2002 - Kitesurfen

Wie geht das? Kiter sind keine Surfer. Auch keine Wakeboarder. Und schon gar keine Windsurfer. Sie sind irgendwas dazwischen, und doch hat sich Kitesurfen im Wassersport durchgesetzt. Die "Controlbar" verbindet den Kitesurfer mit dem Schirm in der Luft und besteht aus Steuerungs- und Sicherheitsleinen, die bei Gefahr eine Trennung ermöglichen. Mit dem Trapez, das um die Hüfte geschnallt wird, steuert man.

Wo kommt das her? Erfinder war der englische Flugpionier und Wildwest-Show-Darsteller Samuel Franklin Cody, der bereits 1903 den Ärmelkanal mit einem selbstgebauten Zugdrachen überquerte. Das Sportgerät, wie wir es heute kennen, entwickelten zwei Brüder aus Frankreich Anfang der Achtzigerjahre. Mit weiteren 20 Jahren Verzögerung kam der Trend dann in Deutschland an. Die erste hiesige Meisterschaft, die "Kitesurf-Trophy", fand im Jahr 2002 statt. Seither wächst die Szene, nicht gewaltig, aber stetig.

Wer macht das? Kiter müssen vor allem eines lernen: wieder aufstehen, wenn sie im Wasser landen. Als Anfänger immer und immer wieder.

Was kostet das? Wer sich die Ausrüstung nicht leihen will, für den wird's teuer. Gebraucht gibt es das komplette Paket für etwa 1500 Euro, neu muss man mit 2500 Euro rechnen.

Will ich das? Bei Könnern sieht es spektakulär aus. Alle anderen müssen sich im Wasser wohlfühlen.

Bild: dpa-tmn 15. Juli 2015, 19:042015-07-15 19:04:02 © SZ.de/flex/dd