Armut in München

Soziales Leben
:Hohe Mieten treiben Menschen in die Armut

Eine Podiumsdiskussion der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtpflege mit den Landratskandidaten zeigt, dass die soziale Ungleichheit wegen der hohen Lebenshaltungskosten im Landkreis München zunimmt. Die eine pragmatische Lösung aber gibt es nicht.

Von Annette Jäger

SZ Gute Werke
:5,5 Millionen Euro für Menschen in Not

Leserinnen und Leser der SZ haben sich auch im 77. Jahr des Spendenhilfswerks der Süddeutschen Zeitung großzügig gezeigt, um all jenen in München und im Umland zu helfen, die unverschuldet in prekäre Situationen geraten sind.

Von Karin Kampwerth

Armut im Winter
:Sollte man als Passant Obdachlosen helfen?

Oder kann die Unterstützung womöglich sogar kontraproduktiv sein? Über die Ambivalenz des Helfens in einer reichen Stadt – und was Streetworker raten.

SZ PlusVon Bernd Kastner

Armut in München
:Samans größter Herzenswunsch: Einmal Micky Maus persönlich treffen

Mathenachhilfe, mit der Familie einen Fahrradausflug machen oder zum Friseur gehen: Wer in Armut lebt, für den wird das zum innigsten Wunsch, was für andere selbstverständlich ist.

Von Sabine Buchwald, Johanna Feckl, Karin Kampwerth und Claudia Klein (Illustration)

SZ Gute Werke
:Was es bedeuten kann, zu früh geboren zu sein

Die Schwangerschaft einer jungen Frau verlief problemlos, bis sie mit Schmerzen in die Klinik fährt. Wegen einer Infektion kommen ihre Zwillinge viel zu früh auf die Welt. Was die alleinerziehende Mutter seitdem bewältigen muss.

Von Sabine Buchwald

Armut in München
:Wie Krebs ihr Leben verändert hat

Chemotherapien und Bestrahlungen haben Spuren bei einer 60-Jährigen hinterlassen: Sie hat Schmerzen, fragt sich manchmal, wie viel Zeit ihr auf dieser Welt noch bleibt. Trotzdem arbeitet sie in der Altenpflege, will anderen helfen. Und hat dennoch nicht viel zum Leben.

Von Sabine Buchwald und Claudia Klein (Illustration)

SZ Gute Werke
:3000 Pakete voller Glück

Unterwegs mit Ivar, der im Auftrag von SZ Gute Werke Pakete mit hochwertigen Lebensmitteln verteilt - an Menschen in München, bei denen das Geld zum Monatsende hin oft nur noch für Nudeln oder Reis reicht.

Von Karin Kampwerth

SZ Gute Werke
:Mit steigenden Preisen schwinden die Chancen für die Kinder

Obwohl Elias A. in Vollzeit arbeitet, reicht sein Gehalt nicht, um seine Familie in München zu ernähren. Wegen der Inflation sorgt er sich nun auch um die Zukunft seiner Kinder.

Von Karin Kampwerth

SZ Gute Werke
:Ein Leben in ständiger Anspannung

Anna R. wohnt mit ihrer 15-jährigen Tochter in einer kleinen Einzimmerwohnung. Ihr Bett steht in der Küche. Doch an Nachtruhe ist nicht zu denken.

Von Claudia Wessel

SZ Gute Werke
:Jetzt zieht der Großvater den Enkel auf

Keine Arbeit, kleine Wohnung, die ältere Tochter und deren Partner zwischenzeitlich im Gefängnis. Wie Anton P. für den Enkel kämpfte, sein „Ein und Alles“, und weshalb ihm das Sorgerecht für den Vierjährigen nicht genug ist.

Von Martin Mühlfenzl

SZ Gute Werke
:Shahed träumt davon, als Ärztin zu arbeiten

Vier Jahre nachdem Shahed H. vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Deutschland geflohen ist, macht sie nun eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten. Warum die 18-Jährige dabei sehr viel Aufwand auf sich nimmt und wie sich das ändern ließe.

Von Henry Borgelt

SZ Gute Werke
:Plötzlich passt dem kleinen Roberto keine Kleidung mehr

Der neunjährige Junge leidet an einer seltenen Nierenerkrankung. Das belastet nicht nur die Seele der alleinerziehenden Mutter. Über die extremen Folgen der Behandlung.

Von Claudia Wessel

Kinderarmut
:Warum ein Zehnjähriger nie wieder einen Schulfreund zu sich einladen möchte

Nur ein Mal hat Ilyas zu Hause Besuch von einem Mitschüler bekommen. Als der Junge ihn am nächsten Tag in der Schule arm nennt, kommt er in Tränen aufgelöst nach Hause. Wie es für Kinder ist, in Armut aufzuwachsen.

