Wohnen Zimmerpflanzen für faule Menschen und dunkle Ecken

Zimmerpflanzen werten jede Wohnung auf und können sehr pflegeleicht sein - sofern die Richtigen gewählt werden.

(Foto: dpa)

Wer im Grünen leben will, muss nicht zwangsläufig aufs Land ziehen. Manchmal reichen ein paar Pflanzen in der Wohnung. Zu beachten gibt es mit der richtigen Auswahl erfrischend wenig.

Von Anna Feininger

Der Wunsch nach mehr Grün und Bio, die Instagramisierung der eigenen vier Wände oder die viel beschriebene Sehnsucht nach einem hyggeligen Rückzugsort im wohlverdienten Feierabend: Es gibt viele Gründe, warum Zimmerpflanzen gerade ihr grünes Revival erleben. Mitmachen kann jeder, so eine Pflanze ist schließlich schnell gekauft. Doch es ist weder ökologisch wertvoll noch gemütlich noch besonders social-media-tauglich, wenn sie binnen kurzer Zeit erste braune Stellen aufweist und die Blätter hängen lässt.

Eine oft unterschätzte, und doch essentielle Erkenntnis lautet deshalb: Pflanzen sind beinahe so individuell wie ihre Halter. Hier ein Überblick über beliebte Arten, von denen sich viele beinahe von selbst pflegen:

Die (beinahe) Unkaputtbaren

Was haben sie drauf?

Seien wir ehrlich: Nicht immer können wir unseren Pflanzen so viel Zeit widmen, wie sie bräuchten. Für alle, die mit langfristigem Commitment nicht viel anfangen können, hat die Natur etwas vorbereitet: Sukkulenten. Sie verzeihen viel, brauchen wenig - und bringen doch etwas Grün in die Wohnung. Sukkulenten sind an eine Umgebung mit wenig Wasser angepasst. Und das bisschen Wasser, das sie doch brauchen, können sie lange im Stamm oder in den Blättern speichern. Sie müssen nicht häufig gegossen werden, bestehen aber auf viel direktes Sonnenlicht: Ein heller Fensterplatz ist ideal.

Für wen geeignet?

Pflanzen, die derart wüstenartiges Klima überstehen, kommen sehr gut mit Menschen zurecht, die nur wenig zuhause sind oder eben selten ans Gießen denken. Weil Sukkulenten so pflegeleicht sind, eignen sie sich insbesondere für Anfänger - oder für Frustrierte, die mit anderen Pflanzen keinen Erfolg hatten. Wer noch zweifelt, sollte sich mal im nächsten Café oder in der Hipster-Boutique um die Ecke umschauen - derlei Lokalitäten erleben aktuell eine Sukkulenten-Schwemme. Wenn die Pflanzen da überleben, dann zuhause doch allemal.

Beispiele

Die bekanntesten Sukkulenten sind Kakteen, Agaven und Aloen, also auch der Alleskönner Aloe Vera. Das Multitalent sieht gut aus, und es hat zusätzliche Fähigkeiten: etwa als ungewöhnliches Extra im Gin und als Ersthelfer bei Sonnenbrand. Ebenso unkompliziert sind Efeutut, Yucca-Palme, Drachenbaum oder die Bananenpflanze.

Essen und Trinken Stacheliges Superfood
Essenstrend Kaktus

Stacheliges Superfood

Chia-Samen, Grünkohl, Goji-Beeren - alles vorbei. Wer gesund leben möchte, isst jetzt Kaktusblätter. Vor Stacheln braucht man sich dabei nicht zu fürchten - Foodblogger zeigen, wie's geht.