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Kochnische zu Kürbistarte mit Ziegenkäse:Orange ist Trumpf

Kürbistarte

Kürbis, mal anders: als Tarte mit Ziegenfrischkäse und Thymian.

(Foto: SZ.de / Christina Metallinos)

Endlich eine Alternative zur ewig-herbstlichen Kürbissuppe: Statt zerkocht und püriert im Teller zu enden, zeigt sich der Hokkaido mit ein bisschen Fantasie von einer ganz ungewohnten Seite. Zum Beispiel als Belag auf knusprigem Tarteboden.

Der Herbst lässt sich noch ganz gut verleugnen, solange es zwischendurch aufhört zu regnen und immer wieder ein paar Sonnenstrahlen durch den Dunst dringen. An Tagen wie diesen spaziert man dann vielleicht an der Landstraße entlang, vorbei an einem Bauernhof, wo vor dem Hofladen bereits Kürbisse in allen Formen und Farben aufgetürmt sind. Schön, denkt man sich. Und nimmt einen mit.

Spätestens, wenn dieser erste Kürbis in der Küche geschlachtet und am Esstisch serviert wird, hat der Selbstbetrug ein Ende. Auf einmal sitzt da noch jemand am Tisch: Hallo Herbst, lange nicht gesehen. Eigentlich hätten wir ja gerne noch etwas Zeit mit dem Sommer verbracht. Aber jetzt, wo du schon mal da bist - Lust auf Kürbis?

Kürbis als Belag

Für Suppe ist es noch zu warm, schließlich beginnt der Herbst mit dem Spätsommer. Höchste Zeit also, dem Kürbis ein paar neue Aromen zu entlocken und ihn einmal anders zu kombinieren. Als Tarte funktioniert so etwas bestens. Für diese werden Kürbisspalten zunächst mit Honig und Olivenöl vorgegart und anschließend mit Ziegenkäse und Thymian auf einem knusprigen Mürbeteig verteilt.

Die Tartestücke schmecken an wärmeren Herbsttagen wunderbar bei Zimmertemperatur mit einem frischen Salat. Und an den kälteren Tagen? Da genießt man sie am besten lauwarm - und freut sich über das wohlige Gefühl im Bauch.

Für eine Tarteform mit 23 cm Durchmesser (3-4 Portionen)

200 g Mehl, Type 550

100 g eiskalte Butter

60 g eiskaltes Wasser

1 EL Essig

½ kleiner Hokkaidokürbis

2 EL Olivenöl

2 EL Honig

4 Zweige Thymian

100 g Ziegenfrischkäse

3 Eier, Größe L

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer

20 g ungesalzene Pistazien

Kürbistarte

Thymian und gehackte Pistazien verleihen dem Kürbis ein spezielles Aroma.

(Foto: SZ.de / Christina Metallinos)

Mehl und ½ TL Salz mischen, Butter in Flocken dazugeben. Mit den Fingern fein zerkrümeln, bis keine groben Butterstücke mehr vorhanden sind und das Mehl noch streufähig ist. Essig und Wasser hinzugeben, mit einem Esslöffel verrühren und kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und im Kühlschrank 30-60 Minuten ruhen lassen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Hokkaidokürbis schälen und die Kerne samt dem faserigen Fleisch im Inneren entfernen. Das feste Fruchtfleisch in schmale Spalten schneiden. Diese sollten etwa 450 g ergeben. In einer Schüssel Olivenöl und Honig mit Salz und Pfeffer vermischen. Die Kürbisspalten hinzugeben und gut mit der Marinade vermischen. Danach die Spalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 20 Minuten im vorgeheizten Ofen rösten. Herausnehmen und auf dem Blech abkühlen lassen.

Mit Thymian und Ziegenkäse

Tarteform buttern und den Quicheteig zwischen zwei Lagen Backpapier dünn ausrollen. Form damit auskleiden, mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit einem Blatt Backpapier belegen. Darauf trockene Hülsenfrüchte oder Blindbackkugeln verteilen, um ein Aufgehen des Teigs zu verhindern. Ofentemperatur auf 180°C reduzieren und den Boden auf mittlerer Schiene 15 Minuten vorbacken, danach das Backpapier samt Hülsenfrüchten bzw. Blindbackkugeln entfernen und weitere zehn Minuten backen.

Thymianblättchen von den Zweigen zupfen und fein hacken. Mit einem Mixer den Ziegenfrischkäse und die Eier zu einer glatten Creme pürieren, Thymian, Salz, Pfeffer und etwas Cayennepfeffer hinzugeben. Die Ziegenfrischkäsecreme auf den vorgebackenen Tarteboden gießen, darauf die Kürbisspalten fächerartig verteilen. Ofentemperatur auf 160°C reduzieren und die Tarte auf mittlerer Schiene etwa 20 Minuten backen, bis die Creme gestockt und leicht gebräunt ist. Tarte aus dem Ofen holen und einige Minuten abkühlen lassen. Pistazien grob hacken und diese vor dem Servieren über die Tarte streuen.