Von Andrea Schlaier und Claudia Klein (Illustration)

SZ Gute Werke
:Die Schocknachricht im Briefkasten

Mit fünf Kindern in einer kleinen Dreizimmerwohnung zu leben, ist für Familie A. Herausforderung genug. Dann kommt eine Mitteilung und verschärft die Situation zusätzlich.

Von Karin Kampwerth

SZ Gute Werke
:„Ich wollte nicht nur vom Amt abhängig sein“

Ahmad M. hat Flaschen gesammelt, um sich ein bisschen Selbständigkeit zu erhalten. Doch statt etwas dazuzuverdienen, ist er jetzt noch ärmer als vorher.

Von Karin Kampwerth

SZ Gute Werke
:Er lag im Koma und musste danach alles neu lernen

Nachdem Martin K. von einer Treppe gestürzt war, konnte er nicht mehr sprechen und laufen. Er fing sein Leben noch einmal von vorn an – und das war alles andere als einfach.

Von Sebastian Strauß

SZ Gute Werke
:Vom Kindersoldaten zum Arbeitslosen

Ibrahim A. floh als Kind aus Somalia, überstand den Krieg und die Flucht. Doch nun lebt der 26-Jährige nach mehr als zehn Jahren in Deutschland erneut am Existenzminimum.

Von Sebastian Strauß

SZ Gute Werke
:„Die in der Not sind, schreien nicht“

Nach 17 Jahren als erster Vorsitzender von SZ Gute Werke, dem Spendenhilfswerk der Süddeutschen Zeitung, gibt Karl Ulrich sein Amt auf. Im Interview erinnert er sich an bewegende Schicksale und blickt darauf zurück, wie sich Armut in München verändert hat.

Interview von Karin Kampwerth

Armut in München
:Der Mann, der kein Geld mehr für den Supermarkt hat

Die hohen Preise spüren alle, für Bedürftige aber ist die Lage dramatisch. Besuch bei einem Münchner, dessen Konto leer ist und der hofft, dass die Vorräte bis zum Monatsende reichen.

Von Lisa Sonnabend und Claudia Klein (Illustrationen)

SZ Gute Werke
:„Ich habe Angst, keine gute Mutter zu sein, obwohl ich jeden Tag über meine Grenzen gehe und kämpfe“

Carola W. ist alleinerziehend mit drei Kindern – der fünfjährige autistische Sohn hat einen hohen Unterstützungsbedarf, der Vierjährige spricht kaum, die Fünfzehnjährige braucht ebenfalls Hilfe. Und dann ist auch noch das Geld knapp.

Von Johanna Feckl

SZ Gute Werke
:„Ich sehe fast nichts mehr“

Er fuhr Motorrad, wanderte nach Teneriffa aus, führte ein Restaurant. Heute kann Hans-Peter R. kaum noch Miete und Essen bezahlen, nun wurde ihm die Wohnung gekündigt.

Von Sebastian Strauß

SZ Gute Werke
:Weil sie ohne Schmerzen nicht sitzen kann, hat sie im Liegen gearbeitet

Jahrelang ist Ewa S. trotz chronischer Schmerzen und einer Schwerbehinderung nach einem schweren Verkehrsunfall arbeiten gegangen. Nach einem Sturz, bei dem sie sich erneut die Wirbelsäule gebrochen hat, geht aber auch das nicht mehr.

Von Johanna Feckl

SZ Gute Werke
:Wenn die Angst vor der Wohnungslosigkeit lähmt

Jakob und Sina, beide 28, finden einfach keine Wohnung in München. Im Sommer müssen die beiden mit ihren zwei Kindern in eine Notunterkunft der Stadt ziehen. Wie sie es dort wieder heraus geschafft haben – und was sie sich nun wünschen.

Von Johanna Feckl

SZ Gute Werke
:Drei Red-Bull-Dosen zum Überleben

Als Peter H. der Strom abgeschaltet wird, liegen schon mehr als zwei Jahre Flaschensammeln hinter ihm: Die Rücklagen des 71-Jährigen gingen für die Pflege der Mutter drauf, ein Teil seiner schmalen Rente wurde gepfändet – nicht rechtmäßig, wie er heute weiß. Wie es dazu gekommen ist.

Von Johanna Feckl

Arbeitskräftemangel
:„De facto ist das legalisierter Menschenhandel“

Deutschland gehen die Auszubildenden aus. Immer mehr junge Menschen werden deshalb im Ausland angeworben – offenbar auch mit unlauteren Mitteln. Betroffene berichten von dramatischen Konsequenzen.

