Nachwuchswettbewerb für Dessous-DesignerDarunter umso bunter

Möglichst wenig Stoff für maximale Aufmerksamkeit: So könnte der Arbeitsauftrag an Studenten einer Tokioter Modeschule gelautet haben. Ein deutsches Unterwäschelabel hatte die Nachwuchsdesigner aufgerufen, Mode für darunter zu entwerfen. Im Ergebnis spazierten kecke Clownsfische und sexy Streifenhörnchen über den Laufsteg.

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Möglichst wenig Stoff für maximale Aufmerksamkeit: So könnte der Arbeitsauftrag an Studenten einer Tokioter Modeschule gelautet haben. Ein deutsches Unterwäschelabel hatte die Nachwuchsdesigner aufgerufen, Mode für darunter zu entwerfen. Im Ergebnis spazierten kecke Clownsfische und sexy Streifenhörnchen über den Laufsteg. Welcher Mann setzt sich schon gerne an einen Catwalk, prominente Metrosexuelle ausgenommen? Noch dazu, wenn auf besagtem Laufsteg Nachwuchsdesigner ihre Modelle vorführen? Das Defilee, das jüngst eine Tokioter Modeschule aufbot, dürfte jedoch auch männliches Publikum angelockt haben. Denn wenn es wie bei der nationalen Vorentscheidung zum "Triumph Inspiration Award 2012" weniger um die Präsentation von Stoff, und mehr um die Zurschaustellung nackter Haut geht, haben Männer plötzlich nicht nur einen Blick für Mode. Sie können selbigen gar nicht mehr abwenden.

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Kleine Stöffchen, große Aufmerksamkeit - dieses Prinzip garantiert nicht nur den Schauen des US-Unterwäscheherstellers Victoria's Secret ihren Erfolg. Auch das deutsche Lingerie-Label Triumph schafft so Interesse an seinem internationalen Nachwuchswettbewerb, der seit 2008 ausgetragen wird. In diesem Jahr sollten sich die angehenden Dessous-Designer Gedanken zum Thema "Dragons and Butterflies" (Drache und Schmetterlinge) machen. Im Bild sehen wir das Ergebnis der Bemühungen des jungen Japaners Akane Ueno: ein paar Federn, viele Schnüre und ...

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... und jede Menge Streifen? Doch auch wenn diese längs verlaufen: Schwer vorstellbar, dass Frauen sich zusätzliche Streifen auf dem Körper wünschen.

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Auch Hiroyuki Arie entschied sich für ein Streifen-Motiv. Doch bei seinem Entwurf umschmeicheln psychedelische Linien in zarten Tönen die Silhouette des Models. Bei diesem wie auch bei anderen Modellen stellt sich jedoch die Frage:

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Drachen? Schmetterlinge? Wohl eher ein bunter Paradiesvogel! Entwurf von Maya Sasayama

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Die Dame, die das Modell von Nichika Mukai vorführen durfte, hatte nicht nur die Haare schön, sondern auch das Hinterteil - der goldenen Einfassung des Slips sei Dank.

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Was dem geneigten Zuschauer wohl dieser Entwurf sagen sollte: Augen auf bei der Partnerwahl? Oder wollte der Designer deutlich machen, dass er mit seinem Entwurf auf der Höhe der Zeit schwimmt?

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Denn Meerestiere waren eindeutig en vogue in Tokio: Auch Aya Furuya verarbeitete das Fisch-Motiv in seinem Entwurf - und versuchte mit den Ausbuchtungen an Bustier und Buxe gleichzeitig offenbar eine Hommage an Jean-Paul Gaultier. Dessen für Popstar Madonna designter Spitzen-BH ist bis heute unerreicht.

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Auch bayerisches Brauchtum inspirierte die Tokioter Modestudenten. Wir sehen: Wiesn-Wäsche, asiatisch interpretiert.

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Ein Träumchen in Weiß und Spitze: Wie bei jeder guten Modenschau durfte natürlich auch ein Braut-Motiv nicht fehlen.

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Damen- beziehungsweise Dessous-Wahl: Der Gewinner des Vorentscheids in Japan darf zum internationalen Finale im Oktober nach Shanghai fahren.

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