Alltagsrassismus: Rassismus im täglichen Leben - SZ.de

Alltagsrassismus

Rassismus im täglichen Leben

Wir sind normal, die anderen die Fremden: Der Begriff Rassismus bedeutet mehr als nur Springerstiefel, Glatze und "Ausländer raus"-Rufe. Unter dem Thema "Alltagsrassismus" nähert sich die Redaktion von Süddeutsche.de der Diskriminierung im täglichen Leben.

Rassismus
:Mehr als fünf islamfeindliche Angriffe täglich

Beschimpft, attackiert, auf Gleise gestoßen: Ein aktueller Bericht zeigt, wie in Deutschland die Aggressionen gegen Menschen wachsen, die muslimisch sind oder dafür gehalten werden.

Von Constanze von Bullion

Sprachliche Diskriminierung
:Frau Sowieso und Herr Mosár

Im Gastbeitrag schreibt Hasnain Kazim über falsche Aussprache von ausländischen Namen und Respekt. SZ-Leser zeigen Verständnis - und wie falsch ihre Namen verstanden werden.

So viele Hilfesuchende wie noch nie
:Rassismus in München nimmt weiter zu - vor allem gegen Kinder

Experten der Beratungsstelle Before schlagen angesichts weiter ansteigender Zahlen Alarm. Die Hemmschwelle der Angreifer ist stark gesunken.

Von Martin Bernstein

SZ JetztGesundheit
:Was Rassismus mit der Psyche macht

Sogenannter Alltagsrassismus wirkt sich massiv auf die psychische Gesundheit Betroffener aus. Eine Psychotherapeutin erklärt, wie man damit umgehen kann und was auch Nicht-Betroffene tun können.

Interview von Luise Mbaduko

Interview
:Wir Deutschen, die Besserwisser

Die Schauspielerin Benita Bailey ist in Thüringen geboren und kämpft mit ihrer Kunst, ihrem Witz und einer Schar von Kollegen gegen Alltagsrassismus.

Von Susanne Hermanski

Diskriminierung
:"Systematisch anders behandelt"

Eine Studie findet deutliche Belege für die alltägliche Diskriminierung von Frauen mit Kopftuch in Deutschland.

Von Markus Kollberg

SZ Jetzt"Queenie" von Carty-Williams
:"Ich wollte, dass Mädchen wie ich sich weniger einsam fühlen"

In ihrem Debüt-Roman "Queenie" erzählt Candice Carty-Williams von Alltagsrassismus und Panikattacken, schlechtem Sex und besten Freundinnen.

Interview von Nadja Schlüter

SZ PlusRassismus
:Wir müssen reden

Selten wurde so viel über Rassismus debattiert wie in den vergangenen Wochen. Und jetzt? Ein Tischgespräch über Deutschland, Taxifahrten, Fußballplätze – und die große Frage, was sich ändern muss.

Interview: Gökalp Babayiğit, Stefan Braun und Pia RatzesbergerFotos: Natalie Neomi Isser

Rassismus
:Filialleiter lehnt 16-jährige Bewerberin wegen Kopftuch ab

Eine muslimische Schülerin bewirbt sich für einen Sommerjob bei Edeka. Über die für sie schockierende Begegnung mit dem Chef veröffentlicht sie daraufhin ein Video bei Instagram, das mehr als eine Million Menschen erreicht.

Von Marija Barišić

Refugio-Geschäftsführer Jürgen Soyer
:"Unsere Klienten sahen, wie Menschen ermordet oder von Bomben zerrissen wurden"

Wer bei Refugio Hilfe sucht, hat meist Grausames erlebt, im Heimatland, auf der Flucht - oder später auch in Deutschland. Manchmal dauert es Jahre, bis die Opfer darüber sprechen können.

Interview von Christina Hertel

Internationale Wochen gegen Rassismus
:"Habet Sie in München au so viele Schwarze?"

München ist die Stadt der Lichterkette und Schauplatz großer Anti-Pegida-Demos. Doch Rassismus ist auch hier zu etwas Alltäglichem geworden - von abwertenden Bemerkungen bis hin zu brutaler Gewalt.

Von Martin Bernstein

Beratungsstelle Before
:"Es sind Sachen sagbar geworden, die es lange nicht waren"

Alltagsrassismus wird häufig nicht einmal wahrgenommen, sagt Damian Groten, der Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt berät.

