
Ein Deodorant muss heute ohne Aluminiumsalze auskommen und parabenfrei sein, um gut anzukommen. Das Deo von Myro steckt auch noch in einer schicken Verpackung: Der schlichte Zylinder ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich und wurde vom New Yorker Design-Büro Visibility gestaltet. Und das nachhaltig: Ist das Deo aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen aufgebraucht, kann der Stick neu befüllt werden. Zur Wahl stehen verschiedene Duftnoten, etwa "Solar Flare" mit Aromen von Orange, Wacholder und Sonnenblume oder die zart blumige Variante "Pillow Talk" (cirka 10 US-Dollar, mymyro.com).

Beatrix Potters Bauernhaus in Cumbria, die Schreibhütte von George Bernard Shaw und die mystischen Vögel auf einer Tapete von Chippendale: Sie alle haben den englischen Farbhersteller Little Greene in Sachen Grün inspiriert. Seit Anfang 2018 arbeitet die Firma mit dem National Trust an einer Farbpalette, die eigentlich nur in den Häusern und Gärten in England, Wales und Nordirland zu finden ist. Herausgekommen sind 31 Grün-Töne mit - wie üblich bei Farbherstellern - außergewöhnlichen Namen wie Edith's Eye, Sir Lutyens' Sage oder Tea with Florence. Mit dem Verkauf der grauen, gelben, blauen und türkisfarbenen Grüntöne geht ein Teil an den National Trust, der sich um den Erhalt historischer Gebäude und Landschaften in Großbritannien kümmert. Mit 4,1 Millionen Mitgliedern ist er eine der größten Organisationen Europas für Kultur- und Naturschutz ( littlegreene.de).
Fässer zu Surfbrettern: Die schottische Whiskydestillerie Glenmorangie hat sich mit der Firma Grain Surfboards aus Maine in den USA zusammengetan. Ergebnis der Partnerschaft sind handgefertigte Boards aus dem Holz von Weißeichen - der Rohstoff für die Fässer, in denen die Hochland-Brennerei ihren Single Malt reifen lässt. Aus den Längshölzern ausrangierter Bottiche haben die amerikanischen Bootsbauer nun eine limitierte Serie produziert. Nach Angaben von Glenmorangie wolle man damit den "Lebenszyklus" der hochwertigen Holzzuber verlängern. Nach dem selben Prinzip hat die Destillerie aus Tain bereits Holzsonnenbrillen sowie Rennräder aus White Oak-Fässern auf den Markt gebracht.

Da haben wir den Salat: Der belgische Schuhdesigner Mats Rombaut hat Badelatschen entworfen, die vegan gearbeitet sind und deshalb auch ziemlich vegan aussehen sollen: mit einem stilisierten Salatblatt zum Reinschlüpfen. Welche Sorte als Vorbild diente, ist nicht klar zu erkennen, wir tippen auf Eisberg oder Römersalat; letzteres würde ja passen bei Sandalen. Bekannt geworden ist Rombaut, der früher bei Lanvin arbeitete und sein Label in Paris führt, allerdings eher für eine andere Sorte Schuhe: Cowboystiefel, Sandalen mit geriffelter Profilsohle oder Plattformsneaker - alle aus veganen Materialien wie Baumrinde, Naturgummi oder Cellulose hergestellt. Prominenteste Trägerin ist derzeit das Model Bella Hadid, die häufig mit dem weißen, knöchelhohen Sneakermodell Boccaccio zu sehen ist. Die neue Salat-Schlappe kommt übrigens auch verpackt wie ein paar Salatherzen daher, eingeschweißt in Plastikfolie mit der Aufschrift "gewaschen und fertig zum Gebrauch". Allerdings nicht demnächst im Kühlregal, sondern ab Ende Oktober bei Dover Street Market in London und zur Vorbestellung unter rombaut.com erhältlich.
Für die Ausstattung eines neuen Stores sollte es schon ein berühmter Regisseur sein - zumindest bei Aesop denkt man in solchen Kategorien. Die australische Kosmetikmarke beauftragte Luca Guadagnino mit der Ausgestaltung der Boutique in Rom. Der italienische Filmemacher, mit "Suspiria" ab November wieder in den deutschen Kinos, hat in Interviews erklärt, Interior Design sei seine geheime Leidenschaft. Dass der gebürtige Sizilianer sogar ein Architekturstudio unter seinem Namen betreibt, wissen wohl die wenigsten Fans seiner Filme (zuletzt "Call Me by Your Name"). Das Label Aesop, das weiter vom ungebrochenen Hype um minimalistisch aufgemachte Pflanzenkosmetik profitiert, hat Guadagnino für den neuen Laden in der römischen Innenstadt freie Hand gelassen. Es dominieren Naturstein, Marmor und rote Lackregale; ein großer Leuchter aus Muranoglas soll Fünfzigerjahre-Flair verbreiten.