Tierschutz Los Angeles verbietet Verkauf von Pelzwaren

Eine Anti-Pelz-Demo in Los Angeles (Archivbild): Von 2021 dürfen nur noch gebrauchte Pelzwaren im Stadtgebiet von verkauft werden.

(Foto: AP)
  • Los Angeles wird als erste Millionenstadt der USA den Verkauf, Handel und die Herstellung von Echtpelz-Waren verbieten.
  • Ab 2021 soll die Regelung in Kraft treten.
  • Da ein Stadtratsmitglied gegen das neue Gesetz stimmte, muss das Gremium ein weiteres Mal abstimmen. Dies wird jedoch als bloße Formalie gewertet.

Los Angeles wird den Verkauf von Pelzmänteln und anderer neuer Pelzwaren verbieten. Nach einer Abstimmung des Stadtrats der Westküstenmetropole soll das Verkaufsverbot im Januar 2021 in Kraft treten. Weil ein Mitglied des 14-köpfigen Gremiums dagegen stimmte, ist eine weitere, formale Abstimmungsrunde notwendig.

Nach der Abstimmung zitierte die New York Times den Stadtrat Bob Blumenfield mit folgenden Worten: "LA bezieht Stellung und will nicht mehr mitschuldig sein am unmenschlichen und niederträchtigen Pelzhandel."

Das zukünftige Verkaufsverbot betrifft neue Pelzprodukte, darunter auch pelzbesetzte Lederwaren, Hüte und Schuhe. Auch die Herstellung und der Handel sind damit im Stadtgebiet von Los Angeles verboten. Second-Hand-Läden dürfen allerdings weiterhin gebrauchte Pelzprodukte anbieten. Tierschutzverbände begrüßten die neue Verordnung.

Abseits von etwaigen modischen Argumenten dürfte sich bei den Einwohnern der Stadt der Widerstand in Grenzen halten. Denn frieren müssen auch ohne Pelz die wenigsten. Richtig kalt wird es in der kalifornischen Großstadt selten. Im Januar liegt die durchschnittliche Tiefsttemperatur bei - auch ohne Pelz gut erträglichen - neun Grad Celsius.

Los Angeles ist die größte US-Stadt, die nun ein derartiges Verbot beschlossen hat. Die Metropole folgt dem Beispiel anderer Städte in Kalifornien wie San Francisco, Berkeley und dem benachbarten West Hollywood.

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