SZ PlusVon Catherine Hoffmann

Armut in München
:„Überall ging ich zu Fuß hin – egal, wie lang. Ein MVV-Ticket war zu teuer“

Ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen, bringt Andreas in die Bredouille. Thomas pflegt seine Eltern, weil ein Heimplatz zu teuer ist. Und Henriettes Sohn kann nicht mehr in den Kindergarten gehen. Was Armut für Münchnerinnen und Münchner bedeutet.

Von Johanna Feckl und Claudia Klein (Illustration)

Wohnungsnot in München
:„Es fehlt das formulierte politische Ziel, Wohnungslosigkeit zu reduzieren“

Thomas Zachau hat als Berater für mehr Effizienz in Unternehmen gesorgt. Jetzt bekämpft er zusammen mit sieben sozialen Verbänden in München die Wohnungslosigkeit. Wie er das schaffen will.

SZ PlusInterview von Martina Scherf

SZ Gute Werke
:So können Sie spenden

Leserinnen und Leser der Süddeutschen Zeitung spenden für Menschen in München und im Umland, deren Leben durch Schicksalsschläge oder Erkrankungen aus der Bahn geraten ist. So können auch Sie spenden.

Von Karin Kampwerth

Wohltätigkeit
:Ein gutes Werk für SZ Gute Werke

Auch in diesem Jahr bringt der Lions Club München-Pullach wieder einen kunstvoll gestalteten Adventskalender heraus, der mit attraktiven Preisen gefüllt ist. Ein Teil des Verkaufserlöses geht traditionell an das Spendenhilfswerk der „Süddeutschen Zeitung“.

Von Karin Kampwerth

Benefizaktion
:Ein Handwerk, das ein Lächeln ins Gesicht zaubert

Im Nußbaumpark schneiden elf Friseure und Friseurinnen der Barber Angels  obdachlosen und bedürftigen Menschen kostenlos die Haare. Den Kunden gibt das weit mehr als nur ein neues Aussehen.

Von Tom Soyer

Soziale Ungleichheit
:München verschiebt Armutsbericht – weil die Stadt sparen muss

Das Sozialreferat kann die für kommendes Jahr geplante Analyse wegen Personalmangels nicht erstellen. Die Linke spricht von einem „sozialpolitischen Skandal“.

Von Kathrin Aldenhoff

SZ Gute Werke
:Einmal Kühe streicheln, einmal Salzwasser riechen

Endlich Ferien! Ab nach Italien oder Spanien. Doch nicht für Alaya und Karam. Die Kinder waren noch nie im Urlaub. Über Familien, die davon träumen, einfach mal weg zu sein.

Von Sabine Buchwald, Johanna Feckl, Karin Kampwerth und Claudia Klein (Illustrationen)

Jahreswirtschaftsbericht
:So viele Jobs wie noch nie in München

Wirtschaftlich ist Bayerns Landeshautstadt bundesweit an der Spitze. Wo sie 2024 neue Rekorde aufgestellt hat – und in welchem Bereich es dennoch Probleme gibt.

Von Bernd Kastner

SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Wie geht man mit Bettlern auf den Straßen der Stadt um?

Auch im reichen München sieht man immer wieder Menschen, die betteln. Doch es ist nicht immer leicht einzuschätzen, ob sie tatsächlich in Not sind.

SZ PlusKolumne von Lillian Ikulumet

Münchner Bahnhofsmission
:„Jeder könnte in so eine Lage kommen“

Wie kann man helfen, wenn man eine hilfsbedürftige Person am Bahnhof trifft? Was sollte man auf keinen Fall tun? Und wie arbeitet die Bahnhofsmission? Ein Treffen mit der Sozialpädagogin Jessica Wolf.

SZ PlusInterview von Jana Jöbstl

Frauen-Therapie-Zentrum
:„In München ist es sehr schwierig, Armut zu zeigen“

Simone Eiche und Yvonne Feneberg leiten das Frauen-Therapie-Zentrum. Dort finden Frauen in Lebenskrisen Unterstützung - die psychisch belastet, einsam, alt oder krank sind. Aber in der reichen Stadt schämen sich viele, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

SZ PlusVon Sabine Buchwald

Überschuldung im Alter
:„Viele unterschätzen, wie viel sie zum Leben brauchen“

Jeder achte Klient, der sich an die Schuldnerberatung der Caritas in München wendet, ist älter als 66. Das hat Gründe: niedrige Renten, hohe Preise und gesundheitliche Probleme. Beraterin Christine Streidl erklärt, wie sich der Einkommenslücke im Alter vorbeugen lässt.

