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Leuchtende Eiskugel:Das Eis, das aus der Qualle kam

Das britische Start-upo "Lick Me I'm Delicious" hat eine leuchtende Eissorte erfunden.

(Foto: Quelle: www.lickmeimdelicious.com)

Licht aus, lecken, staunen: Ein britisches Eis-Start-up erfindet eine Eissorte, die weniger nach etwas schmeckt, sondern durch ihre Optik besticht. Grund sind Proteine, die auch Quallen zum Leuchten bringen. Es ist nicht der einzige Unterschied zu Schokolade, Vanille und Co.

Findige Eismänner schafften zuletzt mit Kreationen wie Mozarella-Basilikum, Zitrone-Paprika oder Bier-Eis immerhin etwas Abwechslung in den Eistheken. Doch was ein britischer Eis-Erfinder nun anbietet, dürfte selbst solche Eissorten, nun ja, vor Scham schmelzen lassen.

"Was um alles in der Welt ist das???", fragt Charlie Francis im Blog seiner Eis-Firma Lick Me I'm Delicious aus Bristol, Großbritannien. Frischer Schnee von den Hängen um Fukushima, könnte eine naheliegende Antwort sein - die Eiskugel strahlt in ungesundem Neongrün. Nicht ganz. Was der Firmengründer da in seinen Händen hält, ist ein Eis, das beim Lecken leuchtet. Zumindest im Dunkeln.

Und was da strahlt, sind keine radioaktiven Zerfallsprodukte, sondern Proteine, die auch Quallen im Meer zum Leuchten bringen. Genauer gesagt, nutzt der Eismann aus Bristol die Erkenntnisse eines chinesischen Forschers, der kürzlich das für die Beleuchtung von Quallen zuständige Protein synthetisierte. "Natürlich wollten wir damit herumexperimentieren, also bestellten wir ein wenig, probierten herum und erschufen dieses Eis", schreibt Francis weiter.

Was das exquisite Quallen-Eis von gewöhnlichen Geschmacksrichtungen neben dem Leuchteffekt ebenfalls unterscheidet, ist der Preis von umgerechnet fast 170 Euro pro Kugel. Und natürlich der Geschmack, denn den verschweigen die britischen Eis-Erfinder ganz nonchalant. Immerhin: Gesundheitsschädlich ist die hochpreisige Eis-Sorte angeblich nicht. "Zumindest habe ich noch nicht angefangen zu strahlen", schreibt Erfinder Francis.