7. Oktober 2023 - Hamas-Angriff auf Israel

In den Händen der Hamas

Die Geiseln der Hamas sollen endlich freikommen. Viele starben jedoch bereits in den Tunneln der Hamas oder mussten dort Schreckliches ertragen. Eine Chronologie.

SZ PlusVon Max Fluder, Thomas Gröbner, Christian Helten und Dominik Wierl

Ausstellung zum Massaker auf das Nova-Festival
:„Das ist uns passiert, aber wir hassen nicht“

Ofir Amir veranstaltete das Nova-Festival, auf dem am 7. Oktober 2023 das Massaker der Hamas begann. Ein Gespräch über das Überleben, den Umgang mit dem Trauma – und das Schweigen in der Musikwelt.

SZ PlusInterview von Peter Richter

Zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023
:Die Hamas hat Israel in eine Falle gelockt

Selbst wenn der jüdische Staat den Konflikt mit der Terrororganisation militärisch gewinnt, droht er ihn politisch zu verlieren. Über das Dilemma der asymmetrischen Kriege.

SZ PlusGastbeitrag von Herfried Münkler

MeinungNahost
:Der 7. Oktober ist der Tag, an dem alle Hemmungen fielen

SZ PlusKommentar von Tomas Avenarius
Portrait undefined Tomas Avenarius

MeinungNahost-Konflikt
:Was der 7. Oktober verändert hat

SZ PlusGastbeitrag von Eva Illouz

MeinungNahost
:Ein gigantischer Krater der Trauer

SZ PlusGastbeitrag von Etgar Keret

Weitere Artikel

Vorfall am Samstag
:Angriff auf israelische Vertretung: Verdächtiger in Untersuchungshaft

Ein Mann aus Jemen wirft Steine und droht mit einer angeblichen Bombe. Wegen der Bedeutung des Falls hat die Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

Von Martin Bernstein

Berlinale
:Sie sind frei

Die Doku „A Letter to David“ über David Cunio, eine Geisel der Hamas, läuft nun als „Complete Version“ mit neuem Ende. Denn die Hauptfigur ist wieder bei ihrer Familie. Eine Geschichte über Wunden und ihre Heilung.

SZ PlusVon Moritz Baumstieger

Berlinale
:„Schockiert und angewidert“

Die Schriftstellerin Arundhati Roy sagt ihre Reise zur Berlinale ab, weil die Jury um Wim Wenders ein Statement zum Leid in Gaza verweigert. Aber muss man Künstler zwingen, öffentlich im Nahostkonflikt Position zu beziehen?

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand und David Steinitz

Israel
:Fast 50 Stunden politischer Spagat

In Israel kritisiert Bundestagspräsidentin Klöckner die Regierung von Ministerpräsident Netanjahu – lässt sich aber gleichzeitig von der Armee den besetzten Gazastreifen zeigen. In Berlin hält das nicht jeder für eine gute Idee.

SZ PlusVon Valerie Höhne und Henrike Roßbach

Nahost
:Der Terror der Hamas hat Israel letztlich nur gestärkt

Die Angriffe am 7. Oktober 2023 zeigen die Kurzsichtigkeit  militanter Islamisten. Israel wurde zunächst gedemütigt, hat aber unerbittlich zurückgeschlagen, auch gegen Iran. Nun bildet sich ein neuer Naher Osten – nach Benjamin Netanjahus Vorgaben.

SZ PlusVon Tomas Avenarius

Israel
:Die Toten zwischen uns

Vor mehr als 23 Jahren wurden im Kibbuz Metzer fünf Menschen von Palästinensern ermordet. Dann kam einer der Terroristen im Gefangenenaustausch frei. Und jetzt? Von Tätern und Opfern und Gräben, die tiefer sind als die Hoffnung.

SZ PlusVon Bernd Dörries und Kristiana Ludwig

Nahost
:Alle Geiseln sind zurück, doch Gazas Zukunft ist ungewiss

Der Fund des toten Ran Gvili, der letzten Geisel der Hamas, ist ein bewegender Moment für Israel – und könnte auch einen Fortschritt in Trumps Friedensplan bedeuten. Inwieweit dieser tatsächlich umgesetzt wird, ist unsicher.

