Ein Fischmarkt in Japan
Japan

Strahlende Fische vor Fukushima

Der Super-GAU wirkt sich noch immer auf das Meer vor der Küste Japans aus. Bis zu 40 Prozent der Fische dort sind radioaktiv belastet. Fische gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln in Japan.

Von Christopher Schrader

Kernkraftwerke heruntergefahren

Südkorea setzt trotz neuer Störfälle weiter auf Atomkraft

In gleich zwei südkoreanischen Atomkraftwerken mussten Reaktoren heruntergefahren werden. Radioaktivität soll aber nicht ausgetreten sein. Es sind nicht die ersten Störfälle in diesem Jahr. Trotzdem setzt Südkorea weiterhin voll auf Kernenergie.

IfW-Präsident: Finanzkrise nur global lösbar
Interview: Wirtschaftsforscher Dennis Snower

"Es könnte Dominoeffekte geben"

Bislang geben sich die Experten optimistisch, dass die Katastrophe in Japan für die Weltwirtschaft weitgehend folgenlos bleibt - Wirtschaftsforscher Dennis Snower widerspricht.

Interview: M. Balser, M. Beise und H.-J. Jakobs

Severe mutations found in Fukushima butterflies
Nach Nuklearkatastrophe von Fukushima

Forscher beobachten Missbildungen bei Schmetterlingen

Strahlend blau und geformt wie ein Kleeblatt - so sehen die Flügel der Bläulinge normalerweise aus. In der Umgebung des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-1 haben japanische Forscher jetzt Schmetterlinge dieser Art mit deutlichen Missbildungen beobachtet. Auch bei nachfolgenden Generationen wurden die Mutationen noch festgestellt.

Umweltschuetzer bemaengeln Katastrophenschutzplan fuer AKW Grohnde
Eon profitiert trotz Energiewende

Apokalypse fällt aus

Deutschlands Strom-Oligopol klagte nach dem Atomausstieg schrill: Das werde den Standort Deutschland in Gefahr bringen. Doch der Energiekonzern Eon verdient trotz Energiewende prächtig. Eon will aber noch acht Milliarden Euro Schadensersatz - das ist unangemessen.

Ein Kommentar von Hans-Jürgen Jakobs

Aerial
Atomkatastrophe in Fukushima

Bergung der Brennelemente hat begonnen

Seit dem Super-GAU von Fukushima-1 stellen die Brennelemente in den Abklingbecken der havarierten Atomanlage eine große Gefahr dar. Mit Hilfe riesiger Kräne hat der Betreiber Tepco nun begonnen, sie aus dem Reaktorblock 4 zu holen.

erster Badestrand in Fukushima geöffnet
Japan

Erster Badestrand in Fukushima wiedereröffnet

Der Tsunami zerstörte die Häuser, der Super-GAU verseuchte Luft und Boden. Doch gut ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima-1 haben die Behörden den ersten Strand in der Region wieder für Badegäste freigegeben.

File picture of International Atomic Energy Agency (IAEA) inspection team members in Fukushima Prefecture
Parlamentsbericht in Japan

Super-GAU in Fukushima war vermeidbar

"Ein Desaster von Menschenhand": Die Tragödie von Fukushima-1 wurde zwar vom Erdbeben und Tsunami ausgelöst, für den Unfall im Atomkraftwerk sind jedoch Menschen verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt ein Untersuchungsbericht des japanischen Parlaments. Zugleich ist erstmals seit der Katastrophe wieder ein Atomkraftwerk ans Netz gegangen.

Anti-nuclear rally in Japan
Bericht zum Super-GAU in Japan

Menschliches Versagen als Ablenkungsmanöver

Es klingt wie ein Schuldeingeständnis, wenn das japanische Parlament die atomare Katastrophe von Fukushima auf menschliches Versagen zurückführt. Doch der Bericht soll vor allem die Behauptung untermauern, die Atomanlagen in Japan seien sicher, sagt Risikoforscher Klaus Heilmann. Tokio verfolge damit ein bestimmtes Ziel.

Von Markus C. Schulte von Drach

Politicker
Atomkraft

Belgien lässt altes Atomkraftwerk zehn Jahre länger am Netz

Aus Mangel an alternativen Energiequellen wird Belgien eines seiner ältesten Atomkraftwerke zehn Jahre länger am Netz lassen als geplant.

Wegen Merkels Energiewende

Atomkonzerne wollen 15 Milliarden Euro einklagen

Allein Eon fordert acht Milliarden Euro, jetzt wollen sich auch andere Energiekonzerne anschließen und die Bundesregierung wegen des hastigen Atomausstiegs vor dem Bundesverfassungsgreicht verklagen. Nach einem Zeitungsbericht summieren sich alle Forderungen auf etwa 15 Milliarden Euro.

Japan Antiatomkraft-Demonstration
Atomkraft

Japan schaltet letzten Reaktor ab

Erstmals seit Jahrzehnten erfolgt die Energieversorgung in Japan komplett ohne Atomstrom. Nach dem Atomunglück in Fukushima haben die Betreiber nach und nach alle betriebenen Reaktoren zu Wartungsarbeiten heruntergefahren. Wieder anschalten konnten sie vorerst keinen - die Ablehnung in der Bevölkerung ist zu groß.