Von Sabine Buchwald

US-Demokraten
:Ein Skandal jagt in Virginia den nächsten

In nur sechs Tagen haben sich die drei ranghöchsten Politiker des Bundesstaates in Skandale verstrickt. Die Vorwürfe gegen die drei Demokraten lauten "Blackfacing" und sexuelle Gewalt.

Von Bernadette Mittermeier

SZ JetztAlltagsrassismus
:Eine gefälschte McDonalds-Werbung für mehr Diversität

Weil die Burger-Brater auf ihren Plakaten nur mit weißen Menschen werben, haben zwei Studenten ein Poster von sich selbst in den Laden geschmuggelt. Es hängt dort seit 50 Tagen.

Alltagsrassismus
:"Mehr miteinander reden anstatt übereinander"

Tausende schildern unter #MeTwo auf Twitter, wie ihnen Rassismus im Alltag widerfahren ist - darunter der Kabarettist Abdelkarim. Er setzt auf die Macht des Humors.

Interview von Benjamin Reibert

#MeTwo
:"Sie sprechen aber gut Deutsch!"

Unter #MeTwo teilen Twitter-Nutzer ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus - und füllen einen abstrakten Begriff mit Leben. Fünf Tweets und ihre Geschichten.

Von Carolin Gasteiger, Kathleen Hildebrand und Benjamin Reibert

SZ JetztTwitter
:Das ist... Ali Can, Begründer des Hashtags #MeTwo

Der 24-jährige Student aus Gießen gibt Menschen, die Alltagsrassismus erleben, eine Stimme. Es ist nicht das erste Mal, dass er deutschlandweit die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Von Christina Waechter

Lyrik-Band über Rassismus
:Wichtig für den Fortschritt, aber schlecht für die Literatur

In "Citizen" beschreibt die amerikanische Lyrikerin Claudia Rankine schmerzhaft genau den Alltagsrassismus in den USA. Doch das Ergebnis ist identitäre Befindlichkeitsprosa.

Von Juliane Liebert

SZ JetztDiskriminierung
:Warum es nicht hilft, nett zu Rassisten zu sein

Unsere Autorin musste sich schon oft rassistische Sprüche anhören und hielt Freundlichkeit für die beste Gegenmaßnahme. Doch in ihrem Job als Kellnerin merkte sie irgendwann: Das ist ein Irrtum.

Von unserem Partnerblog kleinerdrei

SZ JetztDebatten
:Nur weil jemand Rassismus nicht erkennt, heißt das nicht, dass er nicht da ist

Wenn es darum geht, ob eine Aussage rassistisch ist, hört unsere Autorin oft dieselben, nicht zu Ende gedachten Argumente. Eine kleine Hilfestellung für die nächste Diskussion.

Von unserem Partnerblog kleinerdrei

Beeindruckender Appell
:Menschenwürde statt Hochwürden

Vor zwei Jahren war Olivier Ndjimbi-Tshiende als katholischer Pfarrer in Zorneding rassistischen Anfeindungen und Morddrohungen ausgesetzt. Danach schrieb er ein Buch, in dem er mit dem Zustand der katholischen Kirche abrechnet. In Bad Tölz bekommt er dafür viel Beifall

Von Klaus Schieder

SZ MagazinBlackfacing im Karneval
:Schmink dich ab, Papa!

Der Vater tritt auf einer Karnevalssitzung als "lustiger Afrikaner" auf - mit schwarz angemaltem Gesicht. Der Sohn findet das peinlich und rassistisch. Ein dringend notwendiges Familiengespräch.

Von Jona Spreter

SZ JetztRassismus
:Warum Afros immer auch politisch sind

Unsere Autorin trägt ihre Haare in ihrer natürlichen Form: kraus und schwarz. In einer Welt, in der schwarze Menschen immer noch diskriminiert werden, ist das viel mehr als eine einfache Frisur.

Von Alice Hasters

SZ JetztNach Rassismus-Vorwürfen
:H&M schließt vorübergehend sämtliche Filialen in Südafrika

Wegen des Vorwurfs rassistischer Werbung steht die Modekette in der Kritik. Nun haben Demonstranten mehrere Filialen geplündert.

SZ JetztHorrorfilm "Get Out"
:Mit Gänsehaut gegen Rassismus

Der Film "Get Out", der am 4. Mai in Deutschland anläuft, ist der reine Wahnsinn: wahnsinnig unterhaltsam, wahnsinnig überraschend - und wahnsinnig klug. Denn Regisseur Jordan Peele mischt Horrorfilm mit Humor und aktueller Rassismuskritik.

