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Lecker auf Rezept:Panna Cotta - süß, sauer und leicht

Panna Cotta

Frischer Passionsfruchtsaft nimmt der klassischen Panna Cotta die Schwere, ohne ihr den sahnigen Schmelz zu rauben.

(Foto: Maria Sprenger)

Das italienische Dessert geht immer. Vor allem wenn frischer Passionsfruchtsaft die Schwere nimmt. An den Saft zu kommen, ist umständlich - macht aber mit Kindern richtig Spaß.

Panna Cotta geht immer. Egal, was es vorher gab, ein paar Löffel dieser sahnig-süßen Wonne passen noch rein. Vor allem, wenn sie mit frischem Passionsfruchtsaft verfeinert wurde und so gar nicht mehr schwer schmeckt. Und weil ich verschiedene Geschmacksebenen spannend finde, gebe ich noch ein paar Zweige Rosmarin in die Sahne, deren herber Kräutergeschmack sich gut in dem Ensemble macht.

Panna Cotta ist ja nun kein Leichtgewicht unter den Desserts, trotzdem würde ich immer zu einer original "gekochten Sahne" - so lässt sich das italienische Panna Cotta auch übersetzen - greifen, also einer, die wirklich aus Sahne gemacht wurde. Zu oft habe ich fettarme Alternativen aus Milch oder Kokosmilch probiert, die am Ende dank der Gelatine eher wie ein weißer Wackelpudding auf den Teller kamen. Dabei macht doch gerade der sahnige Schmelz auf der Zunge den Reiz der Panna Cotta aus.

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Passionsfruchtsaft liefert dazu eine fruchtige Säure, die die Sahne gut vertragen kann. Um an den Saft zu kommen, muss das Fruchtfleisch durch ein Sieb passiert werden. Das ist ein bisschen umständlich, aber es lohnt sich. Wer wie ich kleine Kinder hat, die gerne sieben und herumrühren, kann ihnen diese Tätigkeit überlassen - das erlöst allerdings nicht von der mindestens ebenso ermüdenden Aufgabe, aufzupassen, dass der Saft auch in der Schüssel landet und nicht auf dem Küchenboden.

Vorsicht auch beim Einkauf: Passionsfrüchte werden oftmals makellos prall verkauft, dabei sind sie eigentlich erst richtig reif, wenn ihre Schale schon etwas verschrumpelt aussieht. Ihr Fruchtfleisch schmeckt dann süßer. Man kann sie aber leicht zu Hause ein paar Tage nachschrumpeln lassen. Sehr oft werden Passionsfrüchte auch fälschlicherweise als Maracujas verkauft. Sie gehören zwar zur gleichen Familie, unterscheiden sich aber deutlich: Maracujas haben eine gelbe Schale, sind größer als die violetten Passionsfrüchte, ihre Schale schrumpelt nicht ein und sie schmecken deutlich saurer.

Ziemlich gesund sind beide Früchte: reich an Beta-Carotin, B-Vitaminen, Kalium, Phosphor und Magnesium. Gerade die B-Vitamine und Magnesium sollen gut sein für beanspruchte Nerven. Wenn sie dann auch noch in Form eines sahnigen Desserts daherkommen, soll mir das nur recht sein.

Zutaten (für 5-6 Personen):

  • 500 ml Sahne
  • 3 EL brauner Zucker
  • 1 EL Vanille-Extrakt
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 8 Passionsfrüchte
  • 3 Blätter Gelatine

Zubereitung:

Sechs der Passionsfrüchte halbieren und ihr Fruchtfleisch durch ein Sieb streichen. Das sollte etwa 100 ml Saft ergeben. Die Sahne mit dem Zucker, dem Vanilleextrakt und den Rosmarinzweigen in einen Topf geben und einmal aufkochen. Währenddessen die Gelatineblätter in einer Schale mit kaltem Wasser einweichen. Die Sahne vom Herd nehmen und fünf Minuten ziehen lassen, dann die Rosmarinzweige entfernen. Die Gelatineblätter aus dem Wasser nehmen, leicht ausdrücken und nacheinander in der heißen Sahne durch Rühren auflösen. Anschließend die 100 ml Passionsfruchtsaft unterrühren und die Panna Cotta auf fünf oder sechs kleine Gläser verteilen. Im Kühlschrank mindestens vier Stunden fest werden lassen. Das geht gut auch schon einen Tag im Voraus. Zum Servieren das Fruchtfleisch der verbleibenden Passionsfrüchte auf der Panna Cotta verteilen.

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