Mode der 68erVom Protest zur Selbstinszenierung

Kurze Röcke, zerrissene Jeans, fransige Haare statt kunstvoller Haarspray-Frisuren. Ende der sechziger Jahre sorgt das Äußere der Jugend für einen Aufschrei in der Gesellschaft. Manches ist heute wieder hip.

Von Kerstin Lottritz

Eine Generation, die sich gegen das Establishment auflehnt, muss das auch in ihrer Kleidung zeigen. Ende der sechziger Jahre gilt nicht mehr als modebewusst, wer sich noch wie seine Mutter die teure Haute-Couture-Mode aus Paris erträumt. Gefeiert wird, wer für Aufsehen und gar Entsetzen sorgt. So wie etwa die ziemlich körperbetonte Kleidung von Uschi Obermaier oder die langen, zotteligen Haare von Rainer Langhans. Das (Kurzzeit-)Paar lebt Ende der Sechziger in Berlin in der berühmten Kommune I - dem damaligen Sinnbild für Provokation.

Bild: Getty Images 1. Juni 2017, 16:152017-06-01 16:15:59 © SZ.de/dpa/AP/AFP/lala/mane