2004 - Parkour

Wie geht das? Erinnert sich jemand an die Anfangsszene des James-Bond-Films "Casino Royal"? Die, in der Hauptdarsteller Daniel Craig seinen Widersacher zu Fuß über Zäune, auf Krähne und durch Aufzugschächte jagt? Das war Parkour. Laufend, springend oder kriechend versuchen die "Traceure", so werden die Läufer bezeichnet, Hindernisse möglichst schnell und effizient zu überwinden.

Wo kommt das her? Aus Frankreich. Der Hinderniskurs beim Militärtraining wird im Nachbarland "parcours du combatant" genannt; davon leitet sich der Begriff Parkour ab. Der Franzose Georges Hébert entwickelte schon Anfang des 20. Jahrhundert die zugrundeliegende "Méthode naturelle" für die Fortbewegung. Mit ihrer Hilfe sollten die Menschen im Einklang mit der Natur mental und physisch ausgebildet werden. In den 80er Jahren eroberte Parkour dann die Großstädte der Republik, als betont regelloser Straßensport. Der französische Film "Ghettogangz" aus dem Jahr 2004 machte ihn auch in Deutschland populär.

Wer macht das? Alle, die schon als Kind immer die Treppengeländer runtergerutscht sind. Ohne hinzufallen.

Was kostet das? Nur Nerven. Davon aber reichlich.

Will ich das? Wenn ich jung und biegsam bin: absolutement!

Bild: Robert Haas 15. Juli 2015, 19:042015-07-15 19:04:02 © SZ.de/flex/dd