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Kurz gesichtet:Der Herbst wird hübsch!

Trockenblumen als neue Home-Accessoires, vollwertige Klapp-Küchenmesser für Camper und ein bildschönes Kochbuch, in dem sich eine Kanadierin der alpinen Küchen widmet - das und mehr steht in den Stilnews der Woche.

Von Anne Goebel, Julia Rothhaas, Max Scharnigg

(Foto: Bloomon)

Das junge Blumenversand-Start-up Bloomon setzt jetzt in seinem Sortiment nicht nur auf frische Blumensträuße, sondern auch auf eine wiederentdeckte Trenddekoration: Trockenblumen. Die filigranen, getrockneten Blüten haben einige Vorteile - sie brauchen keine Pflege und machen ziemlich lange Freude. Außerdem passen sie mit ihrem Vintage-Charme ganz gut zu den aktuellen Retrotrends im Interieurbereich. Bei Bloomon hat man diesen sogenannten "Flowergrams" mit ausgesuchten Trockenblumen auch noch einen Standfuß aus Massivholz spendiert, in dem die zarten Blumen wie elegante Exponate aussehen. Zum selbst bestellen oder verschenken (shop.bloomon.de)

Exklusiv auf der Podcast-Plattform Fyeo startet diese Woche der neue Modepodcast von Kathrin Bierling unter dem Titel "Das trägt man jetzt so". Bierling hat 2007 schon mit einem der ersten deutschen Fashionblogs namens "Modepiloten" gezeigt, wie rasant und unterhaltsam sie das Thema Mode für die neuen Medien aufbereiten kann. In ihrem Podcast nun wird die Journalistin mit prominenten Akteuren der Branche plaudern und versuchen, gemeinsam die Ursprünge aktueller Trends zu erklären oder ihre Zukunftstauglichkeit einzuschätzen. Gäste der ersten Folge sind Kerstin Weng, Chefredakteurin der Instyle, und Fashion Director Veronique Tristram von der deutschen Ausgabe der Glamour (fyeo.de).

(Foto: Prestel Verlag)

In Kanada sind die Berge schon noch ein bisschen imposanter als in den Alpen - aber Meredith Erickson kann sich trotzdem für die europäischen Gipfel mit der Maximalhöhe von 4809 Meter begeistern. Die Autorin aus Quebec hat mit ihrem Band Alpine Cooking, der jetzt auf Deutsch erscheint, eine kulinarische und stilistische Liebeserklärung an alpine Landschaften vorgelegt ("Alpen Kochbuch", Prestel-Verlag). In vier großen Kapiteln widmet sie sich Hütten und Chalets, den abgelegensten rifugi und rustikalen Stuben - und natürlich vor allem den typischen Gerichten: Knödel aus Speck und Radicchio, Würste, nahrhafte Suppen, Fondue und Mehlspeisen ("Salzburger Nockerl, anyone?"). Auf dem Titel prangt der imposante Matterhorn-Zacken, an den Fotos im Buch mit karierten Tischdecken, altmodischen Telefonapparaten und urigen Holzöfen erkennt man den Blick einer Nordamerikanerin mit Europa-Nostalgie. Wobei sie ja recht hat, was allzu gewohnt erscheint, nimmt man oft in seiner Besonderheit nicht mehr wahr. Ein schönes Buch also, da kann man auch die pragmatische Sicht aufs große Alpen-Ganze verschmerzen: Deutschland kommt mit seinem bescheidenen Hochgebirgsanteil überhaupt nicht vor (38 Euro, Random House).

Ob fürs Picknick, die Bergtour oder die Pilzsuche: Ein gutes Messer gehört in den Rucksack. Weil die kleine Schneide des Taschenmessers manchmal nicht ganz ausreicht, ergänzt Victorinox seine Kollektion nun um ein faltbares Gemüsemesser. Leicht, rostfrei, mit ergonomisch geformten Griff und in sechs verschiedenen Farben, mit glattem oder Wellenschliff, aber vor allem: einfach praktisch (ab 14.9. im Handel, je 18 Euro).

(Foto: Wilkhahn)

Die Corona-Pandemie hat nicht nur unsere Welt auf den Kopf gestellt, sondern auch unser Zuhause verändert. Seit immer mehr Menschen daheim arbeiten müssen, sieht die Wohnung bisweilen aus wie ein Büro. Gearbeitet wird jetzt auch am Esstisch, am Tapeziertisch im Wohnzimmer oder sogar am Beistelltischchen im Schlafzimmer. Inzwischen gibt es immerhin reihenweise Ideen, wie sich das Home-Office professionalisieren lässt, nun legt auch der Möbelhersteller Wilkahn nach: Mit dem aufklappbaren Fold-Up-Workspace wird jeder Tisch zum Büro, was den Wechsel vom Frühstück zum Arbeitstag erleichtern soll. Der Aufsatz aus anthrazitfarbenem Vlies steht wie eine kleine Kuppel mit herunterklappbarem Schild auf dem Tisch, schirmt grelles Licht ab, reduziert Lärm bei Videokonferenzen und sorgt für konzentriertes Arbeiten. Wer im Stehen arbeiten möchte, kippt den Aufsatz nach vorn und macht ihn zum Pult. An Innen- und Außenseiten lassen sich Notizzettel oder Fotos pinnen und wer genug gearbeitet hat, klappt das Teil flach zusammen, verstaut es im Schrank und macht: Feierabend (in zwei Größen, ab 199 Euro, shop.wilkhahn.com).

© SZ vom 22.08.2020
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