Der Name Rohi ist vielleicht nicht jedem ein Begriff, trotzdem dürfte fast jeder schon mal in Kontakt mit einem Produkt des Familienunternehmens aus dem Münchner Umland gewesen sein. Denn von den Webstühlen der Firma kommen nicht nur Bezüge für Designmöbel, sondern vor allem für viele Flugzeugsitze, die zum Beispiel in der Lufthansa Premium Economy oder bei Singapur Airlines verbaut sind. In der Berliner Staatsoper Unter den Linden oder auf der MS Europa 2 kamen ebenfalls Stoffe aus Geretsried zum Einsatz. Zum 85. Geburtstag präsentieren sich die Wollspezialisten in dritter Generation aber auch mit einer nachhaltigen Idee für den Wohnbereich. Unter dem Namen 13Rugs ist in den letzten Jahren bei Rohi zusätzlich ein kleines Teppichlabel entstanden, mit ungewöhnlichen Designs und Unikatcharakter - was an dem unkonventionellen Herstellungsprozess liegt. Für die Teppiche werden nämlich die Webekanten verwendet, die als Reste bei der Stoffproduktion anfallen. Textildesignerin Lara Wernert entwickelt aus diesen Resten in einem mehrstufigen Filzverfahren dann Kunstwerke für den Boden ( 13rugs.com).

Hotels kennen sich aus mit Reisenden - und mit ihrem Gepäck. Dort steht es erst an der Rezeption herum, wird dann gegebenenfalls vom Pagen aufs Zimmer gebracht - und verbringt nach dem Check-out häufig noch ein paar Stunden in der Aufbewahrung. Offensichtlich finden die Betreiber der Members Club- und Hotelkette Soho House, wo alles immer extra schön und cool gestaltet ist, dass beim Gepäckdesign auch noch einiges machbar wäre. Also haben sie gemeinsam mit der in Berlin gegründeten Marke Horizn Studios jetzt zwei eigene Koffermodelle herausgebracht. Die limitierte Edition aus dunkelblauem Polycarbon hat außen eine wasserfeste Tasche für Laptops und ist innen im Nadelstreifendesign gestaltet. Wie bei Horizn Studios üblich, verfügen die Koffer über eine eingebaute "Powerbank" für Smartphones und Tablets. Dann müssen Reisende nicht ständig an der Rezeption nach einem Aufladekabel fragen. Erhältlich im Soho House Berlin sowie London-Shoreditch oder unter horizn-studios.com.
Der "British Fashion Council" ehrt Miuccia Prada. Bei einer Zeremonie in der Royal Albert Hall erhält die italienische Designerin kommende Woche den Outstanding Achievement Award für ihre "herausragenden Verdienste" in der Mode. Die Jury des Fashion Council, einer einflussreichen Branchenorganisation, rühmt in ihrer Begründung Miuccia Pradas Vielseitigkeit. Die 69-Jährige habe über Jahrzehnte besonderes Gespür für den Zeitgeist bewiesen, mit ihren Kollektionen, aber auch in Architektur und Kunst. Prada stieg 1978 in die von ihrem Großvater gegründete Lederwarenfirma ein, elf Jahre später lancierte sie die erste Prêt-à-porter-Linie. Heute gehört das Mailänder Unternehmen zu den einflussreichsten Modelabels.

Virgil Abloh ist der Designer der Stunde. Der New Yorker Autodidakt verantwortet seit diesem Jahr nicht nur die Herrenkollektion von Louis Vuitton, sondern bekam von der Branche vor allem für sein eigenes Label Off-White in kürzester Zeit die Deutungshoheit über den Modezeitgeist zugesprochen. Deshalb dürfte es einiges Aufsehen erregen, was Abloh jetzt zusammen mit dem Münchner Onlinehändler Mytheresa präsentiert: eine Kapselkollektion, die sich an eine besondere Zielgruppe richtet - Skifahrer. Vom 11. Dezember an gibt's Puffer Jacket, Skihose und Co. in Pink von Off-White. Wer sagt schließlich, dass der Weg zum Lift kein Laufsteg sein kann
Eine gute Tat vor Weihnachten: Chanel hat angekündigt, kein exotisches Leder mehr zu verarbeiten. Künftig will das französische Couture-Haus auf Produkte aus der Haut von Schlangen, Echsen oder Krokodilen verzichten. Es werde immer schwieriger, Exotenleder mit zertifizierter Herkunft zu erhalten, heißt es zur Begründung. Chanel macht mit den Luxus-Accessoires gute Geschäfte - so kostet die klassische Flap Bag aus Pythonleder fast doppelt so viel wie das Kalbsledermodell. Der Schritt kam auch für Brancheninsider überraschend, Handel mit seltener Tierhaut wird in der Öffentlichkeit weniger aufmerksam verfolgt als etwa die Verarbeitung von Fell. Gucci hatte mit dem Verzicht auf echten Pelz eine regelrechte Welle an Nachahmern ausgelöst. Möglicherweise gibt es diesen Effekt auch nach der Entscheidung von Chanel, die Tierschutzorganisationen wie Peta begrüßten.