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Kurz gesichtet:Beschwingt in den Mai

Für Frauen und Mädchen: die neue Kollektion von &Other Stories.

(Foto: Hersteller)

Das macht Laune: Eine griffige Yogamatte, luxuriöse Seidenmäntel und eine Tasche mit dem schönen Namen Tortellini. Die Stil-News der Woche.

Von Anne Goebel, Julia Rothaas und Silke Wichert

Mini Me, die aufgebrezelte Tochter als Kleinausgabe der exakt gleich hergerichteten Mutter? Hat außerhalb von Celebrity-Kreisen mit notorischer Profilneurose nicht unbedingt einen guten Ruf. Jetzt gibt es Zwillings-Looks auch von der Marke &Other Stories, die gerade ihre erste Kollektion für Frauen und Mädchen von 18 Monaten bis acht Jahre lanciert hat. Zum Teil wurden die Stoffe mit rein pflanzlichen Farben getönt, etwa in sanftem Pink. Lochstickerei, Wickelkleider, Blumenprints: Das Label, zur H&M-Gruppe gehörig, versteht sich als Spezialist für cool urbane Looks. Entsprechend sind die Fotos der neuen Mutter-Tochter-Linie inszeniert, die auch nicht süßlich wirkt, sondern eher lässig. Die Entwürfe sollen Partnerschaftlichkeit ausstrahlen, es gehe, wie es in der Pressemitteilung heißt, um "Freude, Optimismus und Weisheit". Davon kann man, generationenübergreifend, gerade nicht genug bekommen (stories.com).

Duftet nach Pfingstrosen und Vanille: La Fontana di Titti von DFG 1924

(Foto: Hersteller)

Nischendüfte sind immer noch ein lukrativer Markt, und am besten funktioniert ein Parfum, wenn es eine Geschichte dazu gibt. Bei DFG 1924 lässt das schon der Name erahnen. Die italienische Manufaktur wurde vor knapp 100 Jahren gegründet, von dem Apotheker und Chemiker Giustino Dalla Favera, der in dem kleinen Ort Cornuda bei Treviso auch sonst allerlei Tinkturen zubereitete, etwa zur Kräftigung Genesender. Parfums produziert das Familienunternehmen bis heute, teils werden noch alte Rezepturen des Gründers verwendet und leicht abgewandelt. "La Fontana di Titti" im klassisch schlichten Flakon vereint Limetten, Pfingstrosen und süße Vanille (dfg1924.it).

Theoretisch kann man natürlich auf jeder Matte oder sogar ganz ohne Unterlage Yoga machen, aber wer es praktisch schon mal versucht hat, weiß: ein bisschen Unterstützung kann nicht schaden. Deshalb hat Lululemon die Matte "Take Form" entwickelt, die mit ihren 3-D-gepolsterten Zonen Hilfestellung bei den meisten Positionen geben soll. Wer sich also beim nach unten schauenden Hund manchmal fragt, ob er das eigentlich richtig macht, kann sich jetzt endlich an den Wassertropfen ähnlichen Kreisen orientieren. Genau da gehören Hände und Füße nämlich hin! Außerdem bietet die "von der Flutströmung inspirierte Textur" besseren Grip, wer empfindliche Knie hat, weiß die Extra-Polsterung in der Mitte zu schätzen. Hergestellt wird die Matte aus FSC-zertifiziertem, nachhaltig gewonnenem Naturkautschuk. Der Rest läuft dann quasi (fast) von allein: tief einatmen, tief ausatmen (128 Euro, lululemon.com).

Macht italienische Laune: die Tortellini-Bag von PB 0110.

(Foto: Hersteller)

Statt Italienurlaub: die Tortellini Bag. So heißt das neueste Modell des deutschen Taschenlabels PB 0110 und genau betrachtet hat sie mindestens so viel Dolce Vita zu bieten wie ein Kurzurlaub in der Teigtaschen-Heimat Emilia Romagna. Mit ihrem markanten Tunnelzug durchs weiche Nappaleder erinnert die von der Designerin Ayzit Bostan entworfene Schultertasche in ihrer Form tatsächlich an Tortellini, allerdings hält die Ware deutlich länger, macht selbst bei schlechtem Deutschlandwetter gute Laune, und es erwarten einen keine bösen Überraschungen bei der Füllung. Farblich stehen Beige (Sahnesauce), Schwarz (Sepia-Tinte) oder Weiß (mit Parmesan) zur Auswahl. Wie jedes Modell bei der von Philipp Bree gegründeten Marke trägt auch diese noch eine offizielle Seriennummer: AB 106. "Tortellini" klingt aber natürlich viel geschmackvoller (299 Euro, pb0110.com).

Bio-zertifiziert: Seidenmantel von La Katz.

(Foto: Hersteller)

Um sich vor Angriffen zu schützen, sollen mongolische Soldaten einst Mäntel aus vielen Lagen Seide unter ihrem Lederpanzer getragen haben. In der Seide soll sich der Pfeil verheddert haben - anstatt die Haut zu treffen. Wie eine Soldatin fühlt man sich in den Kleidern von La Katz zwar nicht, dafür ist die Kollektion natürlich zu elegant. Geschützt wird hier aber trotzdem etwas, nämlich die Umwelt: Das im Sommer 2020 gegründete Label produziert seine Kleidung ausschließlich aus zertifizierter Bio-Seide aus Indien, die ohne Einsatz von giftigen Färbemitteln in fröhlichem Lemon-Gelb, leuchtendem Ultramarin oder zartem Flieder erstrahlt. Produziert wird nur in Deutschland und Österreich, auf Plastik verzichtet das Unternehmen komplett. Bislang wird die nachhaltige Seide in Blusen, Kleidern, Mänteln und Blazern verarbeitet - die Krieger von damals wären neidisch gewesen (lakatz.com).

© SZ/chrk
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