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Rezept für Zwetschgenknödel:Zwetschgen, von Kartoffelteig umhüllt

Foodblog "Lecker auf Rezept" zu Zwetschgenknödel

Die Zeit ist reif: für Zwetschgenknödel.

(Foto: SZ.de / Maria Holzmüller)

Es muss nicht immer Datschi sein: Zwetschgenknödel präsentieren das Steinobst noch einmal von seiner besten Seite, bevor die Saison zu Ende geht.

Von Maria Holzmüller

Was uns an einem kühlen Herbsttag die weiche Wolldecke ist, ist der Zwetschge der Kartoffelteig, der sie zum Zwetschgenknödel macht. Danach wartet ein Bad in siedend heißem Wasser. In der Wärme schmilzt das Obst geradezu dahin, dazu etwas Zimt-Zucker und die Zwetschge ist so, wie wir sie zu dieser Jahreszeit haben wollen: warm, saftig, süß.

Natürlich schmeckt sie wie jedes Jahr auch auf dem Datschi - aber irgendwann im Herbst ist der Zeitpunkt gekommen, an dem es ein bisschen wärmer und nahrhafter sein darf. Dann müssen Zwetschgenknödel auf den Tisch. Und das schnell, denn die kurze Saison der Früchte neigt sich dem Ende zu.

Bei diesem Gericht geht die Zwetschge eine Liaison mit einem klassischen Kartoffelteig ein, der sonst eher herzhafte Speisen ergänzt. So laufen Zwetschgenknödel nie Gefahr, zu süß zu geraten und übernehmen in schönster Mehlspeisen-Tradition die Rolle eines Hauptgerichts ebenso wie die einer üppigen Nachspeise.

Rezept Zwetschgenknödel (4 Personen)

Zutaten:

500 g Kartoffeln

150 g Mehl

1 Ei

ca. 500 g Zwetschgen

Salz

80 g Butter

6 EL Semmelbrösel

3 EL Zimt-Zucker

Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen, schälen und durch die Kartoffelpresse in eine große Schüssel pressen. Abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Zwetschgen anschneiden und entkernen, in jede Zwetschge einen kleinen Löffel Zimtzucker an die Stelle des Kerns geben.

Für den Kartoffelteig das Mehl, etwas Salz und das Ei mit der Kartoffelmasse vermengen. Falls der Teig zu klebrig wird, einfach etwas mehr Mehl verwenden. Dann jeweils etwas Kartoffelteig zu einem flachen Kreis drücken, mit einer Zwetschge belegen, diese vollständig umschließen und zu Knödeln formen. Darauf achten, dass die Teigschicht nicht zu dick wird.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Knödel ins Wasser geben und die Temperatur reduzieren, so dass das Wasser nur noch siedet. Zehn Minuten ziehen lassen, dann mit der Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen.

In einer Pfanne die Butter schmelzen, die Semmelbrösel unterrühren und anrösten, bis sie goldbraun sind. Darin die Knödel wälzen, anschließend mit Zimt-Zucker bestreuen und servieren.

© SZ.de/vs/feko

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