Von Nadja Schlüter

Soul-Sängerin Y'akoto
:"Auf Angst mit Angstmache zu antworten, ist keine Lösung"

Als Deutsch-Ghanaerin bezieht Y'akoto klar Stellung zur Flüchtlingsfrage. Auf ihrem neuen Album kontert die Soul-Sängerin Rassismus und Bequemlichkeit mit einem persönlichen Revolutionssong.

Interview von Paul Katzenberger

Alltagsrassismus
:Traurige Realität

Menschen aus 165 Nationen leben im Landkreis. Das Bild von Weltoffenheit trübt ein Rassismus, der sich ganz oft im Kleinen zeigt

Von Gregor Bauernfeind

Künstliche Intelligenz
:Der Computer als Rassist

Maschinen lernen immer besser, den Sinn von Sprache und Texten zu verstehen. Dadurch aber kopieren sie auch menschliche Schwächen - und verinnerlichen Vorurteile.

Von Eva Wolfangel

Beratungsstelle
:Alltagsrassismus ist in München ein Problem

Nicht nur Neonazis werden zu Tätern. Die Beratungsstelle "Before" unterstützt seit einem Jahr Opfer rassistischer Gewalt.

Von Silke Lode

SZ MagazinEmojis
:Warum Elvis nun auch schwarz und blond sein muss

Als unsere Autorin Emojis mit schwarzer Hautfarbe benutzt, heißt es plötzlich, das sei rassistisch. Und schon ist sie mittendrin im Minenfeld der politischen Korrektheit.

Von Nataly Bleuel

SZ MagazinDie Gewissensfrage
:Schonzeit für Rassisten?

Die Gewissensfrage der Woche: Die altersschwache Nachbarin zieht immer über Ausländer her. Soll man ihr darum nicht mehr helfen - oder ihrem hohen Alter zuliebe den Rassismus ignorieren?

Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

Prozess
:Ein "unbekannter junger farbiger Mann" in der ersten Klasse

Weil das einem Polizisten in Zivil seltsam vorkommt, fragt er den Mann nach seinem Ticket. Der 23-Jährige findet das rassistisch - der Fall landet vor Gericht.

Von Matthias Köpf

Dunkelhäutige Täter erfunden
:Bloß der "Quatsch eines unerfahrenen Mannes"?

Ein 30-Jähriger aus dem westlichen Landkreis fällt betrunken vom Rad. Später behauptet er, zwei dunkelhäutige Männer hätten ihn überfallen.

Von Alexander Kappen

SZ MagazinFamilie
:Wie spricht man mit Kindern über Rassismus?

Der Sohn unserer Autorin erlebt beim Fußball, wie ein Junge in der Kabine wegen seiner Hautfarbe beleidigt wird. Und weiß nicht, was er tun soll.

Von Nataly Bleuel

Benachteiligung
:Diskriminierung schadet der Wirtschaft

Auf der Bank, bei der Jobsuche, selbst auf Airbnb: Alltäglicher Rassismus ist nicht nur ein gesellschaftliches Problem.

Von Aloysius Widmann

Rassismus
:Wo Menschen im Alltag diskriminiert werden

Bei der Wohnungssuche, im Bewerbungsgespräch, sogar bei der Mitfahrgelegenheit: In vielen Situationen werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt.

Alltagsrassismus
:Niedersachsen geht gegen Rassismus an der Discotür vor

Wenn Türsteher ausländisch aussehende Gäste abweisen, gab es für die Behörden bisher kaum eine Handhabe. Jetzt drohen bis zu 10 000 Euro Strafe.

Von Oliver Klasen

Rassismus-Prozess
:Zweifelhafter Rassismus-Test

Hamado Dipama aus Burkina Faso hat vor Gericht bereits gegen zwei Münchner Clubs gewonnen, die ihn wegen seiner Hautfarbe an der Tür abgewiesen hatten. Das aktuelle Verfahren steht jedoch auf der Kippe.

Von Ekkehard Müller-Jentsch

Ressentiments gegen "Armutsflüchtlinge"
:Viel zu tun für die Anständigen

Der Appell von Fernsehjournalistin Anja Reschke gegen Fremdenhass könnte verpuffen - weil die Ressentiments etwa von der CSU verstärkt werden.

Von Paul Katzenberger

Prozess gegen Club
:Zu wenige Fakten für eine Diskrimminierung

Hamado Dipama verklagt Clubbetreiber, deren Türsteher dunkelhäutigen Gästen ohne erkennbaren Grund den Zutritt verwehren. Nun hat er erstmals einen Prozess verloren.