SZ PlusVon Kristiana Ludwig

Buch zum Gaza-Krieg
:Verbotene Inhalte verbreiten sich manchmal am schnellsten

In „Was darf Israel?“ debattieren Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel Samad kontrovers über den Nahostkonflikt. Das Buch wird in Ägypten nun doch nicht erscheinen, die Zensoren haben interveniert. Es bekommt dadurch viel Aufmerksamkeit.

Von Moritz Baumstieger

Verantwortung für den 7. Oktober
:Die Israelis wollen Aufklärung – die Regierung nicht

Welche Schuld trägt Israels Führung daran, dass es zum 7. Oktober kommen konnte? Dieser Frage will Premier Netanjahu mit allen Mitteln ausweichen. Die Opposition wirft ihm vor, eine „politische Vertuschungskommission“ zu planen.

SZ PlusVon Kristiana Ludwig

Linksradikalismus
:„Es ist erstaunlich, dass wir nicht schon mehr Terroranschläge erlebt haben“

Der Extremismus-Forscher Peter R. Neumann befürchtet nicht erst seit dem jüngsten Berliner Anschlag eine neue Welle des gewaltbereiten Linksradikalismus. Davon profitiert in seinen Augen vor allem eine Partei:  die AfD.

SZ PlusInterview von Peter Laudenbach

Debatte
:„Ich vermisse fast schon die guten, alten Antisemiten“

Zwei Stühle, zwei Frauen und kein Tabuthema: Eva Illouz und Rachel Salamander sprechen in den Münchner Kammerspielen über die Situation der Juden seit dem 7. Oktober 2023. Trotz Tränen wird es ein heller Abend in dunkler Zeit.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Sachbuch: „491 Tage: In den Tunneln der Hamas“
:Albtraum als Alltag

Das Buch „491 Tage: In den Tunneln der Hamas“ ist der erste Erfahrungsbericht einer Geisel vom 7. Oktober. Nüchtern erzählt der 53-jährige Eli Sharabi darin von Misshandlungen und Hoffnungslosigkeit.

SZ PlusVon Kristiana Ludwig

Was läuft in der Münchner Literaturszene?
:Empfehlenswerte Lesungen im Dezember

Von Zeruya Shalev bis Eva Illouz, von Joy Williams bis Jonas Lüscher – im Dezember sind in München Lesungen und Gespräche mit einem breiten Spektrum geboten.

Von Antje Weber

Ex-Generalmajor Noam Tibon
:Ein Held des 7. Oktober tritt an gegen Israels Regierung

Noam Tibon, 63, hat am 7. Oktober 2023 seinen Sohn und dessen Familie aus ihrem Schutzraum in einem Kibbuz nahe Gaza befreit. Jetzt geht er in die Politik.

SZ PlusVon Kristiana Ludwig

Anti-Israel-Protest
:Rauchbomben im Beethoven-Konzert

Das Pariser Konzert des Israelischen Philharmonieorchesters wurde massiv von propalästinensischen Demonstranten gestört, es kam zu mehreren Festnahmen. Was wird beim Auftritt der Musiker in München passieren?

Von Reinhard J. Brembeck

9. November
:„Ohne die Erinnerungskultur lässt sich Antisemitismus ungehemmter ausleben“

Am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, wird oft das „Nie wieder“ beschworen. Annette Seidel-Arpacı, Leiterin von Rias Bayern, will diese Wörter in dieser Form nicht mehr verwenden. Sie spricht von einer Umdeutung durch Palästina-Aktivisten.

SZ PlusInterview von Thomas Radlmaier

Ausladung von Eva Illouz
:Antisemitismus im Liebeslabor

Die Uni Rotterdam lädt die Soziologin Eva Illouz aus. Grund: Man fühlt sich plötzlich „unbehaglich“ mit der zuvor ausgesprochenen Einladung. Über einen erschütternden Vorgang.

SZ PlusVon Nils Minkmar

MeinungNahost-Konflikt
:Wenn Frieden es hier schaffen kann, kann er es überall schaffen

Auch wenn die Kämpfe in Gaza nach den Ankündigungen von Benjamin Netanjahu wieder aufzuflammen drohen: Die Friedensverträge der Region sind besser als ihr Ruf. Die Entscheider von heute sollten sich daran erinnern.

SZ PlusGastbeitrag von Yuval Noah Harari

Antisemitismus
:Todesdrohung gegen jüdischen Münchner Hochschul-Professor

Guy Katz, der sich gegen Antisemitismus engagiert und an die israelischen Hamas-Geiseln erinnerte, sieht sich mit Anfeindungen und Gewaltandrohungen konfrontiert. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt.

