Leser der SZ wiederum sparen nicht mit Kritik an dem Verbandsvertreter.
MeinungDeutsche Firmen
:Sie sollen nicht lamentieren, sondern machen
Keine Frage, die Ampel hat ihren Anteil an der schlechten Wirtschaftslage. Aber auch in den Unternehmen sitzen nicht immer die Mutigsten. Sie sollten sich ein Beispiel an VW nehmen. Also an dem VW von 1974.
ExklusivStandort Deutschland
:Scholz' Verhältnis zur Wirtschaft ist zerrüttet
Nach der heftigen Kritik von BDI-Chef Russwurm am Bundeskanzler zeigt sich: Das Zerwürfnis zwischen dem SPD-Regierungschef und den Unternehmensverbänden geht noch tiefer als angenommen.
MeinungStandort Deutschland
:Die gefährliche Attitüde des Kanzlers
Olaf Scholz tut die Sorgen und Nöte der Unternehmen ab. Dieser Umgang mit Warnungen aus der Wirtschaft ist aber nicht nur blasiert, sondern auch töricht.
ExklusivWirtschaftskrise
:"Es waren zwei verlorene Jahre"
BDI-Präsident Siegfried Russwurm übt harsche Kritik an Kanzler Scholz. Statt die Wirtschaftsmisere entschlossen zu bekämpfen, produziere die Ampelkoalition nur "Gesetzchen".
MeinungKlimaschutz
:CO₂-Speicherung ist heikel, aber nötig
Die umstrittene CCS-Technik wird für den Klimaschutz benötigt. Für ihren Einsatz braucht es aber eine strikte staatliche Regulierung - und politische Größe.
ExklusivKlimaschutz
:Industrie und Naturschützer wollen CO₂ im Boden speichern
Jahrelang haben Umweltschutzorganisationen vehement gegen die Speicherung von Kohlendioxid im Erdboden gekämpft. Jetzt wechseln zwei Verbände die Seiten - und paktieren mit ungewöhnlichen Partnern.
USA
:Industriepräsident warnt vor Trump-Comeback
In der deutschen Wirtschaft wächst die Sorge davor, dass Donald Trump wiedergewählt wird. Das würde "nicht nur Europa vor große Probleme stellen".
Klimawandel
:Deutsche Wirtschaft fürchtet Chaos wegen CO₂-Grenzabgabe
An diesem Sonntag beginnt die Testphase der neuen EU-Klimazölle - und damit eine neue Ära in den Klimaschutzbemühungen der EU. Doch viele Unternehmen ächzen unter der neuen Vorgabe.
Innovationen
:Hat hier irgendjemand eine Idee?
Immer weniger Unternehmen bezeichnen sich selbst als innovativ: Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine neue Studie. Woran liegt das - und wie schlimm ist es wirklich?
Ausstellung im Haus der Kunst
:Die Welt ist einfach keine Flachware
Wie kann Kunst sich mit gesellschaftlichen, politischen und sozialen Verwerfungen auseinandersetzen? Drei junge Ars-Viva-Preisträger versuchen, Antworten zu geben.
Hannover Messe
:Industrie sieht Gefahren für den Standort Deutschland
Die Lobbyisten der Wirtschaft haben einiges zu kritisieren: zu viel Bürokratie, zu teure Energie. Sie fürchten, dass Firmen abwandern, falls die Politik nichts unternimmt.
Hannover Messe
:Unruhe im Maschinenbau
Die Industrie will die Krisen hinter sich lassen. Aber einfacher wird es nicht, dafür gibt es zu viele dringende Themen - von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit bis hin zum Klimawandel.
Wiederaufbau
:Wer Habeck in die Ukraine begleitete
Der Bundeswirtschaftsminister traf Präsident Selenskij. Mitgereist sind wichtige Vertreter der deutschen Wirtschaft. Sie versichern, bald neue Projekte starten zu wollen.
ExklusivGüterverkehr
:Die Industrie wartet vergebens auf die Bahn
Nicht nur die Passagiere in ihren ICEs verzweifeln an der Deutschen Bahn. Ohne Güterverkehr geht in der Wirtschaft wenig. Doch die Zuverlässigkeit schwindet - und der Ärger wächst.
Ausblick
:Wenn deutsche Unternehmen lieber im Ausland investieren
Die Konjunkturforscher sind wieder optimistischer, einzelne Unternehmen melden beste Geschäftszahlen. Unter der Oberfläche aber brodelt es.
Deutschland braucht die Energiewende und bremst sich selbst mit einem Wust von Regeln und Vorschriften aus, wie eine Analyse des BDI zeigt. Genehmigungsverfahren dauern zu lange. Auch Finanzminister Lindner fordert mehr Tempo.
Energiekrise
:Eine Notbremse für die Gasrechnung
Für viele Haushalte dürfte es im Winter nicht ganz so schlimm kommen wie bisher befürchtet. Das wird zunächst einmal alle freuen. Auf lange Sicht aber könnte die Sache für den Staat ziemlich teuer werden.
Habeck
:Energiekrise kostet die Wirtschaft 60 Milliarden Euro
Wegen der hohen Energiepreise leide die Wirtschaft in diesem Jahr stark, im nächsten Jahr könne es noch schlimmer werden. Als Lösung dringt Habeck darauf, massiv in erneuerbare Energien zu investieren.
Berlin
:Jeder zählt für sich allein
Ob Kanzler, Minister oder Oppositionsführer, zum Tag der Deutschen Industrie kommen alle - aber nicht gemeinsam, sondern nacheinander. Das passt ganz gut zum Zustand der Regierungskoalition.
Strom und Gas
:Kanzler setzt auf erneuerbare Energien
Olaf Scholz zeigt sich unbeeindruckt von der Debatte um längere AKW-Laufzeiten und plädiert angesichts sinkender Gasimporte aus Russland für einen schnellen Ausbau regenerativer Stromquellen.
Energieversorgung
:Scholz: Die Erneuerbaren sind's
Beim Tag der Industrie bleibt der Kanzler ungerührt von der Debatte über AKW-Laufzeitverlängerungen. CDU-Chef Merz dagegen fordert, die drei noch verbliebenen Kernkraftwerke länger laufen zu lassen - und ist damit nicht gänzlich alleine.