Von Ekkehard Müller-Jentsch

Der Fall Rachel Dolezal
:Die Weiße, die schwarz sein wollte

Irritation in den USA: Eine vermeintlich schwarze Aktivistin fliegt als weiß auf. So ein Wechselspiel kennt man eigentlich nur andersherum. Der Fall zeigt, wie problematisch die Einteilung von Menschen nach Hautfarben ist.

Von Jannis Brühl

Alltagsrassismus
:Unter Weißen

Unser Autor ist in Leipzig geboren, spricht - wenn er will - Sächsisch und ist schwarz. Fremde Menschen pöbeln ihn an, bespucken ihn. Umstehende tun, als würden sie nichts bemerken. Wie lebt es sich mit Rassismus im Alltag?

Von Alex Müller*

Rassismus-Prozess
:Münchner Club muss Schmerzensgeld zahlen

Hamado Dipama hat gewonnen: Eine Münchner Diskothek muss ihm Schmerzensgeld zahlen, weil er vom Türsteher abgewiesen wurde - wegen seiner Hautfarbe, wie er geklagt hatte. Es war nicht der einzige Rechtsstreit den Dipama deshalb geführt hat.

Amtsgericht München
:Streit um Rassismus endet mit Vergleich

Werden Schwarze in München von Türstehern aus rassistischen Gründen abgewiesen? Das hat Hamado Dipama, Mitglied im Ausländerbeirat, dem Betreiber des Nachtclubs Pimpernel vorgeworfen. Vor Gericht werden sich die beiden dann aber einig - nach stundenlanger Diskussion.

Von Bernd Kastner

SZ JetztAlltagsrassismus in Deutschland
:"Leute grabschen mir ungefragt an den Kopf"

Anne Chebu, 27, Journalistin und Moderatorin, erlebt als Schwarze in Deutschland viel unbedachte Diskriminierung. Darum hat sie ein Buch geschrieben: "Anleitung zum Schwarz sein".

Von Jonathan Fischer

Ihr Forum
:Wo beginnt Alltagsrassismus?

Unser Artikel "Scheibenschießen auf Afrikaner" hat eine kontroverse Diskussion auf Facebook ausgelöst: Eine Gratwanderung zwischen Tradition und Rassismus, überzogener Moral und begründeter Empörung. Am Thema Alltagsrassismus scheiden sich die Geister, weil jeder andere Erfahrungswerte und Prägungen einfließen lässt. Klar ist: Eine Verharmlosung birgt Gefahren für eine freiheitliche Gesellschaft. Doch wo liegt die Grenze?

Diskutieren Sie mit uns.

Prozess gegen Nachtclub-Betreiber
:Spontanes Bündnis im Gerichtssaal

Hamado Dipama hat Münchner Club-Betreiber verklagt, weil er an der Tür abgewiesen wurde. Der Vorwurf: Alltagsrassismus. Nun will einer der Beklagten mit ihm eine Kampagne starten. Dipamas Anwältin spricht vom schönsten Angebot, "das wir bisher bekommen haben".

Von Bernd Kastner

Ausländern Eintritt verwehrt
:Münchner Klubs wegen Rassismus verklagt

25 Klubs getestet, vor 20 an der Tür abgewiesen worden: Hamado Dipama vom Ausländerbeirat wirft Münchner Klubs Rassismus vor und klagt jetzt auf Unterlassung und Schmerzensgeld. Die Betreiber wehren sich.

Diskriminierung im Alltag
:"Rassismus ist mitten in unserer Gesellschaft"

"Du bist aber hübsch für eine Schwarze" - das ist nur einer von mehr als 21.000 Tweets über Erlebnisse mit Rassismus unter dem Schlagwort "schauhin". Eine der Initiatorinnen erklärt im Interview, wie sie Alltagsrassismus erlebt und wie jeder bei sich selbst anfangen kann, etwas zu ändern.

Von Caro Lobig

Kommentarkultur auf Facebook
:Keineswegs unsichtbar

In Facebook-Kommentaren schreiben beispielsweise Ärzte und Lehrer herablassend über die Toten von Lampedusa. Was am Stammtisch verhallen würde, wird auf Facebook gespeichert. Eine einfache Suche reicht, um zu sehen, dass der Rassismus tief im Bürgertum verankert ist.

Von Hakan Tanriverdi

Gutscheine: