bedeckt München 23°

Kurz gesichtet:Das Beste für draußen

Passen perfekt ins Osternest: Cameo-Ohrringe von Aliita.

(Foto: Hersteller)

Endlich Frühling, also ab in den Garten oder auf den Balkon. Mit dabei: ein spritziger Aperitif, eine ansehnliche Bank und eine Handcreme aus Sanddorn und Birke.

Von Anne Goebel, Julia Rothhaas und Max Scharnigg

So ein Karotten-Ring ist natürlich nichts, um ihn beim Gärtnern zu tragen, auch wenn er danach aussehen mag: Der Schmuck des Mailänder Labels Aliita spielt ironisch mit Alltagsgegenständen - Croissants, ein Fahrrad oder eben eine winzige Möhre zieren die puristisch geformten Entwürfe. Die Materialien wie Gelbgold oder Koralle, garniert mit dem einen oder anderen Diamantsplitter, sind allerdings viel zu kostbar fürs Unkrautjäten. Dann schon besser die Ohrringe anlegen, ebenfalls im Rüben-Dekor erhältlich, vielleicht funktionieren sie ja als Glücksbringer für eine gute Ernte. Die Aliita-Gründerin Cynthia Vilchez Castiglioni glaubt jedenfalls durchaus an Talismane: Der Name des Labels bedeutet in der Sprache eines indigenen Volksstamms aus ihrer Heimat Venezuela "wichtiger Gegenstand" (aliita.com).

Wer schön sein will, muss leiden: Dieser dumme Satz gilt einzig und allein für diejenigen, die ihren Garten auf Vordermann bringen wollen. Denn ja, die Hände werden etwas leiden. Schließlich gibt es kein schöneres Gefühl, als sie tief in die Erde zu stecken anstatt in dicke, schwitzige Gartenhandschuhe. Ein Instant-Spa für trockene Haut hat die schwedische Firma Björk & Berries parat: In der Handcreme "Never Spring" steckt nährender Sanddorn, feuchtigkeitsspendende Birke und beruhigende Kamille, die damit perfekt in den Frühling passt. Die Creme zieht schnell ein und versorgt die Haut dank Aloe Vera zusätzlich mit viel Feuchtigkeit. Wer es lieber etwas holziger mag, wählt die Alternative "White Forest", die an die Birkenwälder im Norden Schwedens erinnern soll. Alle Inhaltsstoffe stammen aus biologischem Anbau, passen also gut in jeden Garten (50 ml für 18,50 Euro, z.B. über niche-beauty.com).

Notizen eines Gartenliebhabers: "12 Farben Grün" von Carsten Kluth.

(Foto: Hersteller)

Natürlich gibt es eine endlose Reihe Gartenbücher, die willigen Gärtnern bei akuten Fragen helfen. Eher für eine philosophische Gartenbetrachtung an Regentagen empfiehlt sich aber das neue Buch von Carsten Kluth. In "12 Farben Grün" lässt der Autor seine Gedanken über den eigenen Garten und durch die Natur hinter dem Gartenzaun schweifen. Es sind Notizen eines urbanen Denkers, der aufs Land gezogen ist und dort staunend die Vorgänge im Kleinen wie im Großen wahrnimmt und ihnen auf den Grund geht. Monat für Monat liest man sich durch diese tiefgreifenden und sinnlichen Überlegungen und Assoziationen, erfährt Anekdoten rund um alltägliche Ereignisse in Wald und Flur oder das Leben auf dem Land. Nebenbei lernt man auch als Leser, mit allen Sinnen und angemessener Langsamkeit durch den Garten und die Wälder zu streifen. Ein Lesebuch für ein ganzes Jahr draußen! (24 Euro, erschienen bei Harper Collins)

Eine neue Variation des Spritz-Aperitifs wurde jetzt mit dem feinen Namen Chandon auf dem Etikett vorgestellt. Hintergrund ist das Schwesterweingut von Moët & Chandon, das seit den 1950er-Jahren in der argentinischen Mendoza-Region Perlweine in der Tradition des französischen Champagnerherstellers produziert. Chandon Garden Spritz ist eine Kombination dieses Weins mit einem süß-herben Bitterorangenlikör, der vor Ort aus den legendären Valencia-Orangen hergestellt wird. Zusätzliche Kräuter und Gewürze ergeben einen erfrischenden Sommeraperitif. Falls es irgendwann wieder Gartenpartys geben wird, lässt sich hiermit ein bisschen südlicher Glamour verbreiten und bis dahin das Fernweh lindern (Flasche je 19 Euro, z.B. über clos19.com).

Bitte Platz nehmen und Blumen bestaunen: Bank von Manufactum.

(Foto: Hersteller)

Der Garten nimmt sich seine Zeit. Da kann der Gärtner noch so zetern, schimpfen, düngen: Bringt alles nichts. Und so zwingt uns das Draußen eben dann und wann zu unserem Glück beziehungsweise zur Ruhe. Damit das in dieser Gartensaison auch noch gut aussieht, stellt man sich die Bank Estoril von Manufactum unter den Apfelbaum oder alternativ in das Sonneneck auf dem Balkon. Auf den blassgrünen Zweisitzer kann man sich zum Warten auf die ersten Radieschen wunderbar eine Begleitperson einladen (1,20 Meter Breite), und zieht Regen auf, lässt man die wetterfeste Konstruktion aus Stahl einfach einmal komplett abduschen. Den passenden Tisch für ein Glas Wein gibt es natürlich auch: Das hat schließlich noch jede Wartezeit verschönert (265 Euro, manufactum.de).

© SZ
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB