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Stilkolumne "Ladies & Gentlemen": Familie Beckham:Makelloser Musterjunge: Romeo Beckham

Celebrity Sightings In New York City - February 09, 2014

Romeo, oh Romeo: Musterdesignerin mit Mustersohn.

(Foto: Getty Images)

Wie sich das wohl anfühlt, wenn der eigene Papa an Bushaltestellen in Unterhose posiert? Oder wie es ist, aus den Medien zu erfahren, dass Mama sich nicht mehr die Beine rasiert, sondern lasert!?

Vorsichtig geschätzt, ist einem derlei als Sohn auch dann peinlich, wenn der Rest der Welt diese Eltern durchaus hot findet. Sich für Eltern genieren: vielleicht wenigstens eine normale Entwicklung bei Romeo Beckham, der sein schweres Schicksal sonst beängstigend souverän meistert. Schnell mal die Star-Mama nach Soho ins Balthazar zu einem Drink ausführen? No problem. Rein in Slim-Jeans, Polka-Dot-Shirt, Burberry-Mantel, Sneakers - und immer dran denken: Elf ist das neue sechzehn!

Eigentlich wirkt es, als wären die Beckhams ein florierendes, mittelständisches Unternehmen, bei dem der Sohn demnächst in die Geschäftsleitung aufsteigt. Für Burberry gemodelt hat er ja schon, die Paparazzi kennt er mit Vornamen, der Kerl weiß einfach, wie der Laden läuft.

Aber hey, was ist eigentlich aus dem schönen Naturgesetz geworden, nach dem nervige Prominente zuverlässig schlimme Problemkinder bekommen, die man nicht geschenkt haben möchte? Derart zauberhafter, wohlriechender, gesitteter Nachwuchs, das ist doch ungerecht!

Die Rebellion dieses Knaben gegen seine Eltern wird doch höchstens darin bestehen, dass er zur Show von Marc Jacobs zu spät kommt und seine Anzüge nicht wie der Vater bei Gieves & Hawkes fertigen lässt, sondern vielleicht bei Spencer Hart. Krassere Fehltritte sind bei diesem Musterjungen kaum vorstellbar. Es sei denn, er findet Fußball doof. Glauben wir aber kein bisschen. Max Scharnigg