Test Heiße Luft statt Fett: Das sind die besten Backofen-Pommes

Gefrorene Backofen-Pommes gibt es in: dünn, normal, extra dick, Wellenschnitt, Countrystyle, bio oder nicht. Angeblich alle superlecker, superknusprig. Doch welche schmecken am besten?

Von Martin Kuhna

Voll fett, High Carb und vielleicht auch noch gefährlich knusprig - Pommes haben eine schlechte Presse. Beliebt sind sie dennoch. Nur am heimischen Esstisch haben sie's schwerer, weil sie außerhalb ihres natürlichen Imbiss-Habitats kaum artgerecht präsentiert werden können. Auf dem Heimweg von der Pommesbude werden sie weich und welk. Man könnte eine Fritteuse kaufen, aber die steht den größten Teil der Zeit rum und riecht im Einsatz streng. Doch es gibt ja gefrorene Backofen-Pommes: dünn, normal, extra dick, Wellenschnitt, Countrystyle, bio oder nicht. Angeblich alle superlecker, superknusprig. Ist das die Lösung?

Raimund Ostendorp, Imbissbetreiber mit Gourmetküchen-Erfahrung, sieht das nüchtern: Ob die Stäbchen von heißem Fett umschlossen werden oder von heißer Luft, das sei nun mal ein prinzipieller Unterschied. Ein Vergleich zwischen gebackenen und frittierten Pommes wäre deshalb ungerecht. Ein bisschen wie bei alkoholfreiem und richtigem Bier.

Die neun Testkandidaten sind alle in Sonnenblumenöl vorfrittiert, angegebene Mindestbackzeiten erwiesen sich dennoch als unrealistisch kurz. Da muss man nach Augenschein vorgehen und nach Gehör - rascheln die Stäbchen schon auf dem Blech? Zu dunkel bräunen sollte man sie aber auch nicht, sonst kann Acrylamid entstehen, das als gesundheitsgefährdend gilt. Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich; von den Testsiegern ist der Experte durchaus angetan. Wenn man also nach üppigen Weihnachtsmenüs mal Fast Food dahoam servieren will: Es muss nicht Bockwurst mit Kartoffelsalat sein; Currywurst mit Pommes gehen auch.

Currywurst mit Sauce, hausgemacht

Mit roter oder weißer Wurst: Der Bochumer Grillmeister Raimund Ostendorp hat uns sein Geheimnis verraten. mehr ... Das Rezept