SZ PlusInterview von Annette Jäger

Soziales
:Wenn der Lohn nicht für eine Wohnung reicht

In Freiham eröffnet ein Haus mit Appartements für Männer, die nicht genug Geld für eine eigene Bleibe haben. Wer dort einziehen darf – und wie man einen der Plätze bekommt.

Von Kathrin Aldenhoff

Schuldneratlas
:Mehr Münchner verschulden sich

Die Mieten sind hoch, die Lebenshaltungskosten steigen: Erstmals seit fünf Jahren können wieder mehr Menschen in der Stadt ihre Rechnungen nicht begleichen, wie der Schuldneratlas zeigt. Welche Stadtteile besonders betroffen sind.

Von Ekaterina Kel

SZ Gute Werke
:Viel mehr als Geld

SZ-Leserinnen und -Leser spendeten in der 76. Aktion des SZ-Hilfswerks bislang 5,5 Millionen Euro für Menschen in Not. Für die Empfänger sind die Zuwendungen oft viel mehr als eine finanzielle Unterstützung.

Von Karin Kampwerth

SZ Gute Werke
:Und immer wieder Kartoffelbrei aus der Packung

Nahla Birungi spart und spart – und dreht die Heizung nur dort auf, wo ihre Jungs spielen. Sie fragt sich manchmal: Wo bin ich falsch abgebogen?

Von Ekaterina Kel

Teures Leben in München
:Arm trotz Arbeit

Zaid Hamad sitzt neun Stunden am Tag am Bussteuer, Inaya Malonga hat einen Job im Altenheim: Das Geld reicht trotzdem nicht bis zum Ende des Monats. Gerade im reichen München rutschen viele Berufstätige in die Bedürftigkeit.

Von Ekaterina Kel

Bedürftige am Münchner Hauptbahnhof
:„Wer hierherkommt, dem geht es am schlechtesten“

Menschen mit dicken Rucksäcken stehen Schlange, sie haben Geldsorgen, wollen sich aufwärmen, haben Hunger. Die Bahnhofsmission ist für sie alle da. Doch sie stößt an Grenzen – denn es kommen immer mehr Bedürftige.

SZ PlusVon Ekaterina Kel und Robert Haas

SZ Gute Werke
:„Ich bin froh, dass ich überlebt habe“

Josef Müller wollte raus in die Welt mit einem Wohnmobil, aber es ist viel schiefgelaufen in seinem Leben. Inzwischen wohnt er mit seiner Katze in Riem. Und freut sich über den Sonnenaufgang auf dem Buga-Hügel.

Von Julia Schriever

SZ „Gute Werke“
:„Mein Herz war kaputt“

Fünf Jahre lang war Nila Sabiri von ihren Söhnen getrennt, der Ex-Mann hatte sie nach Afghanistan entführt. Nun hat sie ihre Kinder wieder – doch es fehlt ihnen an vielem.

Von Justin Patchett

Kinderarmut in München
:Alexander war zwölf, als er den Gerichtsvollzieher in die Wohnung bat

Auch im reichen München leben Kinder und Jugendliche, die Hunger haben und kein eigenes Bett. Oft schämen sie sich dafür - und der Armut zu entkommen, ist verdammt schwer.

Von Kathrin Aldenhoff

SZ Gute Werke
:„Ein Zeichen der Hoffnung“

SZ-Leserinnen und -Leser spenden 7,2 Millionen Euro, um Not leidende Menschen in München und dem Umland zu unterstützen. Zum 75-jährigen Bestehen beschenkt sich das Hilfswerk der Süddeutschen Zeitung mit einem neuen Namen: Aus dem Adventskalender werden SZ Gute Werke.

Von Karin Kampwerth

Armut in München
:„Wir schicken niemanden weg“

Ursula Kalb leitet die Organisation Sant’Egidio, die sich für die Ärmsten einsetzt. Jeden Samstag gibt es warmes Essen, Weihnachten feiern alle gemeinsam. Das ist für die Theologin der Sinn von Kirche.

SZ PlusVon Martina Scherf

Leben in Armut im reichen München
:„Ab und an kam der Gerichtsvollzieher“

Die Kabarettistin Constanze Lindner über das Vergessen und Verdrängen, das Aufwachsen mit wenig Geld im reichen München – und warum es sie an den Wörthsee verschlagen hat.

SZ PlusInterview von Max Fluder

Korbinian-Küche am Hauptbahnhof
:Hier darf sich jeder satt essen

Schon vor der Öffnung um 14 Uhr stellen sich die ersten Besucher an: Hunderte Menschen holen sich pro Tag in der mobilen Küche der Caritas in der Elisenstraße ein warmes Essen – oder auch mehrere. Anwohner und Gastronomen sehen das Angebot allerdings kritisch.

Von Sarah Maderer

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