Arganöl

Was ist das?

Arganöl schmeckt nussartig und wird aus den Samen des Arganbaums gepresst. Hierfür werden die Kerne der olivenförmigen Argan-Beeren aufgeklopft und die darin enthaltenen Samen geröstet und gemahlen. Dadurch entsteht eine breiartige Masse, die so lange geknetet wird, bis das Öl herauskommt.

Woher kommt's?

Arganbäume wachsen vor allem im Südwesten Marokkos. Die dort lebenden Berberstämme nennen den Arganbaum auch "Baum des Lebens". Sie nutzen nicht nur seine Früchte, sondern auch sein Holz, seine Blätter und das Öl aus seinen Samen.

Bereits in den 1990er Jahren entstanden in Marokko die ersten Arganölfabriken, dadurch ging für viele Familien eine bedeutende Einkommensquelle verloren. Um die Tradition des handgepressten Arganöls zu erhalten, fördert die marokkanische Regierung inzwischen Familien, die das Öl in Handarbeit produzieren. Um einen Liter handgepresstes Arganöl zu bekommen, braucht man die Früchte von vier bis fünf Bäumen und etwa zwei Tage Arbeit. Die schwierige Gewinnung macht das handgepresste Öl dementsprechend teuer.

Wofür wird es verwendet?

Das nicht geröstete Öl ist bereits allgegenwärtig - und zwar in Kosmetikprodukten. Es soll Feuchtigkeit spenden und entzündungshemmende Eigenschaften haben.

Das geröstete Arganöl wird in der Küche als Speiseöl eingesetzt, also beispielsweise für Salat-Dressing, Reis- und Couscous-Gerichte oder Pesto.

Bild: Picture Partners - Fotolia 14. Oktober 2016, 14:402016-10-14 14:40:16 © SZ.de/feko