Atommüll
Ausstieg aus der Atomkraft

Pokern am Abgrund

Ihr Geheimplan ist aufgeflogen - und damit wohl auch der Versuch der Energiekonzerne gescheitert, die Kosten für den Rückbau der Atomwirtschaft auf den Steuerzahler abzuwälzen. Vorerst. Denn Fluchtmöglichkeiten lässt der Bund ihnen nach wie vor.

Von Michael Bauchmüller und Markus Balser

Forderungen nach Absage von Castor-Transport
Atommüll-Zwischenlager Gundremmingen

Die Mauer muss her

210 Meter lang, zehn Meter hoch und 85 Zentimeter dick. Am Atommüll-Zwischenlager in Gundremmingen wird Deutschlands erste Schutzwand gegen Terroranschläge errichtet. Der Bürgermeister fürchtet aber, dass Gundremmingen damit nicht mehr nur Zwischenlager bleibt.

Von Stefan Mayr

Atommüll-Endlagersuche
Kommission

Atomlobby steigt in die Endlagersuche ein

Klar ist: Die Atomlobby redet mit. Nach SZ-Informationen zieht der Chef des Deutschen Atomforums, Ralf Güldner, als Vertreter der Industrie in die Kommission für die Suche nach einem Atommüll-Endlager ein. Die übrige Besetzung gestaltet sich weitaus schwieriger.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Debatte um Atommüll-Endlager

Oettingers neue Tiefgarage

Das fehlte gerade noch: EU-Kommissar Günther Oettinger sagt, die Gesteine in Süddeutschland seien für ein Atommüll-Endlager tauglich - einfach so. Fachlich mag das stimmen, der Debatte tut das aber nicht gut.

Von Marlene Weiss

Ministerpräsident Seehofer (CSU) im bayerischen Landtag
Vorschlag für Atomendlager in Süddeutschland

Seehofer geht auf Oettinger los

Der Vorschlag von EU-Kommissar Oettinger für ein atomares Endlager in Süddeutschland erzürnt Bayerns Ministerpräsident Seehofer. Er habe kein Verständnis dafür, dass er sich in dieses nationale Anliegen einmische, sagte der CSU-Chef. Das sei "typisch Europäische Kommission".

Kernkraftwerk Brunsbüttel
Streit um atomares Zwischenlager Brunsbüttel

"Wo soll der Müll denn hin?"

Obwohl Richter dem atomaren Zwischenlager in Brunsbüttel die Genehmigung entzogen haben, wird der nukleare Abfall dort vorerst liegen bleiben. Das Urteil stürzt Politiker und Atomindustrie in Turbulenzen. Das Zwischenlager in Norddeutschland galt als eines der besseren.

Von Markus Balser und Marlene Weiss

Atom-Endlager Morsleben
Atommüll

Kompromiss bei Endlagersuche

Kurz vor den entscheidenden Verhandlungen über die Suche nach einem atomaren Endlager gibt es einen Kompromissvorschlag aus dem Bundesumweltministerium, mit dem auch die Länder leben könnten. Die Entscheidung über die künftigen Castor-Zwischenlager würde demnach erst einmal vertagt - auf die Zeit nach der Bundestagswahl.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Norbert Lammert
Suche nach Atommüll-Endlager

Lammert fürchtet Schwächung des Parlaments

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager wird noch mühsamer als erwartet: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat den parteiübergreifenden Konsens zur Endlager-Suche deutlich kritisiert. Es stört ihn, dass die geplante Expertengruppe beim Bundestag angesiedelt werden soll, ohne dass das Parlament mitreden kann.

Peter Altmaier zum Endlagersuchgesetz im Bundestag
Regierungserklärung zu Atommüll-Endlager

Altmaier setzt auf Konsens, Konsens und Konsens

Der Umweltminister auf Kuschelkurs: Bei seiner Regierungserklärung zum Endlagersuchgesetz beschwört Peter Altmaier den großen Konsens mit der Opposition. Die stellt allerdings weiterhin Bedingungen.

