bedeckt München

Esskultur:Retter der Tafelrunde

Erlebt ebenfalls einen schon länger anhaltenden Boom: Keramik.

(Foto: Thorsten kleine Holthaus, aus dem Buch "Tischkultur des Jahres: DINEUS 2020" von Olaf Salié, erschienen im Callwey Verlag, München)

Die Pandemie hat unsere Gewohnheiten verändert - und nicht nur Tischkultur, sondern auch die Porzellanbranche beflügelt. Über das Comeback der Gloschen und die perfekt gedeckte Tafel.

Von Verena Mayer

Zu den Comebacks, mit denen wohl keiner gerechnet hat, gehören die Gloschen. Also diese Hauben aus Metall, Porzellan oder Glas, die man zum Servieren über Teller stülpt und die viele gern auch bei ihrem französischen Namen "Cloche" (für Glocke) nennen. Die Teile hatten ihren großen Auftritt in Jahrhunderten, in denen man so schlecht heizen konnte oder in so großen Schlössern wohnte, dass das Essen auf dem Weg zum Tisch kalt oder von Insekten heimgesucht wurde. Später setzte man die Speiseglocken hin und wieder ein, um Essen zu inszenieren oder einen Überraschungseffekt zu erzielen, aber ansonsten waren sie eher etwas für Museen oder Sterneküchen-Parodien mit Louis de Funès.

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