Atomkatastrophe in Japan

Radioaktiv verseuchtes Wasser aus Fukushima ausgetreten

Die Pannenserie reißt nicht ab: Zum zweiten Mal binnen weniger Monate ist kontaminiertes Wasser aus der Atomruine in Fukushima-1 ausgetreten. Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco ist es wahrscheinlich, dass radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik geflossen ist.

Atomstrom in Japan

Fukushima-Betreiber will weltgrößtes AKW wieder hochfahren

Tepco braucht Geld: Auch wegen der enormen Verluste seit der Atomkatastrophe von Fukushima will das Unternehmen nun den größten Atommeiler weltweit wieder in Betrieb nehmen. Japans Regierung ist skeptisch.

Fukushima-1 besteht aus sechs Reaktorblöcken, von denen vier 2011 zerstört wurden. Aber auch die noch intakten Reaktoren sollen stillgelegt werden.
Atomkraft in Japan

Regierung ordnet komplette Stilllegung von Fukushima an

Japans Regierung muss reagieren: Ministerpräsident Shinzo Abe hat die Stilllegung der beiden noch intakten Reaktorblöcke am Atomkraftwerk Fukushima-1 angeordnet. In den havarierten Reaktorblöcken treten immer wieder große Probleme auf, die der Betreiber Tepco nicht in den Griff bekommt.

Atomreaktor Oi in Japan heruntergefahen
Nach Reaktorunglück von Fukushima

Japan erneut atomfrei

Im Westen Japans wird der einzige noch Strom produzierende Atomreaktor heruntergefahren. Damit muss das Land wohl bis Ende des Jahres ohne Kernenergie auskommen.

A worker wheels away a replica of a famous Madrid fountain after Madrid was eliminated from the IOC voting for the 2020 Olympic games host city, in Madrid
IOC-Entscheidung über Tokio 2020

Wenn der Wind sich dreht

Das IOC muss sich bei der Olympia-Vergabe zwischen drei Problemfällen entscheiden und wählt die realste Gefahr. Dass sich Tokio als Sieger feiern lassen kann, hat aber auch mit dem übermäßigen Stolz der Spanier zu tun - und der eigenwilligen Strategie von Ahmed al-Sabah.

Ein Kommentar von Thomas Kistner

Kernkraftwerk in Fukushima

Strahlung auf neuem Höchstwert

Um die Wassertanks im havarierten Kernkraftwerk Fukushima-1 hat die Strahlung einen neuen Höchstwert erreicht. Bereits die zuvor gemessene Radioaktivität gilt für Menschen über die Dauer weniger Stunden als tödlich.

Radioaktivität in Fukushima

Strahlende Ungewissheit

Undichte Tanks, brüchige Schweißnähte, Wärmebildkameras statt exakter Messgeräte. Der Umgang mit den gewaltigen Mengen radioaktiver Stoffe aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima-1 ist so lax, dass ein deutscher Experte den Besuch der Anlage absagt: Das Vorgehen der Japaner macht ihm Angst.

Von Christopher Schrader

Fukushima-1 besteht aus sechs Reaktorblöcken, von denen vier 2011 zerstört wurden. Aber auch die noch intakten Reaktoren sollen stillgelegt werden.
Japanische Atomanlage Fukushima

Japan steckt weitere Millionen in Atomruine

Der japanische Atomkonzern Tepco bekommt die radioaktiven Lecks im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-1 nicht in den Griff. Jetzt greift die Regierung bei der Sicherung der Anlage ein und will mehrere Millionen Steuergelder investieren.

Japanische Atomanlage Fukushima

Radioaktives Wasser tropft aus Leck

Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-1 hat ein Leck in der Anlage gefunden, aus dem stark radioaktiv belastetes Wasser austritt. Die radioaktive Strahlenbelastung an einem Wassertank habe sich drastisch erhöht.

Japan's Nuclear Regulation Authority members inspects leak of sto
Umgang mit Fukushima

Bis Wegschauen nicht mehr funktioniert

In Japan ist es ein Akt der Höflichkeit. Doch das Ignorieren der Zustände im AKW Fukushima 1 ist erschreckend. Oberflächliche Dekontamination soll Dörfer der Gegend wieder bewohnbar machen und Premier Abe will einige Atomkraftwerke im Land bald wieder hochfahren.

Von Christoph Neidhart, Tokio

water tanks at the Fukushima nuclear power plant leak
AKW-Ruine

Japan erhöht Warnstufe in Fukushima

Ein "ernster Störfall": Nachdem ein neues Leck am Atomkraftwerk Fukushima I bekannt wurde, hebt die japanische Atombehörde die Warnstufe deutlich an. Innerhalb der Anlage sei "eine große Menge radioaktiver Materie" ausgetreten. Die Zahl der Krebserkrankungen bei Kindern in der Region steigt.

Akw-Ruine Fukushima

300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten

Erneut ist an der Ruine des Atomkraftwerks Fukushima ein Leck entdeckt worden. 300 Tonnen stark verstrahltes Wasser sollen aus einem Tank in den Boden gesickert sein. Kraftwerksbetreiber Tepco zufolge ist das Leck noch nicht repariert.

