Wohnen - Magdeburg:Zahl der Zwangsräumungen in Sachsen-Anhalt geht zurück

Wohnen - Magdeburg: Auf der Brandmauer eines Wohnhauses ist der Schriftzug "Zwangsräumungen verhindern" zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Auf der Brandmauer eines Wohnhauses ist der Schriftzug "Zwangsräumungen verhindern" zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa (Foto: dpa)

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Zwangsräumungen ist in Sachsen-Anhalt leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr sind landesweit 1141 Wohnungen geräumt worden, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ein Jahr zuvor waren es demnach 30 Zwangsräumungen mehr. Auch bundesweit sank die Zahl der Zwangsräumungen von rund 29.000 im Jahr 2021 auf 27.300 im vergangenen Jahr. Häufigster Grund für den Wohnungsverlust seien Mietschulden.

Die Miet- und Wohnungsbauexpertin der Linken, Caren Lay, forderte, dass Kündigungen bei Nachzahlungen der Mietrückstände aufgehoben und "Räumungen in die Wohnungslosigkeit" verboten werden müssten. "Wenn die Bundesregierung nicht handelt, werden noch mehr Menschen ihre Wohnungen und ihr Zuhause verlieren, denn die Mieten werden extrem angehoben", sagte Lay. "Jede Zwangsräumung ist eine zu viel."

Besonders hoch sind die Zahlen an Wohnungsräumungen in Nordrhein-Westfalen (8690), Bayern (2579), Niedersachsen (2288) und Sachsen (2265).

© dpa-infocom, dpa:231203-99-163263/2

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