Atommüll Endlager Gorleben
Erkundungsstopp in Gorleben

Wo das Gift der Geschichte lagert

Der Stopp der Erkundungsarbeiten in Gorleben ist nicht das Ende des Projekts. Aber es ist das Signal, das die stockenden Verhandlungen über eine neue Endlagersuche brauchten. Denn ohne ordentliches Suchverfahren wird es nie eine halbwegs akzeptierte Lösung geben.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Atommüll-Endlagersuche - Gorleben
Atommüll in Deutschland

Warum die Endlagersuche im Fiasko zu enden droht

Der Neustart bei der Suche nach einem Endlager für Atommüll war überfällig, doch er droht zu einem Fiasko historischen Ausmaßes zu werden: Eine größtmögliche Koalition aus Bund und Ländern, aus Regierung und Opposition ist gerade im Begriff, aus wahlkampftaktischen Gründen alles zu vermasseln.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Vorschau: Gorleben-Untersuchungsausschuss befragt Bundeskanzlerin Merkel
Endlagersuche

Altmaier lädt zu Gipfelgesprächen

Fast ein Jahr dauern die Gespräche über eine neue Endlagersuche zwischen Bund und Ländern schon - ohne Ergebnis. Das soll sich nun ändern: SZ-Informationen zufolge will Bundesumweltminister Peter Altmaier Mitte Oktober zu einem entscheidenden Treffen einladen.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Asse-Bergung könnte sich um Jahre verzögern
Atommüll im maroden Endlager Asse

Ein Datum schockiert ein Dorf

Als Norbert Röttgen noch Umweltminister war, gab er den Bürgern aus der Umgebung des Salzstocks Asse ein Versprechen: einen Zeitplan, wann die heiklen Fässer aus dem einsturzgefährdeten Bergwerk geholt werden sollen. Doch das nun genannte Datum schockiert die Betroffenen - und spült gravierende Probleme an die Oberfläche.

Von Jens Schneider

Nach Spitzentreffen

Suche nach Endlager dauert an - Röttgen optimistisch

Kann ein parteiübergreifender Konsens über eine neue Suche nach einem Atommüll-Endlager hergestellt werden? Nach einem Spitzentreffen im Bundesumweltministerium erwartet Umweltminister Röttgen eine baldige Lösung. Auch die Grünen signalisieren Verhandlungsbereitschaft.

SZ-Magazin
SZ-Magazin
Ein Jahr nach dem Atomunfall in Fukushima

Wie sagen wir es unseren Nachfahren?

Atommüll strahlt ewig. Deshalb müssen Forscher Warnschilder ersinnen, die auch in 10.000 Jahren noch unmissverständlich sind. Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima-1 wird diese Aufgabe wichtiger denn je.

Von Alexandra Lau und Roland Schulz

Konzept der Bundesregierung für Atommüll

Ethikkommission soll Endlagersuche begleiten

Die Bundesregierung legt erstmals einen Gesetzentwurf für die Suche nach einer Atommüll-Deponie vor. Der Entwurf, der der SZ vorliegt, sieht für die Suche nach einem Endlager eine "Ethikkommission" sowie ein völlig neues Bundesinstitut vor - und setzt auf die Beteiligung der Bürger.

Von Michael Bauchmüller

Grundremmingen, Atomkraftwerk
Suche nach Atommüll-Depot

Huber hält Endlager in Bayern für denkbar

"Es geht jetzt ausschließlich um die Geologie, nicht mehr um Geographie und Ideologie": Der neue Umweltminister Huber schließt als Erster ein Atommüll-Endlager an der Donau nicht mehr aus. Unterdessen werden rund um das Atomkraftwerk Gundremmingen erhöhte Strahlenwerte gemessen.

