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Kochnische zu Quinoa:Das Korn, das alles kann

Quinoa

Quinoa - eine sättigende Zutat in lauwarmem Salat.

(Foto: Christina Metallinos)

Macht satt und lässt sich mit fast allem kombinieren: In Deutschland erobert Quinoa als Trendzutat die Supermarktregale, in Teilen Südamerikas ist er als Getreideersatz schon ewig Grundnahrungsmittel. Was man aus den kleinen Körnern machen kann.

Man nehme: Eine Pflanze, die seit 5000 Jahren in Südamerika angebaut wird. Und jede Menge Anhänger von gesundem Essen, die sich am liebsten nur noch von sättigenden Körnern ernähren würden. Das Ergebnis: Der Hype um Quinoa.

Den spricht man übrigens Kinwa aus - und nicht Kihnoa. Hierzulande hilft Quinoa vor allem Leuten, die kein Getreide vertragen. Auch wenn die kleinen Körner so aussehen: Im Gegensatz zu Bulgur und Couscous sind sie kein Getreide und werden auch nicht daraus hergestellt. Quinoa enthält kein Gluten und kann so auch von Menschen mit Zöliakie bedenkenlos gegessen werden. Doch auch ohne Allergie und Unverträglichkeit lohnt es sich, die kleinen Samen in der eigene Küche zu verwenden.

Quinoa macht sich gut im Müsli, dafür kann man die Körner, Mandeln, Sonnenblumenkerne und andere trockene Zutaten nach Wahl im Ofen etwa eine halbe Stunde bei 180°C rösten. Gemeinsam mit Zwiebeln, orientalischen Gewürzen und Kichererbsen kann man Quinoa als Bindemittel unter Falafel mischen. Und auch als Beilage machen sich die Samen gut, etwa anstelle von Reis.

Am liebsten ist mir Quinoa aber als sättigende Zutat in einem lauwarmen Salat. Im Sommer mit frischen Tomaten, Gurken und Minze als Tabbouleh-Alternative - und jetzt gerade mit etwas winterlicheren Aromen aus grünen Bohnen, Cranberries und Rosmarin. Diese Kombination passt perfekt zum Ziegenkäse, der am Schluss über den Quinoa-Salat gekrümelt wird. Ein leichtes, vegetarisches Abendessen - oder eine gute Beilage zu kurzgebratenem Steak oder orientalisch gewürztem Lammfilet.

Rezept für zwei Portionen Quinoa-Salat:

  • 75 g weiße Quinoa
  • 75 g rote Quinoa (alternativ: insgesamt 150 g weiße Quinoa)
  • 2 EL getrocknete Cranberries
  • 5 EL dunkler Balsamicoessig
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 große Frühlingszwiebel
  • 100 g Ziegenfrischkäsetaler
  • 1 großer Zweig Rosmarin
  • Salz, Pfeffer, Chilipulver

Quinoa in ein feines Sieb geben und etwa zwei Minuten gründlich abbrausen und abtropfen. In einem kleinen Topf 2 EL Olivenöl erhitzen und Quinoa darin etwa drei Minuten anbraten. Die doppelte Menge Wasser und einen Teelöffel Salz hinzugeben. Bei geschlossenem Deckel zehn Minuten garen. Deckel abnehmen und weitere zehn Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Wasser verdampft ist. Die Körner sollten bissfest sein. Fünf Minuten ausdampfen lassen und mit einer Gabel durchrühren.

Rosmarinzweig waschen und trockentupfen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und herausnehmen. Cranberries, den Rosmarinzweig und Balsamicoessig in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten einköcheln lassen, bis der Balsamico eine sirupartige Konsistenz hat. Währenddessen die Frühlingszwiebel waschen, die äußere Haut abschälen und in etwa drei bis vier Zentimeter lange Stücke schneiden. Diese danach der Länge nach halbieren. Frühlingszwiebel in etwas Öl bei niedriger Hitze fünf Minuten anbraten.

Quinoa mit den Cranberries, Rosmarin, Balsamico, Pinienkernen und den Frühlingszwiebeln in einer großen Schüssel mischen. Mit Salz, Pfeffer und Chilipulver abschmecken. Mindestens eine Stunde durchziehen lassen, vor dem Servieren Ziegenkäse hinzugeben.