Stilkritik zum Dolomiti-Eis Ein Stück 80er kehrt zurück

Das Dolomiti-Eis aus den 80ern ist zurück.

(Foto: pa/obs/Langnese)

Fast 30 Jahre war es aus der Gefriertruhe verschwunden, nun ist es wieder da: Das Eis für Querschlecker. Warum das Comeback von Dolomiti eine gute Nachricht ist.

Von Christian Mayer

1987 war ein seltsames Jahr, ein Jahr der kleineren Katastrophen. Gleich zum Auftakt strahlte die ARD die Neujahrsansprache von Helmut Kohl aus dem Vorjahr aus. Der FC Bayern verlor das Europacup-Finale der Landesmeister in Wien gegen Porto. Und dann wurde das Dolomiti-Eis abgeschafft, einfach so verschwand es aus den Truhen.

Das Dolomiti war damals Kult mit seiner Trinität aus Zitrone, Himbeere in der Mitte und Waldmeister am Stil; die Zacken erinnerten an die Berggipfel der Dolomiten. Herrlich! Ein klebriges Versprechen in den italienischen Nationalfarben. Man konnte es von oben nach unten essen oder umgekehrt. Ein besseres Eis für Querschlecker konnte es nicht geben, auch wenn es im Sommer tropfte wie die Hölle.

Wie blöd muss ein Konzern sein, wenn er so ein Produkt vom Markt nimmt? 1994 kam das Dolomiti zwar wieder in die Läden, aber es schmeckte nun komisch und künstlich, irgendwie erdbeerig. Bäh. Nicht mal die Kinder mochten es. Auch dieses Eis war schnell weg, zum Glück. Nun ist es endlich wieder im Original zu haben: Langnese wagt ein Comeback, alles soll sein wie früher, also besser. Hat zwar ein bisschen lange gedauert, aber besser spät als nie. 2014 könnte ein gutes Jahr werden.