Ein sonniger Vormittag in Berlin, Max Strohe sitzt erschöpft vor seinem Sternerestaurant. Sein E-Bike hatte morgens den Geist aufgegeben, also musste der 44-Jährige auf seinem schweren Fahrrad ohne Akku den ziemlich langen Weg von der Wohnung seiner Freundin, der Autorin Sophie Passmann, nach Kreuzberg zum „Tulus Lotrek“ strampeln. Gerade ist Strohes erstes Kochbuch erschienen („Dirty Bistro“, DK-Verlag), ein guter Anlass, um mit dem Aushängeschild der Berliner Sterneküche einmal über die Gastronomie in seiner Stadt zu sprechen. Zum Gespräch bittet der Chef an die Bar, dort sei es ruhiger. Doch daraus wird nichts: Ein Koch nach dem anderen trudelt ein, jeden begrüßt Max Strohe überschwänglich.
Max Strohe„Bei gutem Essen denke ich lieber an München“
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Der Kreuzberger Sternekoch über die Gründe für Berlins kulinarischen Niedergang, Übergriffigkeit in Spitzenrestaurants und seine Sehnsucht nach anständiger Küche.
Interview von Julia Rothhaas