Tsunami
Tsunami-Warnung auf GPS-Basis

Satelliten können Wellenhöhe vorhersehen

Nach dem Erdbeben am 11. März 2011 hatte der japanische Wetterdienst vor einer drei Meter hohen Flutwelle gewarnt. Der Tsunami erreichte jedoch eine Höhe von zehn Metern. Und dass hätte man innerhalb von Minuten wissen können - im Prinzip.

Von Christopher Schrader

Politicker

Japan beschließt strengere Sicherheitsregeln für Atomkraftwerke

Japans Regierung hat strengere Sicherheitsvorschriften für Atomkraftwerke beschlossen. Mehr als ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima läuft zurzeit nur ein Reaktor, zwei Meiler könnten in Kürze wieder ans Netz gehen.

Politicker
Politicker

Grüne rutschen auf Zwei-Jahres-Tief

Nach Rekordwerten vor einem Jahr würden nur noch 13 Prozent der Deutschen die Grünen wählen. Weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb hätten eine Mehrheit im Parlament.

Two Fukushima
Japan - Ein Jahr nach der Katastrophe

Das große Aufräumen

Japan, März 2011: Dämme brechen, Schiffe stranden auf Dächern, Gebäude werden wie Kartenhäuser zusammengeschoben. Ein Jahr nach Erdbeben und Tsunami sind viele Orte kaum wiederzuerkennen.

Ein interaktiver Bildvergleich.

Energiepolitik nach der Katastrophe

Vergessene Ruinen

Super-GAU ohne Folgen? Nach der Atomkatastrophe von Fukushima schien der Glaube an die Beherrschbarkeit der Nukleartechnik gebrochen zu sein. Doch nun, ein Jahr danach, erweist sich: Länder wie China und Indien setzen weiter auf die Atomenergie. Selbst Japans Regierung will Meiler wieder anfahren.

Von Paul-Anton Krüger

One Year On: 11 March Earthquake and Tsunami - before and after c 02:16
Atomkatastrophe in Japan

Am liebsten vergessen

Ein Jahr nach dem Super-GAU: Wie hat sich der Alltag verändert? Was hat sich in der Politik getan? Und was muss sich in Japan künftig noch ändern? Christoph Neidhart, SZ-Korrespondent in Tokio, berichtet via Skype.

13 Bilder
Bilder aus der Sperrzone um Fukushima-1

Unterwegs in Geisterstädten

Supermärkte, in denen niemand mehr einkauft, Sporthallen, in denen niemand mehr spielt, Parkplätze, wo niemand mehr parkt: In einem Radius von 20 Kilometern rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-1 zeugen Geisterorte vom vergangenen Alltag.

Chronologie der Katastrophe in Japan

Als die Welt den Atem anhielt

Die Bilder waren aus weiter Ferne aufgenommen, unscharf. Die Meldungen überschlugen sich - wurden zunehmend prekärer. Vor einem Jahr hat die Welt gebannt nach Japan geblickt. Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe - die dramatischen Ereignisse im Minutenprotokoll.

Fukushima Daiichi nuclear power station 10 Bilder
Ein Jahr nach der Atomkatastrophe in Fukushima

Im Angesicht der Zerstörung

Die Bilder der Explosion gingen um die Welt. Ein Erdbeben und ein Tsunami erschütterten am 11. März 2011 das Atomkraftwerk Fukushima-1. Die Umgebung ist seitdem verstrahlt. Wie sieht es dort aus, ein Jahr nach der Katastrophe?

Japan ein Jahr nach Fukushima

Shoganai - die Atomkraft kommt zurück

Zehntausende leben in Japan noch immer in Containern, viele Kinder werden in Schulen weit weg von ihrem früheren Wohnort unterrichtet. Zwar sind zum Jahrestag der Katastrophe Andachten geplant, doch die meisten Japaner begehen ihn mit Fatalismus, Und die Regierung will nach den Gedenkfeiern bald wieder Kernreaktoren in Betrieb nehmen.

Von Christoph Neidhart

02:35
Japan nach der Atomkatastrophe

Eine Fotoreise im Juni 2011

Eindrücke aus Japan nach der Katastrophe. Fotografiert von Regina Schmeken.

Fukushima Daiichi nuclear power station
Super-GAU in Fukushima-1

"Es wird verschwiegen, vertuscht und beschönigt"

Tschernobyl, Deepwater Horizon und Fukushima-1 - sind solche Katstrophen der Preis, den wir für unseren Lebensstil zahlen müssen? Vieles hätte man vermeiden können, sagt der Risikoforscher Klaus Heilmann. Aber die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft belügen uns lieber, als das einzugestehen.

Interview: Markus C. Schulte von Drach

Yuko Sugimoto stands on a road in Ishinomaki 17 Bilder
Japan nach der Katastrophe

Welt in Trümmern

Ein Erdbeben, das große Teile Japans in Schutt verwandelte, ein Tsunami, der Tausende von Toten forderte und den Super-GAU von Fukushima nach sich zog: Wie ist das Weiterleben nach einer solchen Katastrophe möglich? Bilder, die ein Jahr nach dem Unglück entstanden sind, zeugen von Trauer, Verzweiflung - und neuer Hoffnung.

Von Sophia Lindsey