Von Martin Bernstein

Israel
:Netanjahu freut sich über Trumps Wahlkampfhilfe

In Jerusalem lobt der US-Präsident Israels Premier als „großartig“ und spottet über dessen Anklage wegen Bestechlichkeit. Netanjahu will Trumps Popularität nutzen, um seine eigene Macht zu erhalten.

SZ PlusVon Matthias Kolb

Israel
:Trump beschwört Aufbruch für den Nahen Osten

Israel feiert die Freilassung der letzten 20 Geiseln und bejubelt den US-Präsidenten. Vor der Knesset erklärt Trump den Gaza-Krieg für beendet und sendet ein Signal an den Erzfeind Iran.

Von Matthias Kolb

Nahost
:Die Lebenden und die Toten

Am 738. Tag entlässt die Hamas die letzten Geiseln aus der Gefangenschaft. Es ist der Tag, an dem alle mit den Freigekommenen fühlen, es ist der Tag, an dem sich Trump vor allem selbst feiert. Es ist der Tag, der Israel heilen könnte.

SZ PlusVon Tomas Avenarius (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

Gaza-Deal
:Was, wenn er wieder tötet?

Zeruya Shalev wurde 2004 bei einem Anschlag in Jerusalem schwer verletzt. Der Planer der Attacke soll nun im Austausch gegen die israelischen Geiseln freikommen. In Shalevs Freude über den Waffenstillstand drängt die Frage, wie sie damit umgehen soll.

SZ PlusGastbeitrag von Zeruya Shalev

Literatur
:Die Parabel auf den autoritären Zeitgeist

Ein erfolgloser Journalist, der sich zum rechten Influencer wandelt: Mit seinem Roman „Chamäleon“ schreibt der israelische Anwalt und Schriftsteller Yishai Sarid das beklemmend plausible Psychogramm eines Opportunisten.

SZ PlusVon Felix Stephan

MeinungNahost
:Was die Hamas zum 7. Oktober von sich gibt, kann nur Ekel auslösen

Bei aller berechtigten Kritik an Israel: Es muss auch darum gehen, mit wem das Land Waffenstillstand oder gar Frieden schließen soll.

SZ PlusKommentar von Tomas Avenarius

Nach Gaza verschleppte Brüder
:Ein Lebenszeichen und ein Wettlauf gegen die Zeit

Seit dem 7. Oktober 2023 werden die Zwillinge Ziv und Gali Berman, die auch deutsche Staatsbürger sind, von den Hamas-Terroristen festgehalten. Am Tag ihrer Entführung waren sie 26 Jahre alt.

SZ PlusVon Kristiana Ludwig

Hamas-Angriff vor zwei Jahren
:Gedenken an Israels Opfer, Proteste gegen Israels Krieg

Zum zweiten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas gedenken Menschen in Israel und Deutschland der Opfer. Politiker setzen ihre Hoffnung auf Friedensverhandlungen in Ägypten. In vielen Teilen der Welt zielen Kundgebungen jedoch in eine andere Richtung.

Von Matias Kamp

MeinungGedenken
:Das Entsetzen über den 7. Oktober nimmt dem Entsetzen über Gaza nichts

Eine naheliegende und zugleich absurde Frage: War es richtig, am Dienstag vor allem der ermordeten Israelis zu gedenken? Ja, es war richtig.

SZ PlusKommentar von Detlef Esslinger

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Hamas-Geiseln: 730 Tage Martyrium

Zwei Jahre nach dem Überfall der Hamas sind wohl noch 20 Geiseln am Leben. Wie überlebt man so eine Tortur? Fragen an den Psychologen Yuriy Nesterko.

Von Lars Langenau

7. Oktober und Gaza-Krieg
:Wer über Israel mitreden will, sollte diese Bücher kennen

Zehn Buch-Empfehlungen zum Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel –  zum Anschlag, seinen Hintergründen und den Folgen.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Dokumentarfilm „A Letter to David“
:Bruder, wo bist du?

Was geschah mit David Cunio, der noch immer in der Gewalt der Hamas ist? Der bewegende Dokumentarfilm „A Letter to David“ schildert sein Schicksal aus der Sicht seines Zwillingsbruders.

