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Stilkritik: Spitzenköche inszenieren Haustiere:Der Küchenhund

Lebendige Tiere gelten in Restaurants eigentlich als No-Go. Doch in der gehobenen Gastronomie entwickeln sich einige Hunde gerade zu Influencern, die manchem Spitzenkoch auf Instagram den Rang ablaufen.

Von Titus Arnu

Hunde in der Küche? Ein haariges Thema. Im Restaurant etwa gelten lebendige Tiere als No-Go, während man tote Tiere zum Fetisch stilisiert.

Ähnlich absurd: In der gehobenen Gastronomie entwickeln sich Hunde gerade zum Wau-Faktor, wenn auch nicht in der Küche. Sie laufen manchem Spitzenkoch auf Instagram den Rang ab. Der Hund von US-Koch David Chang, Seve Chang (@momo_seve), hat bei Instagram 13 600 Follower. Seine Fans erfahren, dass er Erdnussbutter und Frozen Joghurt mag. Rosio Sánchez, Hipsterköchin aus Kopenhagen, dokumentiert das Leben ihres Shiba-Inu-Hündchens Kuma (@kuma_chan_shiba_chan). Und Tim Raue hat zu Weihnachten für seine Jack-Russel-Dame Shirley sogar ein Festmahl vor der Kamera zubereitet - "grobfasriges Gemüsepüree mit Hühnerherzen". Ach ja.

Wie nett ist im Vergleich dazu doch das Kochen mit dem eigenen Hund (als Beisitzer, nicht als Zutat)! Ein Labrador bewundert den Koch für jeden Handgriff, wartet darauf, dass ein Krümel zu Boden fällt, und frisst begeistert alles, was übrig bleibt, ob Kartoffelschale, Käserinde oder Kohlstrünke. Ohne Starallüren!

© SZ vom 29.02.2020
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