Von Stefan Mayr

Atomkraftgegner protestieren vor Umweltministerkonferenz
Suche nach Atom-Endlager

Mehr als Müll

Mehr als drei Jahrzehnte haben sich Politik und Atom-Gegner an Gorleben abgearbeitet, jetzt beginnt die Suche nach einem Endlager von vorne. Immerhin hat man eines gelernt: Ein Lager für Atommüll kann nicht durch noch so viele günstige Gutachten durchgesetzt werden - sondern nur durch ein Auswahlverfahren, das für alle nachvollziehbar ist.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Atommüll-Endlagersuche - Erkundungsbergwerk Gorleben
Bund und Länder einigen sich

Suche nach Atommüll-Endlager beginnt von vorn

Vor 34 Jahren war Gorleben als Endlager für strahlenden Müll festgelegt worden - und genauso alt ist der Widerstand gegen diese Entscheidung. Nun haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, nach weiteren möglichen Standorten zu suchen. Der Salzstock von Gorleben steht aber weiter zur Diskussion. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann will dazu die Bürger befragen.

Zeitung: Bund will womoeglich mehr Atommuell in Gorleben einlagern
Suche nach einem Atom-Endlager

Experiment mit offenem Ausgang

Vertreter der Länder kommen heute im Bundesumweltministerium zusammen, um über Alternativen zum Atom-Endlager Gorleben zu diskutieren. Der Zeitpunkt für die Debatte scheint so günstig zu sein wie nie.

Von Michael Bauchmüller

Erkundungsbergwerk Gorleben
Atomendlager Gorleben

Ergebnis politischer Mauschelei?

Seit 30 Jahren wird um Gorleben gestritten wie um kein zweites Bauprojekt. Und seit anderthalb Jahren erforschen Abgeordnete, wie es zur Entscheidung für den Standort kam. Was sie feststellen, ist ernüchternd.

Von Michael Bauchmüller

Jahresrueckblick September 2010: Erkundungsbergwerk Gorleben
Suche nach Atom-Endlager

Unterirdische Geschäfte

Früher Atom-Manager, heute Gorleben-Gutachter: Die Karriere von Bruno Thomauskes als Leiter der Kernkraftsparte von Vattenfall endete mit Pannen in Atomkraftwerken. Jetzt spielt er eine nicht unwichtige Rolle bei der Sicherheitsanalyse des Salzstocks in Gorleben.

Von Michael Bauchmüller

Klage gegen Atommülllager Schacht Konrad gescheitert
Behördenstreit um Atommüll-Endlager

Stillstand im Schacht

Schon in drei Jahren sollte im Schacht Konrad in Niedersachsen schwach- und mittelradioaktiver Atommüll lagern. Doch das Projekt verzögert sich, weil es zwischen Bund, Land und der Stadt Salzgitter Streit um Baugenehmigungen gibt. Mittlerweile geht man von einer Inbetriebnahme erst für 2019 aus - und es könnte auch noch längern dauern.

Von Michael Bauchmüller

Studie: Sorgen bei raschem Atomausstieg unbegründet 6 Bilder
Atomausstieg und Energiewende

Elf Regeln für die Zukunft

Energie sparen, Stromquellen erschließen, Endlager suchen: Die Bundesregierung hat den Rahmenplan für den Atomausstieg beschlossen. Was die Energiewende in Deutschland verändern wird.

Eine Übersicht von Corinna Nohn

Merkel empfängt Ethik-Kommission im Kanzleramt
Konsens beim Atomausstieg

Bloß weg mit dem Thema!

Die Energiepolitik der Bundesländer war in der Vergangenheit alles andere als ruhmreich: Versäumnisse beim Netzausbau - und aus Angst vor der Wut der Bürger wurde jede Atomendlager-Diskussion jenseits von Gorleben im Keim erstickt. Die plötzliche Einigkeit beim Atomausstieg ist positiv, doch nicht ganz uneigennützig.

Ein Kommentar von Stefan Braun