SZ PlusVon Moritz Baumstieger

Schweigemarsch für die Opfer von Terror und Krieg
:Keine Schilder, keine Ansprachen, nur Lichter und Kerzen

Fast zwei Jahre nach dem Anschlag der Hamas auf Israel, der den Krieg in Gaza auslöste, ziehen Menschen schweigend durch München. Sie wollen damit an die Opfer auf beiden Seiten erinnern – und den „sehr eindeutigen Lager-Solidarisierungen“ etwas entgegensetzen.

Von Martin Mühlfenzl

Zwei Jahre Krieg im Gazastreifen
:Zucker, Wasser, Spielzeug – zehn wichtige Dinge, die Palästinenser entbehren müssen

Nach dem Terror der Hamas vor zwei Jahren kämpfte die israelische Armee zunächst gegen die Bedrohung durch die Terroristen. Daraus wurde ein Krieg gegen alle Palästinenser. Die leben nun in extremer Not. Die SZ hat mit Bewohnern von Gaza gesprochen – sie erzählen, was ihnen am meisten fehlt.

SZ PlusVon Bernd Dörries

Zum Jahrestag des 7. Oktober
:„Wir wollen mit unserem Schweigen die einseitigen Stimmen übertönen“

Der Verein Freunde Abrahams ruft zwei Jahre nach dem Hamas-Terror vom 7. Oktober zu einer stillen Demonstration auf, um an die Opfer des Konflikts auf beiden Seiten zu erinnern. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden Stefan Jakob Wimmer über die Auswirkungen auf München und seine Kritik an der Stadt.

SZ PlusInterview von Bernd Kastner

Antisemitismus
:Wie geht es Jüdinnen und Juden nach dem 7. Oktober?

Freundeskreise sind kleiner geworden, enge Bezugspersonen haben sich distanziert. Die Folgen des Massakers der Hamas in Israel greifen tief in das Privatleben von Jüdinnen und Juden in Deutschland ein, wie eine Studie nun zeigt.

SZ PlusVon Katharina Erschov

Exklusiv7. Oktober 2023
:Das Massaker als Triumph

Der 7. Oktober 2023 war kein Widerstand und auch kein Blutrausch der Hamas, sondern eine imperiale Geste ihres Willens zur Vernichtung der Juden.

SZ PlusGastbeitrag von Marina Münkler

Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober
:Anspannung vor dem Gedenken an israelische Terror-Opfer

Zu einer Kundgebung gegen Antisemitismus auf dem Münchner Odeonsplatz erwarten die Veranstalter bis zu 8000 Menschen. Pro-palästinensische Gruppen rufen zu Gegendemonstrationen auf.

Von Martin Bernstein

Hamas-Massaker
:Gefangen im Krieg der Bilder

Ein Filmemacher hat Aufnahmen vom Massaker der Hamas in einem schockierenden 45-Minuten-Video zusammengetragen. Dennoch verzichtet Israels Regierung darauf, den grauenvollen Film für die Öffentlichkeit freizugeben.

SZ PlusVon Alexandra Föderl-Schmid

Krieg in Israel
:Radikale Ideologie

Geboren als Konkurrenz zur PLO und in dieser Rolle einst von Israel gefördert: der Aufstieg der radikalislamischen Hamas - unterstützt von Iran.

Von Alexandra Föderl-Schmid

Terrorangriffe auf Israel
:Zu Trauer und Wut kommt Demütigung

Israel wird vom Angriff der Hamas überrumpelt - und erlebt ein Trauma, das an den Jom-Kippur-Krieg erinnert. In Windeseile schließen sich nun die innenpolitischen Gräben.

SZ PlusVon Peter Münch

MeinungIsrael
:Verwundbarkeit und Verantwortung

Der jüdische Staat war seit seiner Gründung stets Ziel von Vernichtungsversuchen. Dass er nun so angreifbar ist, liegt an innerer Spaltung, aber auch an den internationalen Versäumnissen der vergangenen Jahre.

SZ PlusKommentar von Stefan Kornelius

Israel und Palästina
:Zerstörung und Trauer

Der Schock über die Angriffe in Israel ist groß. Häuser, Autos, Denkmale - zerbombt und in Flammen. Bilder aus einer traumatisierten Region.

Krieg in Nahost
:Ein Angriff, der an ein altes Trauma rührt

50 Jahre nach dem Beginn des Jom-Kippur-Kriegs schockt die Hamas Israel mit einer Attacke, die das Land nicht hat kommen sehen. In Windeseile schließen sich nun die innenpolitischen Gräben.

SZ PlusVon Peter Münch

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