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Test:Wie Cola, nur anders

Gibt es sie, die guten Alternativen zu Pepsi und Coca-Cola? Drei-Sterne-Koch Christian Jürgens hat für uns acht Sorten verkostet.

Von Katharina Kutsche

Seit jeher ranken sich um die Coca-Cola Geheimnisse und Legenden. Vermutlich hat die Originalmischung von 1886 Kokain enthalten (strittig). Angeblich entspricht der Zuckergehalt von einem Liter des klebrig-braunen Getränks 35 Stück Würfelzucker (stimmt ungefähr). Und dann hält sich hartnäckig das Gerücht, Cola könne wegen der enthaltenen Phosphorsäure ein ganzes Steak auflösen (stimmt nicht).

Vermutlich tragen zwei Faktoren zu den Rätseln um die Cola bei: Der Konzern aus Atlanta, Georgia, hütet die genaue Rezeptur in einem Tresor. Und der Erfinder der Coca-Cola, John Pemberton, war ein Apotheker, der mit Kokapflanze und Kolanuss herumexperimentierte, um einen Ersatz für das Morphium zu finden, von dem er abhängig war.

Tatsächlich sind es heute eher die Marken abseits der Konzerne Coca-Cola und Pepsi, die noch Kolanuss-Extrakte verwenden. Die Tropenfrucht wird für den Koffeingehalt zugesetzt, ist aber teurer als die Reste, die bei der Herstellung von entkoffeiniertem Kaffee anfallen. Es lohnt also, sich auf dem Markt nach Alternativen umzusehen.

Drei-Sterne-Koch Christian Jürgens vom Tegernsee hat für uns acht Sorten verkostet. Für ihn ist wichtig: "Eine Cola muss immer gut gekühlt getrunken werden." Das sei wie bei einem Weißwein, der auch erst in einem bestimmten Temperaturbereich sein volles Aroma entfalte. Im Vergleich der einzelnen Testprodukte zeigte sich dann, dass es doch schwer ist, die Original-Cola auszublenden - sie definiert schließlich, was wir unter Cola verstehen.

© SZ vom 19.08.2017
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