Fukushima: Wieder Kühlsystem ausgefallen
Zwei Jahre nach Atomkatastrophe in Fukushima

Tepco beginnt verseuchtes Grundwasser abzupumpen

300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser sickern täglich am Reaktor in Fukushima in den Boden und gelangen so ins Meer. Zwei Jahre nach dem Unglück reagiert die Betreiberfirma Tepco und will das Wasser abpumpen. Doch das geht nur langsam voran.

Havariertes Atomkraftwerk

Verseuchtes Grundwasser in Fukushima steigt immer höher

Erneut erschüttert ein starkes Erdbeben die japanische Küste in der Nähe des havarierten Atomkraftwerks Fukushima. Die Schäden sind zwar gering, doch die Betreiberfirma hat einem Zeitungsbericht zufolge ohnehin Sorgen: Radioaktiv verseuchtes Grundwasser steigt immer weiter an und könnte sich bald in den Ozean ergießen.

Atomkraftwerk Biblis
Mögliche EU-Subventionen für Atomenergie

Der nächste Irrsinn

Der Atomenergie in Europa geht es schlecht. Sehr schlecht. Dies hat jedoch wenig mit Fukushima zu tun, dafür umso mehr mit dem Boom erneuerbarer Energien. Wenn Brüssel nun versucht, Kernkraftwerke zu subventionieren, dann ist dies keine kleine Beihilfe. Es ist der Versuch, den Lauf der Dinge zu ändern - und weitere Milliarden in eine Technologie zu pumpen, die sich am Markt nicht behaupten kann.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller, Berlin

Nach Erdbeben- und Tsunamikatastrophe

Japaner geben Hilfsgelder für Schildkrötenzählung aus

Zählung von Meeresschildkröten, Wein- und Käseverkostungen zu Marketingzwecken: Katastrophenhilfe für Erbeben- und Tsunamiopfer in Japan ist zum größten Teil zweckentfremdet worden. Der fragwürdige Mitteleinsatz bringt die Regierung in Erklärungsnot.

AKW vom Netz

Koreanischer Atomreaktor lief mit gefälschten Sicherheitspapieren

Eigentlich sollten sie Exportschlager sein: Doch zwei Atomkraftwerke in Südkorea mussten nun geschlossen werden, die Aufsicht schlägt Alarm - nicht der erste Skandal der Branche.

Schwerer Erdstoß nahe Kobe

Mindestens 24 Verletzte durch Erdbeben in Japan

Ein schweres Erdbeben zerstört in Japan mehrere Häuser und verletzt 24 Menschen. Der Betreiber der beiden Atomreaktoren, die derzeit in Japan in Betrieb sind, versichert, alles sei in Ordnung. Nachbeben dürften folgen.

Beschädigte Atomanlage

120 Tonnen radioaktives Wasser in Fukushima ausgelaufen

Schon wieder ein Zwischenfall in Fukushima: Bis zu 120 Tonnen radioaktives Wasser sind aus einem Tank mit Kühlwasser ausgetreten. Obwohl das Atomkraftwerk direkt an der Küste liegt, soll laut den Betreibern kein Wasser ins Meer gelangen.

Jahresbilanz 2012

Deutschland vervierfacht Stromüberschuss

Der Energiewende zum Trotz - Deutschland hat 2012 sehr viel mehr Strom ausgeführt als importiert. Im Vergleich zum Jahr des Reaktorunglücks in Japan 2011 vervierfachte es den Exportüberschuss sogar.

Fukushima, Tepco, Ratte, Japan, Atomkraftwerk, Radioaktivität
Schwere Panne in Atomkraftwerk

Ratte ist schuld an Stromausfall in Fukushima

Tierisches Versagen: Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-1 hat ein kleiner Nager für eine große Panne gesorgt. Erhöhte Radioaktivität habe es jedoch nicht gegeben, versicherte der Betreiberkonzern Tepco.

9 Bilder
Bilder zum zweiten Jahrestag des Tsunamis vor Japan

Langsamer Fortschritt des Wiederaufbaus

Ein Erdbeben und der darauf folgende Tsunami zerstörten im März 2011 Teile der japanischen Ostküste. Am härtesten traf es die Präfektur Miyagi. Die Aufräumarbeiten gehen nur zäh voran - die neue Regierung hat versprochen, den Wiederaufbau zu beschleunigen.

Japan Atom Fukushima
Atompolitik

Japan will neue Atommeiler bauen

Andere Regierung, andere Atompolitik: Fast zwei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima hat Japans neu gewählte konservative Regierung angekündigt, als sicher eingestufte Atomkraftwerke wieder in Betrieb nehmen zu wollen. Auch der Bau neuer Meiler soll vorangetrieben werden.

A voter holds an election campaign leaflet of Japan's main opposition Liberal Democratic Party's leader Abe in Tokyo
Parlamentswahl in Japan

Neuanfang mit alter Kraft

Es ist die erste Wahl nach Fukushima - und Japan entscheidet sich für einen Atomkraftbefürworter. Nach Prognosen des Fernsehens können die LDP und der künftige Ministerpräsident Shinzo Abe mit etwa 300 der 480 Mandate rechnen.

Japan general election
Parlamentswahl

Japan vor Machtwechsel

Japan wählt ein neues Unterhaus. Dabei droht der Demokratischen Partei von Premier Noda drei Jahre nach ihrem historischen Wahlsieg eine Niederlage. Die LDP macht sich dagegen wieder Hoffnungen, die Macht zurückzuerobern.