2014 - Freeletics

Wie geht das? Der Sport basiert auf einer Fitness-App, die auf Hanteln verzichtet. Nutzer trainieren nur mit dem eigenen Körpergewicht: Kniebeugen, Sit-Ups, Klimmzüge, Liegestütze und so weiter. Ziel ist es, die Übungen sauber, aber schnell zu absolvieren. Viele trainieren zusammen im Park, um sich gegenseitig anzufeuern und zu messen. Auch sonst tun die "freien Athleten", wie sich die App-Anhänger nennen, einiges, um sich von gewöhnlichen Freizeitsportlern abzusetzen. Sie haben sogar ihren eigenen Gruß, den doppelten Handschlag ("Clap-Clap"). Die Trainingseinheiten heißen auch nicht einfach "Oberkörper" oder "Dienstag", sondern wie griechische Götter, etwa Aphrodite, Zeus oder Hades. Nach dem Training vergleichen die Athleten ihre Ergebnisse online.

Wo kommt das her? Aus München. Drei Studenten haben die App 2012 in Zusammenarbeit mit Sportprofessoren entwickelt. Erst war das Ganze nur ein lokaler Trend, dann bildeten sich auch im Rest des Landes Gruppen. 2014 war das Jahr, in dem "Freeletics" bisher am häufigsten gegoogelt wurde.

Wer macht das? Leute, die keine Lust aufs klassische Fitnessstudio haben und gerne schnell und unkompliziert trainieren. Egal, ob zu Hause, im Park oder auf dem Spielplatz: Benötigt wird nur eine Trainingsmatte.

Was kostet das? Die App mit den Basisübungen ist kostenlos. Den virtuellen "Coach" - einen individuellen Trainingplan mit allen Übungen - gibt es im Abo. Drei Monate kosten zurzeit 34,99 Euro, sechs Monate 59,99 Euro und zwölf Monate 79,99 Euro.

Will ich das? Die Nachfrage ist auf jeden Fall beeindruckend. Im Apple-Appstore wurde Freeletics bereits mehr als 1,5 Millionen Mal heruntergeladen. Wie viele davon das sehr fordernde Training am Ende durchziehen, ist allerdings unbekannt. Wer gerne schnauft, sollte sich die Sache mal anschauen.

Bild: dpa-tmn 15. Juli 2015, 19:042015-07-15 19:04:02 © SZ.de/flex/dd